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Untersuchung
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| Ein Tropfen Blut sagt alles |
Die
Bestimmung des Blutzuckerspiegels ist die wichtigste Untersuchung zur Diagnose der
Zuckerkrankheit. Diese Untersuchung ist sehr einfach durchführbar. Dazu ist nur ein
winziger Tropfen Kapillarblut, der meistens aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen
entnommen wird, notwendig. Diese Methode wird mit elektronischen Messgeräten vorgenommen.
Sie ist sehr einfach und wird von Diabetikern zu Selbstkontrolle angewandt. Der kleine
Blutstropfen wird auf einen Glukosestreifen gegeben, der dann in das Gerät gelegt wird.
Das Gerät zeigt dann den Wert an. |
| Blutzucker nüchtern messen |
Weil
die Nahrungsaufnahme den Blutzuckerspiegel stark beeinflusst, sollte der Blutzuckerspiegel
nüchtern (12 Stunden nach der letzten Mahlzeit) gemessen werden. Der zeitliche Abstand
zur letzten Mahlzeit ist sehr wichtig. Bei kohlenhydratreichem Essen, z. B. Nudeln,
können Blutzuckerwerte von bis zu 220 mg/dl gefunden werden. Trotzdem ist der Betreffende
nicht zuckerkrank. |
| Auch bei Gesunden ist messen des Blutzuckers sinnvoll |
Generell
sollte jeder Mensch gelegentlich auf das Vorliegen einer Zuckerkrankheit getestet werden.
Dies ist sinnvoll, da frühe Stadien des Diabetes mellitus häufig keinerlei Beschwerden
verursachen, wobei in diesen Stadien bereits erste Folgeschäden auftreten können. |
| Ab 45 Jahren regelmäßige Kontrolle |
Im
Allgemeinen gilt, dass bei sonst gesunden Personen ab einem Alter von 45 Jahren
einmalig der Blutzuckerspiegel gemessen werden sollte. Ist der erhobene Wert unauffällig,
kann die nächste Untersuchung nach Ablauf von 3 Jahren angesetzt werden. |
| Blutzucker messen bei Menschen unter 45 Jahren |
Bei
jüngeren Personen wird die Blutzuckerspiegelmessung bereits früher durchgeführt, wenn
eines oder mehrere der folgenden Risikomerkmale vorliegen:
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Werte
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Der
normale (Nüchtern-)Wert liegt bei 60-100 mg/dl. Nach dem Essen steigt der Wert
üblicherweise bis 140 mg/dl an. Übersteigt der Wert die Grenze von 180 mg/dl, schaffen
es die Nieren nicht mehr, sämtliche Glukose auszufiltern, und Glukose wird auch im Urin nachweisbar (Glukosurie). Die
Nierenschwelle kann persönlich unterschiedlich sein. Um eine aussagefähige Kontrolle
möglich zu machen, muss erst die persönliche Nierenschwelle ermittelt werden. |
| Nichtdiabetiker
bei Werten unter 110 mg/dl |
Ein
nüchtern gemessener Blutzuckerwert von 100-120 mg/dl gilt als Grenzbereich, über 120
mg/dl wird von einem diabetischen Blutzuckerwert gesprochen. Wird mehrfach ein Wert über
120 mg/dl gemessen, so ist der Betroffene zuckerkrank. Nur wer einen Blutzuckerwert unter
110 mg/dl hat, gilt als Nichtdiabetiker. Diese Werte sind vor allem deshalb so niedrig
angesetzt, weil insbesondere beim Typ-2-Diabetes die Diagnose häufig erst nach Jahren
gestellt wird. In dieser Zeitspanne, in der der Diabetes unbehandelt blieb, haben sich
häufig schon Folgeschäden entwickelt. Je früher die Blutzuckerwerte auf einen normalen
Wert eingestellt werden, desto geringer ist die Gefahr für Folgeschäden. |
| Tabellenübersicht
für Blutzuckerwerte bei Gesunden und bei Diabetikern |
| Gesunde
nüchtern |
Diabetiker
nüchtern |
Diabetiker
1 Stunde nach dem Essen |
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Kapillarblut
55-100 mg/dl
Venenblut 55-100 mg/dl
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Kapillarblut
über 120 mg/dl
Venenblut über 120 mg/dl
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Kapillarblut
über 200 mg/dl
Venenblut über 180 mg/dl
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| Therapieziel
für die Nüchternglukose bei Diabetes: |
bis 50 Jahre: unter 110 mg/dl
über 50 Jahre: unter 150 mg/dl |
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Gelegentlich werden die Werte nicht in der Einheit mg/dl
angegeben, sondern in der Einheit mmol/Liter.
