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Hämorrhoidenoperationen

Inhaltsübersicht:
Klassische Verfahren
Stapler-Operation

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Klassische Verfahren

Die Standardmethode nach Milligan-Morgan wird immer noch am häufigsten angewandt.

Operative Maßnahmen zur Entfernung von Hämorrhoiden sollen ausschließlich von erfahrenen Enddarmspezialisten (Proktologen) durchgeführt werden. Bei Hämorrhoiden 2.-4. Grades kommt in den meisten Fällen die Standardmethode nach Milligan-Morgan (1937) zur offenen Entfernung von Hämorrhoiden zur Anwendung. Sie wird auch "Drei-Zipfel-Methode" genannt. Sie wird angewandt, wenn sich klar umschriebene Einzelknoten (meistens drei) gebildet haben. Bei einer nicht klar abgrenzbaren Schwellung und Knotenbildung wird häufig die geschlossene Entfernung nach Parks (1956) durchgeführt, um die empfindliche Haut des Analkanals so wenig wie möglich zu schädigen.

 

Heftige Schmerzen lassen sich  nicht vermeiden.

Eine Verletzung des empfindlichen Anoderms nach diesen Methoden ist nicht zu vermeiden. Es können sich Vernarbungen bilden, die bis zu ihrer Ausheilung sehr schmerzhaft sind. Nicht selten kommt es auch zur Entwicklung einer Inkontinenz, denn das Anoderm ist wichtig für eine gute Funktionsfähigkeit der unwillkürlichen Schließmuskulatur (vgl. Anatomie und Physiologie des Enddarms). Der Klinikaufenthalt bei den klassischen Operationstechniken beträgt 5 bis 10 Tage.

 

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Stapler-Operation

Neues Verfahren ist eine Alternative.

Es gibt eine Alternative zu den klassischen Operationsverfahren. Mit Hilfe eines Klammernahtgerätes, des Staplers, können Hämorrhoiden schmerzarm und schonend operativ entfernt werden. Diese Methode wurde seit 1993 von Dr. Longo kontinuierlich entwickelt. In Deutschland ist die Methode noch weitgehend unbekannt. Sie wird nur in einigen wenigen chirurgischen Kliniken angewandt.

 

Die Durchführung ist schnell und einfach.

Bei der Stapler-Operation wird zunächst der Schließmuskel mit einem Analdehner gedehnt. Dann wird über der Sägezahnlinie eine sogenannte Tabaksbeutelnaht gesetzt. Die Schleimhaut des Enddarms ist an dieser Stelle schmerzunempfindlich. Der eingezogene Faden wird so gesetzt, dass er später zusammengezogen werden kann, eben wie bei einem Tabaksbeutel. Dann wird der Stapler eingeführt. Er stanzt oberhalb des empfindlichen Anoderms im Darm rundherum eine dünne Schicht Schleimhaut aus. Dadurch und durch die zusammengezogene Tabaksbeutelnaht wird die restliche Schleimhaut straffer. Die Hämorrhoiden werden kopfwärts gezogen und durch die Naht dort fixiert. Durch die Straffung wird auch die Blutzufuhr in das Schwellpolster verringert.

 

Nur 2 bis 4 Tagen Klinikaufenthalt.

Durch diese neue Technik bleibt das komplexe Gefüge des Enddarms unbeschädigt. Die Operation dauert nur wenige Minuten und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Nach der Operation wird die Durchführung von Sitzbädern und die kurzfristige Gabe eines Abführmittels empfohlen. Das Abführmittel ist nur wenige Tage erforderlich. Dadurch soll das Pressen beim Stuhlgang und die Bildung von hartem Stuhl vermieden werden. Schmerzmittel können erforderlich sein. Der Klinikaufenthalt beträgt nur zwei bis vier Tage.

 

Einen Bericht über Erfahrungen mit der "Stapler-Operation" finden Sie hier (.pdf).

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