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Allgemeine Hinweise: Durchfallerkrankungen
Ein Säugling muss nach der Geburt erst verdauen lernen.

Das ungeborene Kind wird im Mutterleib über das mütterliche Blut mit Nährstoffen versorgt. Mit der Geburt und der Durchtrennung der Nebelschnur endet die Phase der "Selbstbedienung" und der kindliche Darm-Trakt muss ab sofort selbst die Verdauung der Speisen übernehmen. Dies fängt damit an, dass der bis dahin sterile, d.h. bakterienlose Darm, mit normalen Darmbakterien besiedelt wird. Sie sind für die Verdauung wichtig. Vor allem aber müssen Enzyme die Zersetzung der Nährstoffe übernehmen. Diese Enzyme muss der kindliche Organismus herstellen.

 

Bis zur Aufnahme der Nährstoffe ist es ein weiter Weg. Man unterscheidet die Verdauung und die Nährstoffaufnahme. Die Verdauung beginnt im Magen bzw. im Mund, wo die Speisen zerkleinert und in größere Bestandteile gespalten werden. Im Zwölffingerdarm (Doudenum) werden die Nahrungsbestandteile durch die Galle und die Enzyme der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) löslich gemacht. Diese löslichen Nährstoffe werden dann im Dünndarm in einzelne Eiweiß-, Fett oder Kohlenhydratbruchstücke gelöst und über die Darmschleimhaut aufgenommen. Eine Störung der Verdauung wird allgemein Maldigestion genannt, eine Störung der Nährstoffaufnahme vom Darm in das Blut nennt sich Malabsorption.

 

Es gibt viele Ursachen für Durchfall. In manchen Fällen kann diese Reihenfolge der Verdauung gestört sein. So kann die Verdauung an sich oder die Aufnahme oder Spaltung der Nahrungsbestandteile nicht funktionieren. Die Ursachen für Störungen sind sehr vielfältig. Es können Allergien gegen bestimmte Nahrungsbestandteile sein, oder das Fehlen von Verdauungsenzymen. Durchfallerkrankungen werden in vielen Fällen von vorübergehenden bakteriellen Lebensmittelvergiftungen oder anderen Infektionen hervorgerufen. Gefährlich ist in diesen Fällen der manchmal erhebliche Verlust an Wasser und Elektrolyten, der unbedingt ersetzt werden muss. Eltern sollten auf die Menge und Beschaffenheit der Stühle ihrer Kinder achten, damit sie bei Verdachtsfällen schnell den Arzt aufsuchen können.

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