Die Haut ist das größte
Organ des Menschen und hat vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Sie bietet Schutz vor
schädigenden Umwelteinflüssen und beinhaltet den Tastsinn, das Schmerz-, Wärme- und
Kälteempfinden. Die Haut kann sogar Gefühle ausdrücken. Durch ihren direkten Kontakt
mit der Außenwelt ist die Haut vielen schädigenden Einflüssen ausgesetzt.
Hauterkrankungen nehmen immer mehr zu. Sie sind vielfach nicht nur unangenehm und sehen
häufig nicht sehr schön aus, sie können auch weitreichende Folgen auf Körper und Geist
haben.
Aufbau der Haut
Die Haut ist nicht nur ein Schutzwall gegenüber der Außenwelt, sondern auch ein hoch
spezialisiertes Sinnesorgan. Das wird auch an ihrem komplizierten Aufbau deutlich.
Haarausfall - Alopezie
Es ist wie ein Ritual. Jeden Morgen schauen Millionen Menschen kritisch in den Spiegel.
Wie viel Haar habe ich in dieser Nacht verloren? Haare sind uns wichtig. Sie verkörpern
Attraktivität, Jugendlichkeit und Vitalität. Nahezu jeder zweite Mann und fast ebenso
viele Frauen sind betroffen. Bei 90 Prozent der betroffenen Männer beginnt Haarausfall
schon mit 20 bis 25 Jahren an Stirn und Schläfen und setzt sich dann auf dem Schädeldach
an der Tonsur fort. Schließlich bleibt nur ein Haarkranz über den Ohren und am
Hinterkopf übrig. Bei Frauen kommt es dagegen meistens zu einer Ausdünnung des Haares.
Ob erblich bedingter Haarausfall oder kreisrunder Haarausfall oder besondere Formen der
Alopezie - Haarausfall ist ein Problem, das Millionen Menschen betrifft und leiden lässt.
Haare und Haarerkrankungen Ob lang oder kurz, glatt oder lockig. Haare werden als sichtbares Zeichen einer
gepflegten Erscheinung verstanden. Sind unsere Haare "krank", leidet deshalb vor
allem die Psyche.
Allergien
Allergien nehmen immer mehr zu. Besonders bei Kindern steigt die Zahl der Betroffenen
ständig. Dabei sind die Reaktionen, die durch verschiedene Stoffe ausgelöst werden
können, außerordentlich vielseitig. Sie reichen von einfachen Rötungen über Pustel und
Blasen bis hin zu lebensbedrohenden großflächigen Ablösungen der Haut. Allergien
betreffen bei weitem nicht nur die Haut und die Schleimhäute. Nahezu alle Organsysteme
können betroffen sein.
Neurodermitis
Quälender Juckreiz, gerötete und geschwollene Hautbereiche, aufgekratzte Bläschen und
trocknender Schorf - das sind die Kennzeichen der Neurodermitis, bzw. des atopischen
Ekzems. Nicht die Psyche ist verantwortlich, sondern eine erbliche Veranlagung. Das
atopische Ekzem ist eine der häufigsten Hauterkrankungen, von der vor allem Kinder, aber
auch in steigendem Maße Erwachsene betroffen sind. Die Zahl der Betroffenen ist in den
letzten Jahren stark gestiegen. Hautkrankheiten lassen sich nicht einfach verbergen. Jeder
kann sie sehen und viele Menschen wenden sich von den Betroffenen ab, weil sie Angst vor
einer Ansteckung haben. Scham und Minderwertigkeitsgefühle können so in die Isolation
führen. Aufklärung ist deshalb, neben der fachgerechten und langanhaltenden
medizinischen Hilfe ein wichtiges Mittel, der Krankheit zu begegnen.
Berufsdermatosen
Harmlos und unscheinbar ist der Beginn. Die Hände sind z. B. gerötet und es bilden sich
trockene, schorfige Stellen zwischen den Fingern. Am Ende kann sich eine allergische
Hauterkrankung entwickeln, die viele Menschen zwingt, ihren Beruf aufzugeben.
Berufsbedingte Hauterkrankungen sind weit verbreitet und werden häufiger als jede andere
Berufskrankheit bei den Berufsgenossenschaften gemeldet.
Akne "Pickel und Mitesser gehören zum Erwachsen werden dazu..", ja , ja.
Aber sie sind ganz schön nervig und so richtig damit abfinden mag sich niemand. Gibt es
denn nichts, was man dagegen tun kann?
