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Teratom

Tumoren des Eierstocks können unter anderem aus den darin enthaltenen Keimzellen hervorgehen. In diesem Fall spricht man von Keimzelltumoren. Ein solcher Keimzelltumor ist das Teratom.

 

Gutartiger Tumor aus den Keimzellen

So genannte reife Teratome sind gutartige Tumoren, die unterschiedliche Gewebeelemente enthalten können: Nervengewebe, Fettgewebe, Knochen, Knorpel, Darmschleimhaut und selten Schilddrüsengewebe. Es kann sogar vorkommen, dass in einem reifen Teratom ein deutlich erkennbarer Zahn enthalten ist. Auch das Vorkommen von Haut, Haaren sowie Talg- und Schweißdrüsen ist möglich. Teratome können in einem Eierstock auftreten oder gleichzeitig auf beiden Seiten.

 

Beschwerden

Beschwerden ergeben sich meist durch eine Größenzunahme des Teratoms. Es kann zu Schmerzen sowie durch den Druck auf Nachbarorgane zu Störungen beim Wasserlassen und bei der Stuhlentleerung kommen. Zudem kann ein Tumor dazu führen, dass sich der betroffene Eierstock verdreht und dann nicht mehr gut durchblutet wird. Dies führt zu erheblichen Schmerzen.

 

Diagnostik

Bei der meist aufgrund der Schmerzen eingeleiteten Diagnostik lässt sich zunächst ein weicher Tumor im Bereich eines oder beider Eierstöcke tasten. Auch mittels einer Ultraschalluntersuchung lässt sich der Tumor erkennen. Auf einer Röntgenaufnahme des Beckens kann der im Zahngewebe enthaltene Kalk auffallen. Letzte diagnostische Gewissheit erbringt die feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe. Diese wird am ehesten unter lokaler Betäubung mittels Punktion durch die Gebärmutter hindurch gewonnen.

 

Ausschälung des Teratoms

Da es sich bei Teratomen in der Regel um gutartige Tumoren handelt, ist eine Ausschälung des Tumors im Rahmen einer Bauchspiegelung ausreichend. Die Gutartigkeit muss allerdings vorab in jedem Fall durch eine feingewebliche Untersuchung gesichert worden sein.

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