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AnnaSusanna

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Medikamentöse Behandlung bei Osteoporose

Inhaltsübersicht:
Kalzium und Vitamin D
Hormonersatztherapie
Fluoride
Kalzitonin
Bisphosponate

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Kalzium und Vitamin D
Tägliches trinken von Kalzium-Brause gehört dazu. Im Vordergrund der medikamentösen Behandlung bei Osteoporose stehen Medikamente, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen und für eine verbesserte Einlagerung von Mineralien in den Knochen führen. Um den Abbau der Knochensubstanz zu bremsen ist besonders die Gabe von Kalzium notwendig. Wieviel Kalzium notwendig ist, ist individuell unterschiedlich. Die Ausscheidung von Kalzium mit dem Urin kann gemessen werden. Danach richtet sich dann zu Zufuhr. Als Richtschnur für eine langsam voranschreitende Osteoporose kann eine Zufuhr von 1000 mg täglich gelten. Die Zufuhr muss über den Tag verteilt werden, z. B durch Kalzium-Brause.

 

Vitamin D macht Kalzium erst "brauchbar". Damit der Verdauungstrakt das Kalzium gut aufnehmen kann, wird Vitamin D benötigt. Häufig ist deshalb ein Vitamin D haltiges Medikament notwendig. Das Vitamin D muss mit der Kalziumgabe abgestimmt werden, damit es nicht zu einer Hyperkalzämie kommt. Die Einnahme von Vitamin D sollte ebenfalls so lange wie möglich durchgeführt werden.

 

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Hormonersatztherapie
Gynäkologe, Rheumatologe und Hausarzt sollten zusammenarbeiten. Ein wichtiger Bereich der Therapie bei Osteoporose ist die Hormonersatztherapie bei Frauen. Sie dient vor allem der Vorbeugung und ist, in den meisten Fällen, eng gekoppelt mit den Wechseljahren. In der Regel wird eine Kombination von Östrogenen und Gestagenen empfohlen. Es gibt eine Vielzahl von möglichen Kombinationen und Dosierungen. Auch die Form der Verabreichung, ob Tabletten, Salben, Spritzen oder Pflaster, sind vielfältig. Wichtig ist, dass die Hormonersatztherapie immer in Zusammenarbeit mit einem Gynäkologen erfolgen sollte und individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Frau abgestimmt sein muss.Es sollten außerdem regelmäßige gynäkologische Kontrollen durchgeführt werden.

 

Gesundheitliche Risiken werden durch die Hormone erheblich reduziert. Nachweislich reduzieren sich folgende Erkrankungen bei einer langfristigen Hormonersatztherapie:
  • 50 bis 60 Prozent weniger Oberschenkelhals- und Radiusbrüche
  • 90 Prozent weniger Wirbelkörperbrüche
  • 40 bis 50 Prozent weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • 30 Prozent geringere Sterblichkeit durch Herzinfarkt
  • Die typischen Beschwerden der Wechseljahre, z. B. Hitzewallungen und Hauttrockenheit werden positiv beeinflusst oder verschwinden sogar vollständig.

 

Moderne Medikamente ohne monatliche Blutungen fördern die Akzeptanz. Moderne Medikamente ermöglichen heute eine Hormonersatztherapie, bei der keine Regelblutungen mehr auftreten. Nur in einer Übergangszeit kann es noch zu einzelnen Schmierblutungen kommen. Dieser negative Effekt, den besonders ältere Frauen als sehr störend empfanden, ist nicht mehr vorhanden. Bei jüngeren Frauen mit Osteoporose sollte allerdings ein Medikament gewählt werden, das regelmäßige Blutungen ermöglicht.

 

Eine Langzeittherapie wird in vielen Fällen befürwortet. Das immer wieder angesprochene Brustkrebsrisiko durch eine Langzeittherapie mit Hormonen wird heute kontrovers diskutiert. Wenn überhaupt, so ist das Risiko nur minimal gegenüber dem normalen Risiko erhöht. Durch die sehr guten vorbeugenden Eigenschaften wird besonders die Haupttodesursache der Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Deshalb ist ein Abwägen der positiven und mögliche negative Effekte sinnvoll. Vielfach befürworten Mediziner heute sogar eine möglichst lange Hormonersatztherapie für Frauen nach den Wechseljahren. Eine ausführliche Darstellung der Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden finden Sie hier.

