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Narben und Narbenbehandlung:
Drucktherapie

Der Stoffwechsel im Narbengewebe wird verlangsamt.

Bei der Druck- oder Kompressionstherapie wird über Verbände kontinuierlich ein leichter Druck von etwa 20 bis 30 mmHg auf die Narbe ausgeübt. Durch den Druck ist die Durchlässigkeit der feinen Kapillaren herabgesetzt und die Durchblutung vermindert. Der Stoffwechsel im Narbengewebe wird verlangsamt. Das führt zu einer verbesserten Ausreifung der kollagenen Fasern. Das Narbengewebe geht zurück. Die Narbe wird glatt und elastisch.

 

Die Therapie kann zwischen 6 Monaten und 2 Jahren dauern

Mit der Drucktherapie werden vor allem großflächige Narben, insbesondere nach Verbrennungen, die zu hypertropher Narbenbildung und Narbenkontrakturen neigen, erfolgreich behandelt. Auch bei Keloiden wird die Drucktherapie angewandt. Die Anwendung erfolgt bei schon bestehenden Narben, oder auch zur Vorbeugung, etwa bei einer erblichen Veranlagung, auffällige Narben (hypertrophe Narben, Keloide) zu entwickeln, oder aber nach großflächigen Verbrennungen und Verätzungen. Je nach Ort und Größe der zu behandelnden Narbe können dabei spezielle Bandagen oder eigens auf den Körper angepasste Kompressionskleidung, etwa Jacken, Hosen, Ganzkörperanzüge, Handschuhe, Socken, Ohrclips etc. zur Anwendung kommen. Die Kompression muss kontinuierlich über 24 Stunden getragen werden. Weil sich die Reduktion des Narbengewebes nur langsam vollzieht, dauert eine Kompressionsbehandlung zwischen 6 Monaten und 2 Jahren. Das ist individuell ganz unterschiedlich.

 

Die Drucktherapie kann mit anderen Formen der Narbentherapie kombiniert werden, etwa mit einer Silikonbehandlung. Es gibt auch Silikonpflaster, die eine Abdichtung der Wunde bewirken und gleichzeitig das Prinzip der Drucktherapie anwenden. Auch diese Therapie ist häufig über Monate erforderlich.

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