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Akute
Bronchitis |
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| Kurzinfo:
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Akute
Bronchitis |
| Symptome |
Zunächst
Erkältungssymptome: Rötung und Schwellung der Nasenschleimhaut, vermehrter Ausfluss
zunächst wässrig, später dickflüssig, Niesen, belegte Stimme, Kratzen im Hals,
erschwertes Atmen, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, leichter Husten,
Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und Unwohlsein, Fieber und Frieren.
Nach 2-3 Tagen schmerzhafter Husten, weißlicher bis gelblich, bei
bakterieller Infektion, grüner Auswurf. In manchen Fällen kann er auch blutig sein.
Fieber zwischen 38 und 40 Grad, Atembeschwerden, Brennen hinter dem Brustbein. |
| Therapie |
Behandlung
der Symptome, Nasentropfen (nur 2-3 Tage anwenden), Inhalieren, Einreibungen, Bäder,
Raumluft befeuchten, viel Trinken, allgemeine Stärkung
des Immunsystems, bei Bedarf leichte Schmerzmittel, Bettruhe bei Abgeschlagenheit. Grippeschutzimpfung für gefährdete Personen.
Antibiotika bei besonderen Indikationen. |
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Inhaltsübersicht:
Die Bronchien
Beschwerden
Besonders gefährdetet Personen
Behandlung |
Bücherliste Bronchitis |
Top
Die Bronchien
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Die
Atemluft wird über die Bronchien zu den Lungenbläschen transportiert, in denen der
Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlendioxid stattfindet. Die Bronchien sind zu Beginn
sehr dick und verzweigen sich immer weiter. Man kann sie sich gut als einen auf dem Kopf
stehenden Baum vorstellen. Die Lungenbläschen wären dann die Blätter. Der Stamm und die
Äste sind die Bronchien. Von der Luftröhre bis
zu den Lungenbläschen, die Alveolen genannt werden, zählt man durchschnittlich 23
Verzweigungen. An der sogenannten Carina teilt sich die Luftröhre in die beiden
Hauptbronchien, die zur rechten und zur linken Lunge führen. Nach wenigen Zentimetern
teilen sich dann die Hauptbronchien wiederum auf in die verschiedenen Lappenbronchien. Der
rechte Hauptbronchus teilt sich in drei Äste, die die drei Lungenlappen der rechten
Körperseite versorgen. Der linke Hauptbronchus dagegen teilt sich nur in zwei Äste, weil
die linke Lunge nur aus zwei Lungenlappen besteht. Der "Hohlraum" in der Mitte
beherbergt das Herz. Die fünf Lappenbronchien teilen sich auf in Segmentbronchien.
Die kleinsten Verzweigungen der Bronchien werden
Bronchiolen genannt. Die Knorpelspangen, die die großen Bronchien verstärken, werden in
den Lappenbronchien durch Knorpelplättchen ersetzt. Die Bronchien werden immer
dünnwandiger. In den Bronchiolen, die nur noch 1 mm Durchmesser haben, fehlen die
Knorpelverstärkungen ganz. Sie bestehen nur noch aus Muskelfasern.
Auch die Bronchiolen verzweigen sich weiter. Sie gehen in
die sehr feinen Ästchen der Bronchioli respiratorii über, die wiederum direkt in den
Bereich der Lunge münden, in dem die eigentliche Atmung stattfindet. Dieser Bereich ist
gekennzeichnet durch die Alveolargänge mit dem Lungenbläschen. Die Lungenbläschen
liegen traubenförmig um die Alveolargänge und die Bronchioli respiratorii, wie bei einem
Weintraubenzweig.
