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Leitsymptome in der Urologie: Akuter Harnverhalt

Die Blase ist voll, Sie müssen zur Toilette, aber Sie können nicht.

Von einer akuten Harnverhaltung spricht man, wenn eine Unfähigkeit besteht, die Harnblase zu entleeren, obwohl sie vollständig gefüllt ist und obwohl der Betroffene den Drang zur Harnentleerung empfindet. Wenn dann die Blase maximal gefüllt ist, versagt der Blasenschließmuskel. Als Folge davon kommt es zum sogenannten Harnträufeln. Man spricht auch von der Überlaufblase.

 

Akuter Harnverhalt kann durch nicht urologische Erkrankungen verursacht sein.

Ursache kann eine Harnabflussbehinderung sein, bei der die Harnröhre verstopft oder stark verengt ist, z. B. durch Steine, durch eine Verletzung oder Tumore usw. Bei einem Bandscheibenvorfall, oder auch bei Multipler Sklerose kann durch einer Nervenschädigung eine akute Harnverhaltung auftreten.

 

Der Urin wird mit einem Katheter abgelassen.

Die Symptome sind ein schmerzhafter Harndrang ohne Blasenentleerung, Harnstauung und evtl. Anurie. Bei akuter Harnverhaltung wird in der Regel ein Harnröhrenkatheter gelegt, der entweder zeitweise oder dauerhaft in der Harnröhre bleibt.

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