 

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Fluoride
Fluoride fördern den Knochenaufbau. Fluorid ist ein Spurenelement, das in vielen menschlichen Geweben zu finden ist. Es wird schon seit langer Zeit in der Therapie der Osteoporose eingesetzt. Diese Medikamente haben einen deutlich positiven Effekt auf den Knochenanbau. Das funktioniert aber nur, wenn die genau richtigen Bedingungen im Körper vorhanden sind. Deshalb müssen Fluoride immer mit Kalzium und Vitamin D kombiniert werden. Die Dosierungen müssen genau aufeinander abgestimmt sein. Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf den Verbrauch der Fluoride durch den Organismus. Deshalb sollte bei der Gabe von Fluoriden eine entsprechende Beratung und Anpassung durch den Arzt erfolgen. Nur so ist das Medikament sinnvoll einsetzbar.

 

Röntgenkontrollen sind notwendig. Die Dauer der Behandlung beträgt in der Regel 2 bis 3 Jahre. Es muss während dieser Zeit eine Röntgenkontrolle durchgeführt werden, die den Erfolg der Therapie anzeigen kann. Nach diesem Zeitraum sollte es zu einer deutlichen Verstärkung vor allem im Bereich der Wirbelsäule kommen. Die Knochen in den Extremitäten nehmen nicht so deutlich an Dichte zu. Es ist sogar möglich, dass ein erhöhtes Risiko für Brüche an den Extremitäten besteht.

 

Nebenwirkungen sind selten. Bei der Fluoridtherapie kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Sie sind zwar selten, aber dafür typisch. Am häufigsten zeigt sich eine Magen-Darm-Unverträglichkeit. Auch Gelenkschmerzen, besonders im Bereich des Fußes können zu einem Abbruch der Therapie führen.

 

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Kalzitonin
Kalzitonin hemmt den Knochenabbau. Kalzitonine hemmen die Funktion der Osteoklasten. Dadurch wird weniger Knochenmasse abgebaut. Es finden verschiedene Kalzitonine Anwendung. Die synthetisch oder aus Lachs oder Aal hergestellten Kalzitonine scheinen wirksamer zu sein, als die menschlichen. Allerdings werden die humanen Kalzitonine in der Regel besser vertragen.

 

Unverträglichkeiten kommen oft vor. Die Nebenwirkungen der Kalzitonine, z. B. Magen-Darm-Unverträglichkeit, Hitzewallungen, kommen häufig vor. Sie sollten mit dem positiven Nutzen einer Therapie abgewogen werden. Kalzitonine werden in der Regel zur Vermeidung von Wirbelkörpereinbrüchen eingesetzt, die bei fortgeschrittener Osteoporose zu befürchten sind. Die Therapie erfolgt über 6 bis 8 Wochen und kann jährlich wiederholt werden. Es sind aber auch andere Intervalle möglich. Kombiniert werden sollte die Gabe von Kalzitonin unbedingt mit Kalzium. Kalzitonine haben auch eine schmerzlindernde Wirkung.

 

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Bisphosponate
Positive Effekte werden kontrovers diskutiert. Auch die Bisphosponate hemmen die Funktion der Osteoklasten und bewirken so einen geringeren Abbau der Knochenmasse. Ihr Einsatz wird kontrovers diskutiert. Zwar ist unbestritten, dass Bisphosponate einen langandauernden Effekt auf den Knochen haben, aber ob dieser Effekt wirklich zu einer Verminderung von Knochenbrüchen führt, ist nicht allgemein nachgewiesen. Für den Wirkstoff Etidronat z. B. wurde eine Frakturreduktion in einer Placebo-kontrollierten Studie nachgewiesen. Die Rate der Nebenwirkungen, besonders Magen-Darm-Unverträglichkeit, ist hoch.

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Zur Übersicht:
Osteoporose

 


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