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Das Atmungssystem |
Alle
Bronchien sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die von hauchfeinen Flimmerhärchen
bedeckt sind. Diese Härchen sind immer feucht. Einerseits feuchten sie so die eingeatmete
Luft an. Andererseits wird durch ihre Bewegung eingeatmeter Staub, Pollen und Bakterien
nach außen befördert. Flimmerhärchen und Schleimhaut sind sehr empfindlich und
reagieren auf häufig wiederkehrende Reize wie z. B. Rauchen, Luftschadstoffe und
häufige Infektionen. |
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Top
Beschwerden
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| Wenn
Erkältungsviren die Bronchien befallen. |
Befallen
Erkältungsviren die Bronchialschleimhaut, so kann sich eine
akute Bronchitis entwickeln. Daher kommen diese beiden Erkrankungen fast immer gemeinsam
vor. Bei stark geschädigten Bronchien kann eine akute Bronchitis auch durch Bakterien
ausgelöst werden. |
| Sicheres
Zeichen: Husten. |
Nach
den Symptomen einer Erkältung fangen Betroffenen meistens
nach zwei bis drei Tagen an zu husten. Der Husten ist häufig schmerzhaft. Der Auswurf ist
zunächst nur geringfügig. Anfänglich hat er eine weißliche Farbe. Kommt eine
bakterielle Infektion hinzu, verfärbt sich der Auswurf gelblich bis grün. In manchen
Fällen kann er auch blutig sein. Oft stellen sich auch Fieber zwischen 38 und 40 Grad und
Atembeschwerden ein. Bei manchen Betroffenen kommt es zu einem Brennen hinter dem
Brustbein. |
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Top
Besonders gefährdetet Personen
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| Rauchen |
Besonders
anfällig für Bronchitis sind starke Raucher. Rauchen schädigt die Flimmerhärchen in
besonderem Maße. Davon sind auch die sogenannten Passivraucher betroffen, wenn sie sich
häufig in verrauchten Räumen aufhalten. |
| Luftverschmutzung |
In
Gebieten mit besonders starker Luftverschmutzung oder anderen schädigenden Belastungen
der Atemluft z. B. durch Wohngifte, entwickelt sich bei einer Erkältung
ebenfalls häufiger eine akute Bronchitis. |
| Kinder
sind häufiger betroffen. |
Menschen
mit einem Lungenleiden (z. B. Asthma, Emphysem) sind besonders gefährdet. Das gilt auch
für Kinder, weil sie insgesamt häufiger an einer Erkältung
erkranken, als Erwachsene. Auch Diabetiker gelten als
Risikogruppe. |
| Vorsicht:
Chronische Bronchitis. |
Insbesondere
Raucher sollten bei häufig wiederkehrender akuter Bronchitis auf die Gefahr einer
chronischen Bronchitis hingewiesen werden. Die chronische Bronchitis ist eine sehr ernst
zu nehmende Erkrankung, die beinahe ausschließlich bei Rauchern vorkommt. |
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Top
Behandlung
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| Rauchen
Sie nicht! |
Vorbeugung
und Selbsthilfemaßnahmen gleichen denen, die beim Schnupfen
beschrieben werden. Bei besonders gefährdeten Personen sollte eine jährliche Grippeschutzimpfung durchgeführt werden. Die beste
vorbeugende Maßnahme ist das Vermeiden von Gebieten mit starker Luftverschmutzung und vor
allem: Rauchen Sie nicht! Wichtig ist es, viel zu
trinken. Das dient der Verflüssigung des Schleims, der so besser abgehustet werden kann.
Gut ist heißer Tee. Auch Inhalieren von Wasserdampf, Bäder und Einreibungen helfen. Dazu
kann man ätherische Öle wie z. B. Eukalyptus, Menthol und Fichtennadel verwenden.
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| Symptome
können gelindert werden. |
Eine
medikamentöse Behandlung kann nur Symptome bekämpfen. Dazu gehören Husten- und
Schleimlöser, nur bei starkem Hustenreiz Hustenhemmer für die Nacht. Das Husten sollte
aber nicht vollständig unterdrückt werden. Der Schleim, der die Bronchien verstopft,
muss abgehustet werden. Bei Bedarf können leichte Schmerzmittel verordnet werden. |
| Manchmal
sind Antibiotika sinnvoll. |
In
seltenen Fällen kann es sinnvoll sein, Antibiotika zu verordnen. Das sollte aber nur bei
besonderen Indikationen gemacht werden. Dazu gehören u.a.:
- Kleinkinder bis Ende des ersten Lebensjahres.
- Kinder, die schon unter Herzfehlern, Abwehrschwäche oder
einer Lungenerkrankung leiden.
- Menschen mit chronischer Bronchitis, die einem akuten
Schub ausgesetzt sind.
- Betroffene, die eine Immunschwäche haben oder bei denen
eine immunsuppressive Therapie durchgeführt wird.
- Betroffene, bei denen im Hals-Nasen-Ohren Bereich schon
eine bakterielle Infektion vorliegt.
- Betroffene, die schwere Grunderkrankungen haben im Bereich
der Nieren, der Lunge oder des Herzen. Auch Leberzirrhose gehört dazu.
- allgemein ältere Menschen.
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| Komplikationen
beachten. |
Heilt
eine akute Bronchitis nicht innerhalb von drei Wochen ab, sollte unbedingt eine genauere
Diagnostik durchgeführt werden, damit ernstere Erkrankungen ausgeschlossen werden
können. Das gilt auch für den Fall, dass sich schon vorher der Allgemeinzustand merklich
verschlechtert, z. B. bei erneutem Fieberanstieg, oder wenn der Auswurf vermehrt eitrig
ist. |
| Hustentees
helfen. |
Meistens
heilt eine akute Bronchitis von allein aus. Hustentees unterstützen den Heilungsprozess.
Besonders krampflösend und auswurffördernd wirkt Thymian und Spitzwegerichkraut. Top |
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