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Entstehung und Häufigkeit
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Umfangreiche Informationen zur Krebserkrankungen bei Frauen bei MedizInfo®Krebs
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Ein häufig vorkommender, gutartiger Tumor der Gebärmutter ist das Myom. Das Myom ist der häufigste
Tumor des weiblichen Genitalbereichs überhaupt: Etwa ein Fünftel der Frauen ab dem
30. Lebensjahr sind davon betroffen sowie mehr als ein Drittel aller Frauen nach dem
50. Lebensjahr. |
Myom wird nur sehr selten bösartig
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Myome bilden sich aus übermäßig wachsenden Muskelfasern der kräftigen
Gebärmuttermuskulatur. Finden sich bei einer betroffenen Frau mehrere Myome spricht man
von einer Myomatose. Die Umwandlung in einen bösartigen Tumor ist extrem selten (weniger
als 0,5 Prozent aller Myome). |
Myome wachsen in verschiedene Richtungen
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Myome entstehen meistens im Gebärmutterkörper.
Seltener ist der Gebärmutterhals betroffen. Je
nach Wachstumsrichtung werden Myome eingeteilt in:
- intramural Myome: Wachstum innerhalb der Muskelwand
- submuköse Myome: Wachstum in Richtung Uterushöhle
- subseröse Myome: Wachstum in der Außenschicht unter der Serosa
- intraligamentäre Myome: Wachstum zwischen den beiden Blättern des Ligamentum latum
uteri des breiten Mutterbandes
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Symptome
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Veränderungen der Regelblutung
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Nicht immer verursachen Myome Beschwerden. Es kann aber zu einer
verlängerten bzw. verstärkten Menstruation kommen. Dabei kann die Blutung in
Einzelfällen über 14 Tage anhalten und auch unabhängig vom Zyklus auftreten. Die Folge dieser verstärkten
Blutungen wäre eine sekundäre Anämie.
Die Regelblutungen können auch schmerzhaft sein (Dysmenorrhö). |
Blase und Darm können betroffen sein
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Durch das Größenwachstum von Myomen kann es zu Drucksymptome im Bereich
der Nachbarorgane kommen. Das sind insbesondere Schmerzen. Es können aber auch
Beschwerden bei der Blasenentleerung auftreten, wie z. B. Pollakisurie, was eine häufige
Harnentleerung von kleinen Mengen bedeutet. Es kann auch zu Verstopfung kommen. In seltenen
Fällen verursacht ein Myom auch einen Darmverschluss. |
Probleme in der Schwangerschaft
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In der Schwangerschaft kommt es oft zu einer vorübergehende
Größenzunahme des Myoms. Myome können das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Bei der
Geburt kann es, je nach Lage und Größe des Myoms, auch zu einem Geburtshindernis werden. |
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Diagnostik und Therapie
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Regelmäßige Kontrolle der Größe
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Die Diagnose eines Myoms wird in der Regel durch die Kombination aus
körperlicher und Ultraschalluntersuchung gestellt. Ob eine Therapie des Myoms
erforderlich ist, richtet sich danach, ob eine Betroffene Beschwerden hat, oder nicht.
Bestehen keinerlei Beschwerden, ist auch keine Behandlung notwendig. Allerdings sollten
regelmäßige Ultraschalluntersuchungen erfolgen, um eine eventuelles Größenwachstum
erkennen zu können. |
Medikamente stoppen das Wachstum
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Bei Beschwerden wie z. B. Schmerzen kann medikamentös oder operativ
behandelt werden. So lässt sich das Wachstum eines Myoms durch die regelmäßige Einnahme
bestimmter Hormonpräparate (Gestagene) bremsen. Auch eine Verkleinerung durch diese
Medikamente ist möglich. |
Große Myome sollten operativ entfernt werden
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Eine operative Therapie ist bei großen Myomen empfehlenswert,
insbesondere wenn sie Beschwerden wie Schmerzen sowie Störungen beim Wasserlassen und der
Stuhlentleerung verursachen. Auch zu erahnende Komplikationen während einer für die
Zukunft geplanten Schwangerschaft sind möglich. Kleinere Myome können durch die Scheide
operiert werden, bei größeren erfolgt der operative Zugang in der Regel durch die
Bauchdecke. Bei sehr großen Myomen und bei Frauen, die sicher nicht mehr schwanger werden
wollen (z.B. ältere Patientinnen), kann die Gebärmutter auch komplett entfernt werden.
Diese Maßnahme schützt zusätzlich vor der späteren Entstehung bösartiger
Gebärmuttertumoren.
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