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Hämatologie - Erkrankungen des Blutes

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Anatomie und Physiologie des Blutes
Diagnostik in der Hämatologie

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Diagnostisches Vorgehen bei hämatologischen Erkrankungen

Anamnese

Bei Verdacht auf eine Erkrankung des Blutes gibt es eine sinnvolle Abfolge von Untersuchungen, denen sich der Betroffene unterziehen sollte. An erster Stelle steht - wie das bei allen Arztbesuchen wichtig ist - die Schilderung der Krankengeschichte und der aktuellen Beschwerden.

 

Körperliche Untersuchung

Danach sollte eine umfassende körperliche Untersuchung durchgeführt werden. Zunächst achtet der Arzt darauf, ob die Farbe der Haut oder Schleimhaut verändert ist und ob Beläge auf der Zunge oder Schleimhaut oder Geschwüre in der Mundhöhle bestehen. Dann werden die Lymphknoten am Hals, unter der Achsel und in der Leiste untersucht, um festzustellen, ob Lymphknotenschwellungen bestehen. Nicht jede Lymphknotenschwellungen ist gleich. Sie können von weicher, derber oder steinharter Konsistenz, schmerzhaft oder nicht schmerzhaft, verschieblich oder unschieblich sein. Besondere Beachtung findet die Untersuchung der Milz. Die Milz ist normalerweise nicht zu tasten. Bei hämatologischen Erkrankungen ist sie aber oft vergrößert und in einem solchen Fall auch tastbar. Natürlich sollte auch bei Verdacht auf eine hämatologische Erkrankung eine allgemeine körperliche Untersuchung aller übrigen Organe stattfinden.

 

Blutbild

Laboruntersuchung des Blutbilds und Blutgerinnungstests geben in sehr vielen Fällen Aufschluss über eine hämatologische Erkrankung. Eine umfangreiche Darstellung labortechnischer Untersuchungsmöglichkeiten und ihre Interpretation finden Sie im Bereich MedizInfo®Labormedizin/Hämatologie.

 

Punktion des Knochenmarks

In manchen Fällen liefert eine Untersuchung des Blutes keine ausreichenden Erkenntnisse, weil nicht alle Zellbestandteile aus dem blutbildenden Knochenmark ausgeschwemmt werden. Dann ist eine Knochenmarkpunktion erforderlich, die ein genaueres Bild in den Prozess der Blutbildung (Hämatopoese) ermöglicht.

 

Je nach Ergebnis können zusätzliche immunologische und molekulargenetische Untersuchungen notwendig werden.

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