Zahnmedizin: Gesund im MundZahnmedizin

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Süßigkeiten und Vorsorge

Inhaltsübersicht:
Einführung
Zuckerersatzstoffe
Kontrolle
Vorsorge
Krankheitsverlauf

 

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Einführung

 

Welche Arten von Zucker unterscheiden wir? Zahnschädigende Säuren bilden die Mundbakterien aus Kohlenhydraten. Besonders bevorzugt werden dabei die verschiedenen Zucker, die aus winzigen, leicht spaltbaren Molekülen bestehen und in Minutenschnelle verdaut werden. Zu den Zuckern zählen u. a. die Monosaccharide Fruktose und Glucose (Frucht- und Traubenzucker) sowie das aus je einem Teil Fruktose und Glucose zusammengesetzte "Disaccharid". Saccharose ist unser Haushaltszucker. Im Gegensatz zu den Zuckern wird das Kohlenhydrat Stärke, das aus Riesenmolekülen besteht und z. B. in Kartoffeln oder im Brot vorkommt, von den Bakterien nur sehr langsam abgebaut, so daß die entstehende Säure relativ leicht vom Speichel neutralisiert und damit unschädlich gemacht werden kann.

 

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Zuckerersatzstoffe

 

Süß muß nicht gleich Zucker sein. Kausale, ursachenorientierte Vorbeugung gegen Karies bedeutet demnach, den Mundbakterien möglichst selten und möglichst wenig Zucker anzubieten. Naschkatzen sollten ihren Appetit auf Süßigkeiten zu den Mahlzeiten stillen und anschließend ihre Zähne putzen. Zwischen den Mahlzeiten sollten sie, wenn es schon sein muß, ausschließlich zuckerfreie Süßwaren zu sich nehmen, die es heute in guter Qualität und in günstiger Auswahl zu kaufen gibt. Als Zucker-Ersatz haben sich u. a. Xylit, Sorbit und Aspartam ("Nutrasweet") bewährt.

 

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Kontrolle

 

Worin ist Zucker enthalten? Im übrigen sollte jeder regelmäßig die Listen der Inhaltsstoffe auf verpackten Nahrungsmitteln nach Zucker durchgehen; es ist erstaunlich, worin überall Zucker enthalten ist. Dem Zucker zu entgehen ist gar nicht so leicht. Er ist in vielen Säften und Limonaden, aber auch in Ketchup, Senf und Salatsoßen, in vielen Fertiggerichten und sogar in machen Käsesorten enthalten.

 

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Vorsorge

 

Was ist nach dem Genuß von Zucker zu beachten? Wenige Minuten nach dem ersten Kontakt mit Zucker verwandeln die Mundbakterien diesen in Säuren. Deshalb muß danach so schnell wie möglich eine Zahnreinigung erfolgen. Da diese Prozedur im allgemeinen täglich nicht öfter als dreimal erfolgt, ist vor allem die Anzahl der Kontakte mit Zucker zu begrenzen. Vom zahnärztlichen Strandpunkt aus gilt: lieber einmal am Tag richtig naschen und danach gleich die Zähne putzen, als mehrere kleine Mengen an Süßigkeiten über den Tag zu verteilen.

 

Mengen reduzieren! Zuckerhaltige und/oder klebrige Speisen sollten möglichst selten und nur dann gegessen werden, wenn die Möglichkeit besteht, unmittelbar hinterher die Zähne zu putzen.

 

Zähne putzen! Regelmäßiges, richtiges und systematisches Zähne putzen nach den Mahlzeiten und immer dann, wenn zwischendurch Süßes verzehrt wurde.

 

Fluorid hilft! Anwendung von Fluorid macht die Zahnoberfläche widerstandsfähiger gegen Säuren und hemmt gleichzeitig Ansiedlung und Stoffwechsel der Plaque-bakterien (Zahnbelag).

 

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Krankheitsverlauf

 

Was ist Plaque? Plaque sind Bakterienbeläge, die sich bei ungenügender Mundhygiene sehr schnell auf den Zahnoberflächen festsetzen. Wenn dann noch zuckerhaltige Getränke oder Nahrungs- und Genußmittel verzehrt werden, gelangt stets ein Teil des Zuckers in die Plaque und die Bakterien zerlegen ihn.

 

Säuren greifen den Zahn an. Dabei entstehen Säuren, welche die Zahnoberfläche angreifen. Es entsteht Karies, die bei jedem erneuten Verzehr von Zucker voranschreitet.

 

Plaque bildet Toxine. Gleichzeitig vermehren sich die Bakterien sehr stark, wenn sie häufig Zucker bekommen. Die Plaque wächst und bildet Giftstoffe, die sogenannten Toxine. Diese Giftstoffe wirken auf das ganze Zahnfleisch ein und verursachen eine Entzündung. Wenn diese Entzündung lange bestehen bleibt, kann sie zum Zahnverlust führen.

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