Kardiologie

MedizInfo®Klinikbewertungen
Klinik-Verzeichnis mit individuellen Klinik und Krankenhaus Erfahrungen
Geben Sie jetzt Ihre Klinik-Bewertung!

Anatomie
Angina pectoris
Antiarrhythmika
Arteriosklerose

Ballondilatation
Blutdruck
Bypass-Operation
Echokardiographie
EKG
Endokarderkrankungen - Erkrankungen der Herzinnenhaut
Herzerkrankungen
Herzerkrankungen bei Frauen
Herzinfarkt
Herzklappenerkrankungen
Herzklappenoperation
Herzmuskelerkrankungen
Herzrhythmusstörungen
Herzschwäche
Plötzlicher Herztod
Herztransplantation
Hypertonie
Koronare Herzkrankheit
Lipide und Lipoproteine
Myokardischämie
Perikarderkrankungen
Risikofaktoren
Stents

Vorhofflimmern

Hypertonie / Bluthochdruck

Hypertonie

Medikamente gegen Bluthochdruck

Inhaltsübersicht:
Betablocker
Diuretika
Kalzium-Antagonisten
ACE-Hemmer
Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten
Alpha-1-Blocker
Antisymphathotonika

Vor der Medikation stehen allgemeine Maßnahmen.

Bei leichten Formen der Hypertonie wird häufig auf die Einnahme von Medikamenten verzichtet. Dann enthält der Behandlungsplan vor allem Maßnahmen zur Reduzierung der auslösenden Faktoren Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel. Erst, wenn diese Maßnahmen nicht ausreichend sind oder keinen Erfolg mit sich bringen, ist der Einsatz von Medikamenten notwendig.

 

Arzt und Patient müssen zusammenarbeiten, sonst ist die Therapie zum Scheitern verurteilt.

Damit Medikamente wirken können, müssen sie entsprechend der vorgeschriebenen Dosierung, regelmäßig und langfristig, oft jahrelang, eingenommen werden. Sie sollten Tabletten auf keinen Fall eigenmächtig Absetzen. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt, sonst gefährden Sie den Behandlungserfolg. Das Gespräch mit Ihrem Arzt ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden und das Gefühl haben, dass Ihnen die Tabletten mehr schaden als nützen. Auch in diesem Fall erst zum Arzt, bevor Sie etwas anderes unternehmen. Die häufigsten Gründe für eine fehlgeschlagene Therapie von Bluthochdruck ist das mangelnde Gespräch zwischen Arzt und Patient und das eigenmächtige verfrühte Absetzen von Medikamenten durch die Patienten.

 

Blutdrucksenkende Substanzen, die der Arzt verordnen kann:

Zur Blutdrucksenkung können verschiedene Substanzen eingesetzt werden, die an unterschiedlichen Mechanismen im Organismus angreifen. Alle diese Substanzen sind verschreibungspflichtig und können Nebenwirkungen haben. Welches Medikament für Sie das richtige ist, können Sie nur zusammen mit Ihrem Arzt herausfinden. Lassen Sie sich genau informieren, bedenken Sie aber auch: Die Verordnung des richtigen Medikamentes liegt in der Verantwortung des Arztes.

 

Betablocker

Betablocker sind Medikamente, die die Wirkung des Stresshormons Adrenalin blockieren. Sie wirken auf den Teil des Nervensystems regulierend ein, der unwillkürlich die Pulsrate und den Blutdruck erhöht. Das führt zu einer Entspannung in den Blutgefäßen. Mögliche Nebenwirkungen bei Betablockern können, Kopfschmerzen und die Senkung der Herzschlagfrequenz sein. Asthma kann sich verschlimmern.

 

Diuretika

Mit Diuretika wird die Wasser- und Salzausscheidung über die Nieren gesteigert. Das führt dann zu einer Senkung des Blutdrucks. Unter Diuretika ist häufig der Durst besonders groß und Sie müssen häufiger zur Toilette. Bei hohen Dosierungen kann der Mineral- und Wasserhaushalt gestört werden.

