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Heilpraktiken -
Alternativmedizin - Naturheilkunde |
3. Tag. Wie stellt man sich sein anderes Ich vor? Es
scheint so eine Art besserer Hälfte zu sein. Jener Teil von uns, der immer im Paradies
ist. Wenn man gut ist, ist die Einheit mit ihm wieder hergestellt. Aber wann ist man schon
wirklich gut? Wenn man auf den Grund, zu den Quellen, zum Ursprung zurückfindet. Aber
wann lebt man schon wirklich gründlich? Sein einziger Fehler ist, daß man gleichsam ein
Medium braucht, um es überhaupt zu erreichen. Sein Fehler oder meiner? In den Gärten von
H. war das Medium da. Die Natur stellte dort die Einheit her. An diesem Abend muß es die
Musik getan haben. Ich saß in der Oper und spürte plötzlich, daß wir jetzt ganz eins
waren. Raimunds's "Verschwender" zog in naiven Bildern und Melodien an uns
vorbei. Leise wuchs die Freude in mir, fast heimlich im Anfang, so daß ich nachher
überlegen mußte, wann sie angefangen hatte. Aber ich konnte mich nur des Augenblicks
entsinnen, in dem sie schmerzhaft stark wurde, und gleich darauf wußte ich: jetzt bist Du
wieder so, wie Du von Anfang an gedacht warst, ganz und eine Einheit. Es war fast
unvorstellbar, daß es nicht immer so bleiben sollte und nicht immer so gewesen war. Die
Zweiheit meines Ichs war wieder zur Einheit verschmolzen. Ich saß nicht mehr, bildlich
gesprochen, neben mir: es gab nur noch ein einziges besser, ja leuchtender gewordenes Ich.
Und wieder das Gefühl: die Freude schlägt Funken aus Dir, nimm Dich sehr zusammen, sonst
sehen's alle Leute. Verena van Ogtrop "Begegnung mit dem anderen Ich", EURO-Verlag, 14,98 DM, 7.65 , ISBN 3-925774-04-1Falshöft 13 D 24395 Nieby Tel. 04643 - 2191 Fax: 04643 - 2180 Bücher sind Freunde. U n s e r e Bücher werden schnell VERTRAUTE. |
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