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Neurologie - Erkrankungen des Nervensystems

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Untersuchung der Sensibilität

5 Bereiche der Sensibiltät

Es werden 5 verschiedene Grundqualitäten der Sensibilität unterschieden.
  • Schmerz
  • Temperatur
  • Vibration
  • Lagesinn
  • Berührung

Die Prüfung der einzelnen Empfindungsqualitäten erfolgt nacheinander und im Seitenvergleich, wobei der Patient die Augen geschlossen hält.

 

Bei der Schädigung eines peripheren Nervs fallen alle sensiblen Wahrnehmungen im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs aus. Eine sensible Nervenschädigung an der Nervenwurzel (Austrittsstelle aus dem Rückenmark) bewirkt eine Schädigung in allen Bereichen, die der betreffende Nerv mit allen seinen Ästen versorgt. Man spricht dann auch von einer segmentalen Sensibilitätsstörung.

 

Berührung

Es werden leichte Berührungsreize mit der Fingerkuppe oder einem Wattebausch gesetzt. Sind die Berührungsempfindungen vermindert, so spricht man von Hypästhesie. Anästhesie ist dagegen eine völlige Aufhebung der Berührungsempfindung.

 

Vibration

Um das Vibrationsempfinden zu testen, wird eine angeschlagene Stimmgabel (128 Hz) auf Knochenvorsprünge, z.B. Knöchel, Dornfortsätze etc. gesetzt. Auf der Stimmgabelskala wird die Amplitude der Schwingungen in Achteln zu dem Zeitpunkt abgelesen, an dem der Patient die Vibration nicht mehr wahrnimmt.

 

Lagesinn

Der Untersucher bewegt einen Finger oder eine Zehe des Patienten rasch nach oben oder unten. Der Patient soll bei geschlossenen Augen den Positionswechsel angeben.

 

Temperatur

Die Prüfung der Temperaturempfindung erfolgt mit zwei Reagenzgläsern, die mit heißem und kaltem Wasser gefüllt sind.

 

Schmerz

Zur Prüfung Schmerzwahrnehmung wird ein spitzer Gegenstand verwendet. Im gestörten Bereich beginnend soll der Patient angeben, wann er die Empfindung "spitz" fühlt.

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