Hauterkrankungen durch Bakterien
Auf gesunden Haut eines Erwachsenen leben ungefähr eine (1) Billion Mikroorganismen. Die
sind ganz friedlich und machen uns nicht krank. Ist aber das Immunsystem geschwächt oder
sind in der Haut Risse entstanden, ist das Gleichgewicht gestört. Dann können Bakterien
in tiefere Hautschichten eindringen und dort zu Infektionen führen.
Hauterkrankungen durch Viren
Viren sind die klassischen "Schmarotzer". Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel,
wie z. B. die Bakterien. Um sich zu vermehren benutzen die Viren einfach den Stoffwechsel
in den Körperzellen eines "Wirtes". Normalerweise ist die Haut gut gegen das
Eindringen von Viren geschützt. Ist aber das Immunsystem eines Menschen geschwächt,
haben Viren die Chance, in den Körper einzudringen. Viele bekannte Hauterkrankungen
werden durch Viren verursacht.
Hauterkrankungen durch Pilze
Mykosen oder Pilzerkrankungen werden in systemische Mykosen und Dermatomykosen unterteilt.
Pilze lieben ein feuchtwarmes Klima. Ist die Abwehrreaktion des Menschen geschwächt oder
ist die Haut verletzt, dann können sie sich schnell und ungehindert ausbreiten. In den
Körperfalten des Menschen finden sie oft ideale Bedingungen.
Kleidung und Haut
Kleidung ist das, was jeden Tag ununterbrochen unsere Haut berührt. Immer neue Textilien
werden hergestellt und mit immer mehr Chemikalien versetzt, um die gewünschten
Trageeigenschaften zu erreichen.
Narben und Narbenbehandlung
Jeder Mensch auf der Welt ist schon einmal verletzt worden. Die typischen Schürfwunden
und Beulen der Kinder, die Schnittwunden durch unachtsamen Gebrauch eines Küchenmessers,
die Einstichstellen der Injektionsnadel bei einer Impfung oder der Schnitt des Chirurgen
bei einer Operation - das sind alltägliche Ereignisse, die millionenfach geschehen. Auch
Brandverletzungen und Verletzungen durch Unfälle kommen millionenfach vor. Manchmal ist
die Heilung vollständig. Manchmal bleiben Narben zurück. Einige sind so winzig, dass sie
kaum zu sehen sind. Narben können aber auch groß sein und deutlich hervortreten. Sie
können jucken und Schmerzen bereiten und sogar die Beweglichkeit einschränken.
Narbenwucherungen können zu vergrößerten und verdickten Narben führen. Die oft so
makellose Haut, dieses Sinnbild der Schönheit, kann durch Narben so sehr gestört sein,
dass die Betroffenen psychisch leiden und sozial ausgegrenzt werden. Eine vorausschauende
moderne Narbentherapie beginnt schon während der Wundheilung. Sie kann zwar eine Narbe
nicht verhindern, sie kann aber die Narbenbildung in Hinblick auf Aussehen und
Funktionalität deutlich positiv beeinflussen.
Nagel und Nagelerkrankungen
Form, Aussehen und Beschaffenheit der Nägel sind eine wichtige Hilfe. Weil Nägel sehr
langsam wachsen, zeigen sich in ihnen noch Wochen später Hauterkrankungen,
Mangelerkrankungen und andere systemische Erkrankungen.
Parasiten, Ungeziefer und Insekten Sie beißen und stechen und verursachen so Hauterkrankungen mit starkem Juckreiz.
Außerdem können sie Viren und Bakterien übertragen, die zu weiteren Erkrankungen
führen können. Was in unserer Umgebung so krabbelt und fliegt, können Sie hier
nachlesen.
Psoriasis - Schuppenflechte
Psoriasis ist eine Hauterkrankung mit sehr vielen Erscheinungsformen. Stark gerötete,
schuppige Herde können linsenförmig klein sein, oder großflächig auftreten. Es können
bestimmte Körperbereiche betroffen sein, z. B. die Ellenbogen oder die Streckseiten der
Beine, der Kopf oder der Rumpf. Es können pustelartige Eiterbläschen auftreten, die
Nägel können befallen sein oder auch die Gelenke. Schuppenflechte ist eine sehr
belastende Krankheit. Obwohl sie nicht ansteckend ist, werden die Betroffenen häufig
allein wegen des Aussehens ausgegrenzt und flüchten sich in die soziale Isolation.
Betroffen sind etwa 2-3 Prozent der Bevölkerung. Damit gehört die Psoriasis zu den
häufigsten Hauterkrankungen.
