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AnnaSusanna

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Geburtsprobleme:
Fehllage der Plazenta (Placenta praevia)

Plazenta und Gebärmutter sind an der falschen Stelle verbunden

Bei der Placenta praevia ist der Mutterkuchens (Plazenta) an der falschen Stelle in der Gebärmutter befestigt. Normalerweise ist die Plazenta in den oberen Gebärmutterabschnitten angeheftet. Bei der Placenta praevia dagegen ist die Plazenta mit dem unteren Drittel der Gebärmutter verbunden.

 

Es kommt zur Mangelversorgung des Kindes

Das Problem, dass diese Anheftung hervorruft, ist dass Teile der Plazenta vor dem Muttermund liegen und damit auf dem Geburtsweg des Kindes ein Hindernis darstellen. Außerdem ist die Funktion des Plazenta beeinträchtigt, sodass die betroffenen Kinder häufig vor dem eigentlichen Geburtstermin mittels Kaiserschnitt entbunden werden müssen, um eine Mangelversorgung im Mutterleib zu verhindern. Gelegentlich ist allerdings auch eine normale Geburt möglich.

 

 

Eine Placenta praevia etwa bei einer von 200 Geburten vor. Das Wiederholungsrisiko bei einer weiteren Schwangerschaft beträgt aber schon 4 bis 8 Prozent.

 

Ursachen für Placenta praevia

Für die Entstehung einer Placenta praevia kommen verschiedene Ursachen infrage:

  • vorangegangene Operationen an der Gebärmutterschleimhaut (z.B. Schwangerschaftsabbruch oder Entfernung eines gutartigen Tumors)
  • vorausgegangene Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut
  • mehrere vorausgegangene Kaiserschnittentbindungen
  • höheres Alter der Schwangeren und bereits mehrere vorangegangene Geburten
  • Zwillingsschwangerschaft
  • eventuell Rauchen

 

Diagnose kann oft schon früh gestellt werden

Das Vorhandensein einer Placenta praevia wird im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Ultraschalluntersuchungen festgestellt. Eine endgültige Diagnosestellung ist durch das Wachstum der Gebärmutter jedoch erst nach Ablauf der ersten 3 Schwangerschaftsmonate möglich. Die Schwangere selbst kann während der zweiten Hälfte der Schwangerschaft gelegentlich Blutungen aus der Scheide bemerken.

 

Therapie bei Blutungen

Es besteht auch ein Risiko schwerer Blutungen, die jedoch gut behandelbar sind. Dabei kommen folgende Maßnahmen infrage:

  • stationäre Aufnahme im Krankenhaus zur Überwachung des Kreislaufs und verschiedener Blutwerte der Schwangeren (Hämoglobinkonzentration, Hämatokrit) sowie zur Überwachung des ungeborenen Kindes mit Hilfe eines Herzschlag- und Wehenschreibers (Kardiotokographie, CTG)
  • Bettruhe
  • eventuell Bluttransfusion

 

 

Kommt es vor Ablauf der 34. Schwangerschaftswoche zu Blutungen, sind unter anderem folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Bettruhe
  • Gabe von Wehen hemmenden Medikamenten
  • Verabreichung von Medikamenten zur Förderung der Lungenreifung des ungeborenen Kindes, damit es im Fall einer eventuellen Frühgeburt besser selbstständig atmen kann

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