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Was ist Ehrlichiose?
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Ich dachte, das hätten wir schon geklärt. Wir Holzböcke sind
nicht gemein. Schließlich können wir nichts dafür, dass ihr Menschen laufend krank
werdet. |
Ehrlichiose
wird durch Bakterien verursacht, die Ehrlichien genannt werden. Sie werden durch einen Zeckenstich übertragen. Ehrlichien gehören zu den
kugelförmigen Bakterien der Familie der Rickettsien. Von den bisher bekannten neun
Ehrlichien-Arten sind zwei für den Menschen virulent. Sie werden im europäischen Bereich
durch Ixodes ricinus, den gemeinen Holzbock übertragen und
verursachen ein Krankheitsbild, das sich humane granulozytäre Ehrlichiose, oder HGE,
nennt. |
| Ehrlichien
greifen das Immunsystem an. |
Bei
diesem Krankheitsbild dringen die Erreger in die Leukozyten, die weißen Blutkörperchen
ein und vermehren sich dort in den Phagosomen, das sind Zellbereiche der Leukozyten, die
bei der Vernichtung von Antigenen
eine Rolle spielen. So greifen Ehrlichien direkt in den Bereich des Immunsystems ein, der den Körper vor
Antigenen schützen soll. |
| Ehrlichiose
betrifft besonders älter Menschen und Menschen mit schwachem Immunsystem. |
In
den meisten Fällen, im Gegensatz zur Lyme-Borreliose,
kann die Ehrlichiose vom Immunsystem auch ohne eine Behandlung überwunden werden. Es hat
aber einige wenige Fälle schwerer Infektionen gegeben. Diese Fälle betrafen in der Regel
älter Menschen oder Menschen, deren Immunsystem bereits geschwächt war. Dennoch ist eine
Infektion mit Ehrlichien normalerweise so heftig, dass eine Behandlung notwendig ist. |
| Ehrlichiose
wird sehr früh übertragen. |
Es
gibt Befunde die zeigen, dass Ehrlichien schon in weniger als sechs Stunden nach der Einbettung der Zecke in die Haut des Wirtes
übertragen werden. Auch wenn eine Zecke noch während der Zeit entfernt wird, in der man sich draußen aufhält, sollte
diese vorbeugende Maßnahme als Schutz vor einer Infektion mit Ehrlichien nicht
überbewertet werden. |
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Symptome
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| Die
Schwere der Symptome ist unterschiedlich. |
Die
Symptome der Ehrlichiose variieren zwischen schwer oder sogar lebensbedrohend, je nach
Alter des Patienten und der Stärke seines Immunsystems. Mehr als die Hälfte aller
Infektionen verlaufen aber ohne sichtbare Symptome. |
Doc Winnie meint: Hört sich an wie eine Grippe. |
Erste
Krankheitszeichen zeigen sich 1 bis 2 Wochen nach dem Zeckenstich. Es kann dann u.a. zu
folgenden Symptomen kommen:
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| Hautausschlag
ist selten. |
Ein
Hautausschlag, wie bei der Lyme-Borreliose, ist selten
und häufig nur in südlichen Ländern bei Infektionen mit Rickettsien (z. B.
Mittelmeerfieber) zu beobachten. |
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Diagnose und Behandlung
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| Einfache
Labortest legen die Diagnose nahe. |
Die
Diagnose wird auf der Basis der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung und aufgrund von
Labortest gestellt. Bei den Laboruntersuchungen ist eine erhöhte Anzahl von Leukozyten
und eine niedrige Thrombozytenzahl typisch für eine Ehrlichiose. Außerdem können die
Leberenzyme erhöht sein. |
| Behandlung
vor einem eindeutigen Nachweis? |
Zur
Bestätigung einer sicheren Diagnose muss allerdings der Erreger im Blut mittels PCR und
durch serologischen Antikörpernachweis nachgewiesen werden. PCR bedeutet
"Polymerase-Chain-Reaction" und ist ein gentechnisches Verfahren, das dem
Nachweis von kleinsten Mengen an Nukleotiden dient. Besteht ein begründeter Verdacht für
eine Erkrankung sollte aber schon vor Abschluss dieser zeitlich aufwendigeren Beweise mit
der Behandlung begonnen werden. |
| Vorsicht
vor Doppelinfektionen. |
Ehrlichiose
wird mit Antibiotika, vornehmlich Doxycyclin, Tetracyclin und Makrolid behandelt. Ist die
Zecke erst nach einigen Tagen bemerkt worden und lebt der Betroffene in einer Gegend, in
der auch Lyme-Borreliose durch den Zeckenstich übertragen werden kann, so behandelt einige
Mediziner ihre Patienten über einen Zeitraum vom 28 Tagen mit Antibiotika. In diesen
Fällen ist es möglich, dass die Ehrlichiose die sehr viel schwerwiegendere Erkrankung
Borreliose überdeckt. Dann kann der Patient von beiden Erkrankungen, der Ehrlichiose und
der Borreliose, gleichzeitig betroffen sein. |
| Symptome
gehen bald zurück. |
Bei
der dargestellten Behandlung gehen die Symptome in der Regel innerhalb von 24 bis 48
Stunden zurück. Es bleiben keine Folgen zurück. Ist dies nicht der Fall, sollte der Arzt
eine andere Diagnose in Betracht ziehen. |
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Als
vorbeugende Maßnahme gegen Ehrlichiose kommt lediglich die Vermeidung von Zeckenstichen
in Frage. Lesen Sie dazu unsere Tipps. Top |
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