Gutartige Tumore
Ob ein Tumor gutartig oder bösartig ist, hängt davon ab, aus welchen Zellen er
entstanden ist. Gutartige Tumore wachsen nicht in Nachbarorgane hinein. Außerdem sind sie
vom übrigen Gewebe gut abgegrenzt. Die meisten gutartigen Tumore sind "nur" ein
kosmetisches Problem. Einige können aber auch bösartig werden.
Bösartige Tumoren
Maligne Tumore wachsen in Nachbarorgane hinein. Sie können sich über das Blut oder die
Lymphbahnen ausbreiten und an anderen Orten des Körpers Tochtergeschwülste (Metastasen)
bilden. Viele bösartige Hauttumore entstehen durch zu viel Sonnenbestrahlung.
Hautschäden durch Sonne, Hitze und Kälte So richtig schön in der Sonne liegen, das erinnert uns an Urlaub und schöne
Zeiten. So ist es auch bei langen Spaziergängen in winterlich verschneiter Natur.
"Nicht immer ist Gold, was glänzt." Dieser Spruch gilt hier besonders.
Sexuell übertragene Erkrankungen der Haut Viele Erkrankungen, die sexuell übertragen werden, sind verbunden mit
Krankheitserscheinungen der Haut und der Schleimhaut. Bevor es Antibiotika gab, gehörten
manche von ihnen zu den am häufigsten vorkommenden Infektionskrankheiten überhaupt. Auch
heute sind sexuell übertragene Erkrankungen keinesfalls selten.
Feigwarzen - Condylomata cuminata
Warzen sind eine der häufigsten Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute.
Verantwortlich für ihre Entstehung ist das humane Papillomavirus (HPV), von dem bis heute
über 80 Subtypen bekannt sind. Unterschiedliche Typen dieses Virus verursachen
unterschiedliche Warzentypen, zu denen auch die Genitalwarzen gehören. Die Genitalwarzen
werden auch Feigwarzen oder im Fachjargon Condylomata acuminata, kurz Kondylome, genannt.
Feigwarzen sind eine der häufigsten, vorwiegend sexuell übertragenen Erkrankungen. Es
sind schätzungsweise 1 bis 2 Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung im Alter zwischen
15 und 49 Jahren betroffen. Die Tendenz ist weltweit steigend.
Talg- und Schweißdrüsenerkrankungen Die Drüsen in unserer Haut, die Talg und Schweiß produzieren, haben wichtige
Funktionen. Wenn sie zu viel oder zu wenig produzieren, oder wenn sie verstopft sind, kann
das recht negative Folgen haben.
Tattoos und Piercing
Seit Tattoos und Body Piercing in die Kreise der Stars aus Musik, Film und Sport Einzug
gehalten hat, haben sie ihr soziales Schattendasein verlassen und erfreuen sich wachsender
Beliebtheit. Der direkte Eingriff in den Körper kann aber nicht nur positive Auswirkungen
haben. Bevor Sie zur Tat schreiten, sollten Sie sich umfassend informieren. Hier finden
Sie Tips und Anregungen aus medizinischer Sicht, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen
sollen.
Verhornungsstörungen und Erbkrankheiten der Haut
Normalerweise braucht die Entwicklung einer Hautzelle von der Reifung bis zu ihrem Tod 28
Tage. Bei einigen Erkrankungen ist dieser Rhythmus stark gestört.
Vitiligo - Weißfleckenkrankheit
Weiße, scharf begrenzte Hautflecken an Gesicht und Hals, Handrücken und Beinen geben der
Krankheit ihren Namen - Weißfleckenkrankheit oder Vitiligo. Vitiligo tut nicht weh, juckt
nicht und verursachen auch keine anderen körperlichen Beschwerden. Der psychische Druck
auf die Betroffenen aber ist erheblich. Er kann sich auf die Persönlichkeit, das
Sozialverhalten und auf Beruf auswirken. Etwa 0,5 bis 2 Prozent der Weltbevölkerung
leiden an Vitiligo. Die Krankheit zählt damit zu den häufigsten chronischen
Hauterkrankungen.
Wundmanagement
Von aufgeschlagenen Knien im Kindesalter bis zu schlecht heilendem Dekubitus im Alter
begleiten uns Wunden ein Leben lang. Hier finden Sie ausführliche Informationen über die
normalen Vorgänge der Wundheilung, über Störungen in der Wundheilung und umfangreiche
Informationen zu chronischen Wunden und ihre Behandlung.