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Hypertonie / Bluthochdruck
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Medikamente gegen Bluthochdruck
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Vor der Medikation stehen allgemeine Maßnahmen.
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Bei leichten Formen der Hypertonie wird häufig auf die Einnahme von
Medikamenten verzichtet. Dann enthält der Behandlungsplan vor allem Maßnahmen zur
Reduzierung der auslösenden Faktoren Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel. Erst, wenn
diese Maßnahmen nicht ausreichend sind oder keinen Erfolg mit sich bringen, ist der
Einsatz von Medikamenten notwendig. |
Arzt und Patient müssen zusammenarbeiten, sonst ist die Therapie zum
Scheitern verurteilt.
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Damit Medikamente wirken können, müssen sie entsprechend der
vorgeschriebenen Dosierung, regelmäßig und langfristig, oft jahrelang, eingenommen
werden. Sie sollten Tabletten auf keinen Fall eigenmächtig Absetzen. Sprechen Sie vorher
mit Ihrem Arzt, sonst gefährden Sie den Behandlungserfolg. Das Gespräch mit Ihrem Arzt
ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden und das Gefühl haben,
dass Ihnen die Tabletten mehr schaden als nützen. Auch in diesem Fall erst zum Arzt,
bevor Sie etwas anderes unternehmen. Die häufigsten Gründe für eine fehlgeschlagene
Therapie von Bluthochdruck ist das mangelnde Gespräch zwischen Arzt und Patient und das
eigenmächtige verfrühte Absetzen von Medikamenten durch die Patienten. |
Blutdrucksenkende Substanzen, die der Arzt verordnen kann:
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Zur Blutdrucksenkung können verschiedene Substanzen eingesetzt werden,
die an unterschiedlichen Mechanismen im Organismus angreifen. Alle diese Substanzen sind
verschreibungspflichtig und können Nebenwirkungen haben. Welches Medikament für Sie das
richtige ist, können Sie nur zusammen mit Ihrem Arzt herausfinden. Lassen Sie sich genau
informieren, bedenken Sie aber auch: Die Verordnung des richtigen Medikamentes liegt in
der Verantwortung des Arztes. |
Betablocker
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Betablocker sind Medikamente, die die Wirkung des Stresshormons Adrenalin blockieren. Sie wirken auf
den Teil des Nervensystems regulierend ein, der unwillkürlich die Pulsrate und den
Blutdruck erhöht. Das führt zu einer Entspannung in den Blutgefäßen. Mögliche
Nebenwirkungen bei Betablockern können, Kopfschmerzen und die Senkung der Herzschlagfrequenz sein. Asthma kann sich verschlimmern. |
Diuretika
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Mit Diuretika wird die Wasser- und Salzausscheidung über die Nieren
gesteigert. Das führt dann zu einer Senkung des Blutdrucks. Unter Diuretika ist häufig
der Durst besonders groß und Sie müssen häufiger zur Toilette. Bei hohen Dosierungen
kann der Mineral- und Wasserhaushalt gestört werden. |
Kalzium-Antagonisten
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Kalzium-Antagonisten erweitern die Gefäßmuskulatur und tragen so zur
Senkung des Blutdrucks bei. Als Nebenwirkungen können Hautausschläge, Kopfschmerzen,
Ödeme und Hitzewallungen auftreten. |
ACE-Hemmer
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Bei der Regulation des Blutdrucks, des Blutvolumens und der
Natriumkonzentration im Körper spielt das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) eine sehr
wichtige Rolle. Der genaue Regulationsmechanismus wird hier beschrieben. Das ACE führt
dazu, dass Angiotensin I in die aktive Form Angiotensin II aufgespalten wird. Das
Angiotensin II bewirkt, dass sich die Blutgefäße verengen und vermehrt Natrium und
Wasser von den Nieren in den Körperkreislauf
zurückgeführt werden. Das wiederum führt zu höherem Blutdruck, höherem Blutvolumen
und höherer Natriumkonzentration. ACE-Hemmer wiederum wirken dem entgegen. Sie sorgen
dafür, dass nicht mehr so viel aktives Angiotensin II gebildet wird. Als Folge davon sinkt
der Blutdruck, denn die Blutgefäße werden nicht mehr so stark verengt. Wasser und
Kochsalz werden vermehrt über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Mögliche
Nebenwirkungen sind Hautausschlag, Ödeme und Husten. |
Angiotensin II Rezeptorantagonisten

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Bei den Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten (ATR) die häufig auch Sartane
oder Angiotensin II - Hemmer genannt werden, wird die Wirkung des Hormons Angiotensin-II
vermindert. Bei der Blutdruckregulation der Nieren
spielt das Angiotensin II eine wichtige Rolle. Es bewirkt, dass sich die Blutgefäße
verengen und vermehrt Natrium und Wasser von den Nieren in den Körperkreislauf
zurückgeführt werden. Das wiederum führt zu höherem Blutdruck, höherem Blutvolumen
und höherer Natriumkonzentration. Der genaue Regulationsmechanismus, der in der
nebenstehenden Grafik dargestellt ist, wird hier beschrieben. Wie die ACE-Hemmer
hemmen auch die Angiotensin II - Hemmer die Wirkung von Angiotensin II, indem sie die
Bildung dieses Enzyms unterdrücken. Das führt dann dazu, dass die Blutgefäße sich
weiten und vermehrt Kochsalz und Flüssigkeit ausgeschieden wird. Einen Unterschied zu
den ACE-Hemmern gibt es aber. Die Angiotensin II - Hemmer verhindern nicht den Abbau der
Substanz Bradykinin. Bradykinin bewirkt zusätzlich eine Gefäßerweiterung, es führt
aber auch zu der bekannten Nebenwirkung des trockenen Reizhustens, der bei der
Verabreichung von ACE-Hemmern auftreten kann. Angiotensin II - Hemmer werden deshalb
häufig eingesetzt bei Betroffenen, die unter der Gabe von ACE-Hemmern mit trockenem
Reizhusten zu kämpfen haben.
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Alpha-1-Blocker
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Eine Erweiterung der Blutgefäße kann auch durch die Blockierung von
anderen Rezeptoren in den Zellen erfolgen. Eine solche Blockierung kann durch
Alpha-1-Blocker erreicht werden. Als Nebenwirkungen können Müdigkeit, Herzklopfen,
Kopfschmerzen und Schwindel auftreten. |
Antisymphathotonika
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Antisymphathotonika dämpfen den gesamten Bereich des unwillkürlichen
Nervensystems, das den Blutdruck reguliert. Als Folge des Medikamentes kann es zur
Herzschlagverlangsamung, Antriebslosigkeit, Mundtrockenheit und Potenzstörungen kommen.
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