Sennespflanze - Pflanzliche Hilfe bei ernsthafter Verstopfung

Sennespflanze Die Früchte und Blätter der Sennespflanze enthalten die so genannten Sennoside, die ihre abführende Wirkung gut verträglich und zuverlässig lokal am Ende des Dickdarms entfalten. Insgesamt wirken Sennoside:
  • laxierend: abführend
  • peristaltikanregend: Die Darmbeweglichkeit wird angeregt.
  • antiabsorbtiv: Die Abgabe von Natrium und Wasser aus dem Darm wird gehemmt, so dass mehr Wasser im Darm bleibt und der Stuhl feucht gehalten wird.
  • hydragog: Der Einstrom von Wasser und Elektrolyten in den Darm wird gefördert.

 

Anwendung

Empfohlen wird die Anwendung der Sennespflanze als stimulierendes Abführmittel bei einer ernsthaften Verstopfung, wenn eine Ernährungsumstellung und Quellmittel nicht die erwünschte Wirkung gezeigt haben.

Außerdem kann eine Anwendung sinnvoll sein bei:

  • Erkrankungen, bei denen ein weicher Stuhl wünschenswert ist, z. B. bei Hämorrhoiden, Analfissuren oder nach rektal-analen Operationen.
  • Reinigung des Darms vor und nach Operationen im Bauchraum oder vor Röntgenuntersuchungen.

 

Kontraindikationen

Nicht angewandt werden sollte die Sennespflanze bei:

 

Nebenwirkungen

Bei korrekter Anwendung treten nur selten Nebenwirkungen auf. Vereinzelt kann es zu krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden kommen, die durch eine niedrigere Dosierung behoben werden können. Außerdem kann es in Einzelfällen auch zu allergischen Reaktionen wie Juckreiz, Nesselsucht und Hautausschlag kommen. Manchmal zeigt sich bei längerer Anwendung eine harmlose Rotfärbung des Urins.

 

Wechselwirkungen

Eine Langzeitanwendung sollte nicht erfolgen. In der Regel ist eine Anwendung von 1 bis 2 Wochen ausreichend. Bei Missbrauch kann es zu einem Kaliummangel kommen. Der Kaliummangel verstärkt die Wirkung bestimmter Medikamente, wie Herzglykoside (gegen Herzschwäche) und Antiarrhythmika (gegen Herzrhythmusstörungen). Außerdem können die Verluste von Kalium verstärkt werden durch bestimmte Medikamente wie Thiaziddiuretika, Nebenierenrindensteroide (Kortisonpräparate) und Süßholzwurzel.

 

Dosierung

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Die Dosierung sollte die Tagesdosis von 30 mg des Wirkstoffes nicht überschreiten. Wichtig und sinnvoll ist eine individuelle Dosierung, die so niedrig gehalten werden sollte, dass der Stuhl eine weiche Konsistenz erhält. Durchfall oder sehr dünnflüssiger Stuhl ist ein sicheres Zeichen für eine zu hohe Dosierung oder zu häufige Anwendung.

 

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Die Sennespflanze wird in verschiedenen Darreichungsformen angeboten, z. B. als Tabletten oder Tee. Tees sollten als Kaltaufguss angewandt werden, da er besser verträglich ist.

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