Aktuell: Online-Narbentest

Test zur Behandlung Ihrer Narben

Haut und Haar

 

Akne
Allergien
Berufsdermatosen
Anatomie
Bakterien
Erbkrankheiten
Haare
Haarausfall - Alopezie
Kleidung
Nagel
Narben und Narbenbehandlung
Neurodermitis
Parasiten, Ungeziefer, Insekten
Hautpilze
Psoriasis
Sexuell übertragene Erkrankungen
Sonne, Hitze, Kälte
Symptome
Talg- und Schweißdüsen
Tattoos und Piercing
Bösartige Tumore
Gutartige Tumore
Verhornungsstörungen
Viren
Vitiligo
Wundmanagement

Alternative Behandlungsmethoden bei Neurodermitis

Alternative Methoden sind hilfreich - sie haben aber auch ihre Grenzen

Viele Betroffene bevorzugen statt den "herkömmlichen" Medikamenten der Schulmedizin Präparate pflanzlicher Herkunft oder sie verwenden alternative Präparate zusätzlich. Sie sollten aber bedenken, dass es auch bei pflanzlichen Medikamenten zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann. Deshalb ist es empfehlenswert, die Behandlung mit dem Arzt abzusprechen. Um unnötige Beschwerden und Komplikationen oder eine Chronifizierung bei einer schweren Neurodermitiserkrankung zu vermeiden, kann oft auf die "klassischen" Präparate, wie z. B. Kortison, nicht verzichtet werden.

 

Zur Behandlung der Neurodermitis lassen sich einige pflanzliche Präparate sinnvoll einsetzen. Dabei wird zwischen Medikamenten zur äußerlichen und zur innerlichen Anwendung unterschieden.

 

Äußerlich angewandte pflanzliche Präparate können entzündungshemmend und keimabtötend sein und das Immunsystem stärken

Für die äußerliche Anwendung kommen beispielsweise infrage:
  • Hamamelis-virginiana-Extrakt in Salben und Cremes: Dieser Wirkstoff wirkt hautberuhigend, keimabtötend und entzündungshemmend und ist aufgrund dieser Eigenschaften bei Neurodermitis sehr nützlich.
  • Kamillenextrakt, Kamillensalbe: Die Wirkung der Kamille besteht in erster Linie in einer Entzündungshemmung. Im Reagenzglas ließ sich außerdem ein keimabtötender Effekt nachweisen.
  • Dulcamarae stipites: Es handelt sich um ein Präparat aus den Stengeln eines Nachtschattengewächses. Als Wirkungen ließen sich eine Entzündungshemmung, die Dämpfung allergischer Reaktionen sowie eine Juckreizstillung nachweisen.
  • Echinacea: Es wird der Presssaft des frisch blühenden Echinaceakrautes verwendet. Dieser hat zahlreiche Effekte auf das Immunsystem: Unterstützung des Immunsystems bei der Vernichtung von Viren und Bakterien wie auch Tumorzellen, Stimulation des Immunsystems in mehreren Bereichen. Außerdem weist Echinacea selbst eine virenabtötende Wirkung auf. Weitere Infos hier.

 

Vorsicht vor verstecktem Kortison

Auch chinesische Kräuter werden für die Behandlung verschiedener Hautkrankheiten empfohlen. Allerdings wurde in einer Untersuchung festgestellt, dass einige der auf dem Markt befindlichen Präparate Kortison enthalten.

 

Vorsichtsmaßnahmen sind bei der traditionellen chinesischen Kräutertherapie notwendig

Für die innerliche Anwendung stehen im Wesentlichen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
  • Nachtkerzensamenöl: Durch die Einnahme von Nachtkerzensamenöl wird die körpereigene Produktion entzündungshemmender Substanzen angeregt. Allerdings sind bisher durchgeführte Untersuchungen über die Wirksamkeit bei Neurodermitis widersprüchlich.
  • Traditionelle chinesische Kräutertherapie: Die verwendeten Präparate bestehen aus 10 verschiedenen Kräutern. Eine gute Wirksamkeit bei Neurodermitis konnte in Studien nachgewiesen werden. Der Effekt besteht in einer Besserung der Krankheitszeichen Entzündung und Juckreiz. Weiterhin wurden keimabtötende Eigenschaften sowie die Dämpfung allergischer Reaktionen nachgewiesen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass bei der Verwendung der traditionellen Kräutertherapie bereits schwere Leberschäden beobachtet worden sind. Daher ist es ratsam, diese Behandlung nur kurzfristig durchzuführen und während dieser Zeit die "Leberwerte" im Blut zu kontrollieren.

 

Bei vielen angewandten Verfahren fehlt der Beleg der Wirksamkeit

Es liegen außerdem Berichte über die Anwendung homöopathischer Medikamente bei Neurodermitis vor (Calcarea, Kalium sulf., Pulsatilla, Natrium muriaticum, Phosphorus silicea, Staphisagria). Die Wirksamkeit konnte bisher wissenschaftlich noch nicht hinreichend bewiesen werden. Auch für weitere Verfahren (Bioresonanz, Eigenbluttherapie, Kinesiologie, Akupunktur) fehlen bisher ausreichende wissenschaftliche Belege für eine hinreichende Wirksamkeit. Genauere Informationen sind u. a. erhältlich über die Internetseite des "National Center of Complementary Medicine" in London.

 

Vorsicht vor falschen Versprechungen

Leider kommt es auch immer wieder vor, dass Geschäfte mit dem Leiden der Betroffenen gemacht wird, ohne dass sich ein Behandlungserfolg zeigt. Bis heute gibt es keine Behandlung, die eine Neurodermitis völlig heilt. Deshalb ist Vorsicht immer geboten, wenn:
  • eine dauerhafte Heilung versprochen wird
  • extrem komplizierten Anwendungshinweisen. So besteht immer die Gefahr, dass Sie selbst Schuld sind, wenn die Behandlung nicht wirkt.

Top

Zur Übersicht
Neurodermitis - Atopisches Ekzem

MedizInfo®Shop / ServiceCenter


MedizInfo®Homepage
Zur Homepage

Zur Startseite
Haut und Haar