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Kalzium und Vitamin D
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| Tägliches
trinken von Kalzium-Brause gehört dazu. |
Im
Vordergrund der medikamentösen Behandlung bei Osteoporose stehen Medikamente, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen und für eine verbesserte
Einlagerung von Mineralien in den Knochen führen. Um den Abbau der Knochensubstanz zu
bremsen ist besonders die Gabe von Kalzium notwendig. Wieviel Kalzium notwendig ist, ist
individuell unterschiedlich. Die Ausscheidung von Kalzium mit dem Urin kann gemessen
werden. Danach richtet sich dann zu Zufuhr. Als Richtschnur für eine langsam
voranschreitende Osteoporose kann eine Zufuhr von 1000 mg täglich gelten. Die Zufuhr muss
über den Tag verteilt werden, z. B durch Kalzium-Brause. |
| Vitamin
D macht Kalzium erst "brauchbar". |
Damit
der Verdauungstrakt das Kalzium gut aufnehmen kann, wird Vitamin D benötigt. Häufig ist
deshalb ein Vitamin D haltiges Medikament notwendig. Das Vitamin D muss mit der
Kalziumgabe abgestimmt werden, damit es nicht zu einer Hyperkalzämie kommt. Die
Einnahme von Vitamin D sollte ebenfalls so lange wie möglich durchgeführt werden. |
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Hormonersatztherapie
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| Gynäkologe,
Rheumatologe und Hausarzt sollten zusammenarbeiten. |
Ein
wichtiger Bereich der Therapie bei Osteoporose ist die Hormonersatztherapie bei Frauen.
Sie dient vor allem der Vorbeugung und ist, in den meisten Fällen, eng gekoppelt mit den Wechseljahren. In der Regel wird eine Kombination
von Östrogenen und Gestagenen empfohlen. Es gibt eine Vielzahl von möglichen
Kombinationen und Dosierungen. Auch die Form der Verabreichung, ob Tabletten, Salben,
Spritzen oder Pflaster, sind vielfältig. Wichtig ist, dass die Hormonersatztherapie immer
in Zusammenarbeit mit einem Gynäkologen erfolgen sollte und individuell auf die
Bedürfnisse der einzelnen Frau abgestimmt sein muss.Es sollten außerdem regelmäßige
gynäkologische Kontrollen durchgeführt werden. |
| Gesundheitliche
Risiken werden durch die Hormone erheblich reduziert. |
Nachweislich
reduzieren sich folgende Erkrankungen bei einer langfristigen Hormonersatztherapie:
- 50 bis 60 Prozent weniger Oberschenkelhals- und
Radiusbrüche
- 90 Prozent weniger Wirbelkörperbrüche
- 40 bis 50 Prozent weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- 30 Prozent geringere Sterblichkeit durch Herzinfarkt
- Die typischen Beschwerden der Wechseljahre, z. B.
Hitzewallungen und Hauttrockenheit werden positiv beeinflusst oder verschwinden sogar
vollständig.
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| Moderne
Medikamente ohne monatliche Blutungen fördern die Akzeptanz. |
Moderne
Medikamente ermöglichen heute eine Hormonersatztherapie, bei der keine Regelblutungen
mehr auftreten. Nur in einer Übergangszeit kann es noch zu einzelnen Schmierblutungen
kommen. Dieser negative Effekt, den besonders ältere Frauen als sehr störend empfanden,
ist nicht mehr vorhanden. Bei jüngeren Frauen mit Osteoporose sollte allerdings ein
Medikament gewählt werden, das regelmäßige Blutungen ermöglicht. |
| Eine
Langzeittherapie wird in vielen Fällen befürwortet. |
Das
immer wieder angesprochene Brustkrebsrisiko durch eine Langzeittherapie mit Hormonen wird
heute kontrovers diskutiert. Wenn überhaupt, so ist das Risiko nur minimal gegenüber dem
normalen Risiko erhöht. Durch die sehr guten vorbeugenden Eigenschaften wird besonders
die Haupttodesursache der Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Deshalb ist ein Abwägen
der positiven und mögliche negative Effekte sinnvoll. Vielfach befürworten Mediziner
heute sogar eine möglichst lange Hormonersatztherapie für Frauen nach den Wechseljahren.
