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Ehrlichiose
 

Ehrlichiose
im Internet

 

 
Kurzinfo: Ehrlichiose
Symptome 1 bis 2 Wochen nach Zeckenstich: hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Unwohlsein, Muskelschmerzen, Gelenkbeschwerden, Frösteln, Übelkeit, Erbrechen.
Wann zum Arzt? Bei Verdacht sofort.
Therapie Antibiotika, vornehmlich Doxycyclin, Tetracyclin und Makrolid.
Vorbeugung Vermeidung von Zeckenstichen

Inhaltsübersicht
Was ist Ehrlichiose?
Symptome
Diagnose und Behandlung

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Was ist Ehrlichiose?
Winnie- die ZeckeIch dachte, das hätten wir schon geklärt. Wir Holzböcke sind nicht gemein. Schließlich können wir nichts dafür, dass ihr Menschen laufend krank werdet. Ehrlichiose wird durch Bakterien verursacht, die Ehrlichien genannt werden. Sie werden durch einen Zeckenstich übertragen. Ehrlichien gehören zu den kugelförmigen Bakterien der Familie der Rickettsien. Von den bisher bekannten neun Ehrlichien-Arten sind zwei für den Menschen virulent. Sie werden im europäischen Bereich durch Ixodes ricinus, den gemeinen Holzbock übertragen und verursachen ein Krankheitsbild, das sich humane granulozytäre Ehrlichiose, oder HGE, nennt.

 

Ehrlichien greifen das Immunsystem an. Bei diesem Krankheitsbild dringen die Erreger in die Leukozyten, die weißen Blutkörperchen ein und vermehren sich dort in den Phagosomen, das sind Zellbereiche der Leukozyten, die bei der Vernichtung von Antigenen eine Rolle spielen. So greifen Ehrlichien direkt in den Bereich des Immunsystems ein, der den Körper vor Antigenen schützen soll.

 

Ehrlichiose betrifft besonders älter Menschen und Menschen mit schwachem Immunsystem. In den meisten Fällen, im Gegensatz zur Lyme-Borreliose, kann die Ehrlichiose vom Immunsystem auch ohne eine Behandlung überwunden werden. Es hat aber einige wenige Fälle schwerer Infektionen gegeben. Diese Fälle betrafen in der Regel älter Menschen oder Menschen, deren Immunsystem bereits geschwächt war. Dennoch ist eine Infektion mit Ehrlichien normalerweise so heftig, dass eine Behandlung notwendig ist.

 

Ehrlichiose wird sehr früh übertragen. Es gibt Befunde die zeigen, dass Ehrlichien schon in weniger als sechs Stunden nach der Einbettung der Zecke in die Haut des Wirtes übertragen werden. Auch wenn eine Zecke noch während der Zeit entfernt wird, in der man sich draußen aufhält, sollte diese vorbeugende Maßnahme als Schutz vor einer Infektion mit Ehrlichien nicht überbewertet werden.

 

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Symptome
Die Schwere der Symptome ist unterschiedlich. Die Symptome der Ehrlichiose variieren zwischen schwer oder sogar lebensbedrohend, je nach Alter des Patienten und der Stärke seines Immunsystems. Mehr als die Hälfte aller Infektionen verlaufen aber ohne sichtbare Symptome.

 

Winnie- die ZeckeDoc Winnie meint: Hört sich an wie eine Grippe. Erste Krankheitszeichen zeigen sich 1 bis 2 Wochen nach dem Zeckenstich. Es kann dann u.a. zu folgenden Symptomen kommen:

 

Hautausschlag ist selten. Ein Hautausschlag, wie bei der Lyme-Borreliose, ist selten und häufig nur in südlichen Ländern bei Infektionen mit Rickettsien (z. B. Mittelmeerfieber) zu beobachten.

 

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Diagnose und Behandlung
Einfache Labortest legen die Diagnose nahe. Die Diagnose wird auf der Basis der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung und aufgrund von Labortest gestellt. Bei den Laboruntersuchungen ist eine erhöhte Anzahl von Leukozyten und eine niedrige Thrombozytenzahl typisch für eine Ehrlichiose. Außerdem können die Leberenzyme erhöht sein.

 

Behandlung vor einem eindeutigen Nachweis? Zur Bestätigung einer sicheren Diagnose muss allerdings der Erreger im Blut mittels PCR und durch serologischen Antikörpernachweis nachgewiesen werden. PCR bedeutet "Polymerase-Chain-Reaction" und ist ein gentechnisches Verfahren, das dem Nachweis von kleinsten Mengen an Nukleotiden dient. Besteht ein begründeter Verdacht für eine Erkrankung sollte aber schon vor Abschluss dieser zeitlich aufwendigeren Beweise mit der Behandlung begonnen werden.

 

Vorsicht vor Doppelinfektionen. Ehrlichiose wird mit Antibiotika, vornehmlich Doxycyclin, Tetracyclin und Makrolid behandelt. Ist die Zecke erst nach einigen Tagen bemerkt worden und lebt der Betroffene in einer Gegend, in der auch Lyme-Borreliose durch den Zeckenstich übertragen werden kann, so behandelt einige Mediziner ihre Patienten über einen Zeitraum vom 28 Tagen mit Antibiotika. In diesen Fällen ist es möglich, dass die Ehrlichiose die sehr viel schwerwiegendere Erkrankung Borreliose überdeckt. Dann kann der Patient von beiden Erkrankungen, der Ehrlichiose und der Borreliose, gleichzeitig betroffen sein.

 

Symptome gehen bald zurück. Bei der dargestellten Behandlung gehen die Symptome in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden zurück. Es bleiben keine Folgen zurück. Ist dies nicht der Fall, sollte der Arzt eine andere Diagnose in Betracht ziehen.

 

Als vorbeugende Maßnahme gegen Ehrlichiose kommt lediglich die Vermeidung von Zeckenstichen in Frage. Lesen Sie dazu unsere Tipps.

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