 

Kalzium-Antagonisten

Kalzium-Antagonisten erweitern die Gefäßmuskulatur und tragen so zur Senkung des Blutdrucks bei. Als Nebenwirkungen können Hautausschläge, Kopfschmerzen, Ödeme und Hitzewallungen auftreten.

 

ACE-Hemmer

Bei der Regulation des Blutdrucks, des Blutvolumens und der Natriumkonzentration im Körper spielt das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) eine sehr wichtige Rolle. Der genaue Regulationsmechanismus wird hier beschrieben. Das ACE führt dazu, dass Angiotensin I in die aktive Form Angiotensin II aufgespalten wird. Das Angiotensin II bewirkt, dass sich die Blutgefäße verengen und vermehrt Natrium und Wasser von den Nieren in den Körperkreislauf zurückgeführt werden. Das wiederum führt zu höherem Blutdruck, höherem Blutvolumen und höherer Natriumkonzentration. ACE-Hemmer wiederum wirken dem entgegen. Sie sorgen dafür, dass nicht mehr so viel aktives Angiotensin II gebildet wird. Als Folge davon sinkt der Blutdruck, denn die Blutgefäße werden nicht mehr so stark verengt. Wasser und Kochsalz werden vermehrt über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Mögliche Nebenwirkungen sind Hautausschlag, Ödeme und Husten.

 

Angiotensin II Rezeptorantagonisten

Blutdruckregulation der Nieren

Bei den Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten (ATR) die häufig auch Sartane oder Angiotensin II - Hemmer genannt werden, wird die Wirkung des Hormons Angiotensin-II vermindert. Bei der Blutdruckregulation der Nieren spielt das Angiotensin II eine wichtige Rolle. Es bewirkt, dass sich die Blutgefäße verengen und vermehrt Natrium und Wasser von den Nieren in den Körperkreislauf zurückgeführt werden. Das wiederum führt zu höherem Blutdruck, höherem Blutvolumen und höherer Natriumkonzentration. Der genaue Regulationsmechanismus, der in der nebenstehenden Grafik dargestellt ist, wird hier beschrieben. Wie die ACE-Hemmer hemmen auch die Angiotensin II - Hemmer die Wirkung von Angiotensin II, indem sie die Bildung dieses Enzyms unterdrücken. Das führt dann dazu, dass die Blutgefäße sich weiten und vermehrt Kochsalz und Flüssigkeit ausgeschieden wird.

Einen Unterschied zu den ACE-Hemmern gibt es aber. Die Angiotensin II - Hemmer verhindern nicht den Abbau der Substanz Bradykinin. Bradykinin bewirkt zusätzlich eine Gefäßerweiterung, es führt aber auch zu der bekannten Nebenwirkung des trockenen Reizhustens, der bei der Verabreichung von ACE-Hemmern auftreten kann. Angiotensin II - Hemmer werden deshalb häufig eingesetzt bei Betroffenen, die unter der Gabe von ACE-Hemmern mit trockenem Reizhusten zu kämpfen haben.

 

Alpha-1-Blocker

Eine Erweiterung der Blutgefäße kann auch durch die Blockierung von anderen Rezeptoren in den Zellen erfolgen. Eine solche Blockierung kann durch Alpha-1-Blocker erreicht werden. Als Nebenwirkungen können Müdigkeit, Herzklopfen, Kopfschmerzen und Schwindel auftreten.

 

Antisymphathotonika

Antisymphathotonika dämpfen den gesamten Bereich des unwillkürlichen Nervensystems, das den Blutdruck reguliert. Als Folge des Medikamentes kann es zur Herzschlagverlangsamung, Antriebslosigkeit, Mundtrockenheit und Potenzstörungen kommen.

Top

Zur Übersicht
Hypertonie

 

kostenlos Ratgeber im MedizInfo®Shop anfordern

MedizInfo®Homepage
zur Homepage
Zur Titelseite Kardiologie