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Fischvergiftung

Fischvergiftung

Oft infektiös sind Barrakudas, Snappers und Makrelen

Zu einer Fischvergiftung (Ciguatera) kommt es durch den Verzehr von tropischem oder subtropischem Meeresfisch, in dem sich bestimmte Giftstoffe angereichert haben. Der Fisch wiederum hat diese Giftstoffe durch das Fressen bestimmter Algen aufgenommen, welche die Gifte produzieren. Dabei sind nicht grundsätzlich alle Fische einer Art oder aus einer bestimmten Region gleichermaßen vergiftet. Häufig betroffene Fischarten sind unter anderem Barrakudas, Snappers und Makrelen. Die Erkrankung kommt hauptsächlich in den Tropen und Subtropen vor.

 

Das Beschwerdebild kann vielfältig sein

Die Vergiftungssymptome sind von der geographischen Herkunft des vergifteten Fisches abhängig. In der Regel kommt es aber zu folgenden Störungen:
  • Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Nervensystem: Missempfindungen im Bereich des Mundes und der Arme und Beine, Taubheitsgefühl um den Mund herum, Kopfschmerzen, Temperaturempfindungsstörungen, Schwindelgefühle, Muskelschwäche
  • Herz-Kreislauf-System: Herzrhythmusstörungen, verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag, niedriger Blutdruck
  • Gelenk- und Muskelschmerzen

 

Beschwerden treten oft nur kurz auf

Die Diagnose wird anhand der bestehenden Krankheitssymptome und der Tatsache, dass möglicherweise vergifteter Fisch gegessen wurde, gestellt. Meistens verläuft die Erkrankung mild und die Beschwerden bestehen nur kurzfristig, sodass eine Fischvergiftung häufig gar nicht als solche erkannt wird. Spezielle Giftnachweismethoden stehen nicht zur Verfügung.

 

Therapie ist oft nicht erforderlich

Die Erkrankung heilt in der Regel ohne Therapie aus, und die Beschwerden verschwinden innerhalb weniger Tage von selbst. In schweren Fällen allerdings können die Störungen des Nervensystems über Wochen bis Monate fortbestehen. Todsfälle aufgrund von Atem- oder Herz-Kreislauf-Versagen sind selten.

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