Eine ausführliche Darstellung der Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden finden Sie hier. |
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Fluoride
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| Fluoride
fördern den Knochenaufbau. |
Fluorid
ist ein Spurenelement, das in vielen menschlichen Geweben zu finden ist. Es wird schon
seit langer Zeit in der Therapie der Osteoporose eingesetzt. Diese Medikamente haben einen
deutlich positiven Effekt auf den Knochenanbau. Das funktioniert aber nur, wenn die genau
richtigen Bedingungen im Körper vorhanden sind. Deshalb müssen Fluoride immer mit
Kalzium und Vitamin D kombiniert werden. Die Dosierungen müssen genau aufeinander
abgestimmt sein. Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf den Verbrauch der Fluoride
durch den Organismus. Deshalb sollte bei der Gabe von Fluoriden eine entsprechende
Beratung und Anpassung durch den Arzt erfolgen. Nur so ist das Medikament sinnvoll
einsetzbar. |
| Röntgenkontrollen
sind notwendig. |
Die
Dauer der Behandlung beträgt in der Regel 2 bis 3 Jahre. Es muss während dieser Zeit
eine Röntgenkontrolle durchgeführt werden, die den Erfolg der Therapie anzeigen kann.
Nach diesem Zeitraum sollte es zu einer deutlichen Verstärkung vor allem im Bereich der
Wirbelsäule kommen. Die Knochen in den Extremitäten nehmen nicht so deutlich an Dichte
zu. Es ist sogar möglich, dass ein erhöhtes Risiko für Brüche an den Extremitäten
besteht. |
| Nebenwirkungen
sind selten. |
Bei
der Fluoridtherapie kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Sie sind zwar selten,
aber dafür typisch. Am häufigsten zeigt sich eine Magen-Darm-Unverträglichkeit. Auch
Gelenkschmerzen, besonders im Bereich des Fußes können zu einem Abbruch der Therapie
führen. |
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Kalzitonin
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| Kalzitonin
hemmt den Knochenabbau. |
Kalzitonine
hemmen die Funktion der Osteoklasten. Dadurch wird weniger
Knochenmasse abgebaut. Es finden verschiedene Kalzitonine Anwendung. Die synthetisch oder
aus Lachs oder Aal hergestellten Kalzitonine scheinen wirksamer zu sein, als die
menschlichen. Allerdings werden die humanen Kalzitonine in der Regel besser vertragen. |
| Unverträglichkeiten
kommen oft vor. |
Die
Nebenwirkungen der Kalzitonine, z. B. Magen-Darm-Unverträglichkeit, Hitzewallungen,
kommen häufig vor. Sie sollten mit dem positiven Nutzen einer Therapie abgewogen werden.
Kalzitonine werden in der Regel zur Vermeidung von Wirbelkörpereinbrüchen eingesetzt,
die bei fortgeschrittener Osteoporose zu befürchten sind. Die Therapie erfolgt über 6
bis 8 Wochen und kann jährlich wiederholt werden. Es sind aber auch andere Intervalle
möglich. Kombiniert werden sollte die Gabe von Kalzitonin unbedingt mit Kalzium.
Kalzitonine haben auch eine schmerzlindernde Wirkung. |
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Bisphosponate
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| Positive
Effekte werden kontrovers diskutiert. |
Auch
die Bisphosponate hemmen die Funktion der Osteoklasten und bewirken so einen geringeren
Abbau der Knochenmasse. Ihr Einsatz wird kontrovers diskutiert. Zwar ist unbestritten,
dass Bisphosponate einen langandauernden Effekt auf den Knochen haben, aber ob dieser
Effekt wirklich zu einer Verminderung von Knochenbrüchen führt, ist nicht allgemein
nachgewiesen. Für den Wirkstoff Etidronat z. B. wurde eine Frakturreduktion in einer
Placebo-kontrollierten Studie nachgewiesen. Die Rate der Nebenwirkungen, besonders
Magen-Darm-Unverträglichkeit, ist hoch. Top |
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