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Hämatologie - Erkrankungen des Blutes

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Das Knochenmark

Knochenhaut

Ein Knochen ist von außen nach innen folgendermaßen aufgebaut: Die Knochenhaut - auch Periost genannt - bildet die äußere Schicht des Knochens. Sie ist reich an Blutgefäßen und Nerven, die das innere des Knochens versorgen.

 

Spongiosa

Die Knochensubstanz selbst besteht aus einem schwammartigen Gerüst feiner Knochenbälkchen, das auch Substantia spongiosa oder kurz Spongiosa genannt wird. Diese Knochenbälkchen sind im Knochen so verteilt, dass sie entsprechend den jeweiligen Anforderungen die höchste Biegefähigkeit des Knochen gewährleisten. Dadurch konzentrieren sie sich vermehrt an den Außenseiten und lassen in der Mitte häufig Raum für ein lebenswichtiges Organ, das Knochenmark.

 

Knochenmark

Das Knochenmark liegt in der Markhöhle zwischen den Bälkchen der Spongiosa, im inneren schwammartigen Knochengerüsts unserer Knochen. Es besteht aus einem netzartigen Geflecht von Bindegewebe, in dem die blutbildenden Zellen liegen. Durchzogen wird das Knochenmark von Blutgefäßen, durch welche die reifen Blutzellen in den Blutkreislauf gelangen.

 

Blutbildung

Beim Säugling findet die Blutbildung noch im Knochenmark des gesamten Skeletts statt, im Laufe der Entwicklung wird jedoch das blutbildende "rote" Mark der langen Röhrenknochen zunehmend durch Fettmark ("gelbes Mark") ersetzt. Schließlich macht das Fettmark etwa 50 Prozent der Masse des Knochenmarks aus. Beim Erwachsenen findet die Blutbildung dann nur noch in den flachen Knochen des Kopfes, des Beckens, des Brustbeins, der Rippen und Wirbelkörper sowie in den proximalen (stammwärts gerichteten) Enden der Knochen des Oberarms und Oberschenkels statt.

 

Ausdehnung des roten Marks

Bei Erkrankungen, die mit einem chronisch erhöhten Zellbedarf einhergehen, kann sich das rote, blutbildende Mark auf Kosten des gelben Fettmarks ausdehnen. Bei bestimmten Erkrankungen, z. B. der chronisch myeloische Leukämie (CML), findet die Blutbildung sogar in Leber und Milz statt.

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