Dabei gilt:
100 mg/dl= 5,6 mmol/Liter
1,0 mmol/Liter= 17,9 mg/dl |
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| Hypoglykämisches
Koma |
Ein
hypoglykämisches Koma tritt ein, wenn es zu einem sehr starken Blutzuckerabfall (meistens
in Folge einer Überdosierung von Insulin) kommt. Außerdem kann die Unterzuckerung
auftreten bei:
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| Diabetisches
Koma ist lebensbedrohend |
Bei
einer Überzuckerung kann ein Diabetische Koma auftreten. Dabei können Blutzuckerwerte
von bis zu 1000 mg/dl gemessen werden. Das Diabetische Koma ist ein schwerer,
lebensgefährlicher Vorfall für den Menschen. |
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Folgen
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| Tages-
und Wochenschema aufstellen |
Wichtig
ist, dass bei einem erhöhten Blutzuckerwert die Messungen mehrfach wiederholt werden. Das
sollte möglichst zu unterschiedlichen Tageszeiten geschehen. Dabei wird dann genau Buch
geführt, um nach Möglichkeit die Entwicklung der Werte über einen Tag und über eine
Woche festzustellen. |
| Harnzucker
kontrollieren |
Eine
wichtige Untersuchung zur Ergänzung ist die Untersuchung des Urins auf Zucker. Dieser lässt sich
nachweisen, sobald die individuelle Nierenschwelle überschritten wurde (s.o.). Für diese
Untersuchung genügt die Anwendung eines Teststreifens. |
| Glukosetoleranz
feststellen |
Werden
nur gering erhöhte Blutzuckerwerte nachgewiesen, so wird oft ein Glukosetoleranztest durchgeführt. Mit diesem
Test wird die Funktionsfähigkeit der B-Zellen der Bauchspeicheldrüse überprüft. |
| Langzeitwerte
zur Therapiekontrolle ermitteln |
Oft
ist es sinnvoll, die Entwicklung der Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum zu
betrachten. Dazu wird in einem speziellen Labortest die Höhe des HbA1c festgestellt. Dieser Wert zeigt an, ob in den letzten
3-4 Wochen der Blutzuckerwert durchschnittlich normal oder erhöht war. |
| Andere
Erkrankungen ausschließen |
Werden
erhöhte Blutzuckerwerte festgestellt, müssen alle oben schon genannten Erkrankungen, bei
denen ein erhöhter Blutzuckerspiegel möglich ist, diagnostisch ausgeschlossen werden. |
| Einstellung
des Blutzuckers bei Diabetikern |
Bei
Diabetikern wird der Blutzucker mit Hilfe von Medikamenten (Antidiabetika), der Gabe von
Insulin oder durch eine gezielte Diät eingestellt. Als gut eingestellt gilt:
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Nüchtern |
nach dem
Essen |
| Diät/Antidiabetika |
unter 120 mg/dl |
unter 160 mg/dl |
| Insulin/Erwachsene |
unter 140 mg/dl |
unter 180 mg/dl |
| Insulin/Kinder |
unter 160 mg/dl |
unter 200 mg/dl |
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