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Saisonal abhängige Depression
Winterdepression Wenn die Sonne immer seltener scheint und oft für lange Zeit der Himmel wolkenverhangen ist, dann tritt sie auf, die SAD oder saisonal abhängige Depression. Sie wird auch Winterdepression oder Seasonal Affective Disorder genannt.

 

Erhöhtes Schlafbedürfnis Das Beschwerdebild ist schon lange bekannt. In der dunklen Jahreszeit über die gesamten Herbst- und Wintermonate hinweg, kommt es bei den Betroffenen zu Leistungsmangel und Energielosigkeit. Sie haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Viele klagen auch über einen Heißhunger auf Kohlenhydrate. Das führt dann zu einer unerwünschten Gewichtszunahme.

 

Spezielles Licht kann helfen Der "Winterfrust" ist für viele Menschen ein "alter Bekannter". Seit ungefähr 15 Jahren ist bekannt, dass eine effektive Behandlung mit Hilfe der Lichttherapie durchgeführt werden kann. Die Lichttherapie wird auch oft Phototherapie genannt und auch bei Schlafstörungen seit einiger Zeit erfolgreich angewandt. Dabei kommt fluoreszierendes Licht mit einer Lichtintensität von etwa 2500 Lux, das ist 200mal heller als die übliche Zimmerbeleuchtung zu Anwendung.

 

Anwendung Es gibt spezielle Beleuchtungskörper, die auf die Bedürfnisse zur Behandlung der Winterdepression abgestimmt sind. Die Lichtquelle sollte in etwa 90 Zentimeter von den Augen entfernt aufgestellt werden. Die für die Behandlung notwendige Wirkung wird vermutlich ausschließlich über die Augen vermittelt. Deshalb wird Betroffenen oft empfohlen, ein mal in der Minute für wenige Sekunden direkt in die Lichtquelle zu sehen. Die gesamte Dauer der Lichtsitzung wird mit durchschnittlich zwei bis drei Stunden angegeben. Dabei können die Betroffenen weiter ihren normalen Beschäftigungen nachgehen, z. B. Schreibtischarbeit. Häufig zeigt die Lichttherapie schnelle Erfolge. Die Anwendung sollte mindestens eine Woche betragen.

 

Vorsicht bei Psychopharmaka Nebenwirkungen sind selten. Nur manchmal klagen Betroffene vorübergehend über Gereiztheit und Augenbrennen. Ernsthafte Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt geworden. Nehmen die Betroffenen aber zusätzlich Psychopharmaka ein, so sollte eine augenärztliche Kontrolluntersuchung sicherstellen, dass keine Schäden an der Netzhaut entstehen.

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