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Osteoporose-
Risikofaktoren: Ernährung |
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In
Deutschland wird sehr viel tierisches Protein (Eiweiß)
gegessen. Normalerweise sollten nur 20 Prozent des täglichen Energiebedarfs durch Eiweiß
gedeckt werden. Eiweißreiche tierische Lebensmittel z. B. Fleisch, Wurst, Fisch, Eier,
bilden beim Abbau im Körper Säuren. Obst und Gemüse sind dagegen basenbildende
Lebensmittel. Das führt zu einer Übersäuerung des Organismus bzw. zu einer Verschiebung
des Säuren- Basen- Gleichgewichts. Eine solche Abweichung bewirkt eine
Stoffwechselstörung, weil Enzyme und Aminosäuren ihre Funktion nicht mehr in vollem
Maße ausüben können. Durch den Säureüberschuss im Körper wird außerdem weniger
Kalzium aus der Nahrung aufgenommen. Um die Schwankungen im Säuren- Basen- Haushalt
auszugleichen, produziert die Lunge aus Kohlendioxid und Kalzium Kalziumkarbonat. Das
hierfür benötigte Kalzium mobilisiert der Körper notfalls auch aus den Knochen. Dadurch
wird vermehrt Kalzium ausgeschieden und das führt zu einer negativen Kalziumbilanz
führt. Es ist deshalb besonders wichtig, den Körper vor einer Übersäuerung zu
schützen, z. B. durch basisches Kaliumcitrat, um die Kalziumverluste durch eine
Ausscheidung zu verringern. |
| Wir
nehmen generell zu viel Phosphat mit der Nahrung auf. |
Unsere
Nahrung weist üblicherweise einen zu hohen Phosphatanteil auf. Fast alle Kalziumquellen
enthalten zugleich Phosphate im Übermaß. Generell kann man davon ausgehen, dass 1,5 fach
mehr Phosphat als Kalzium in unserer Nahrung enthalten ist. Ein besonders negatives
Beispiel ist Rindfleisch. Es hat ein Kalzium-Phosphat-Verhältnis von 6 : 1. Auch
Konservierungsmittel und Cola-Getränke enthalten einen hohen Anteil an Phosphaten. Wird
zu viel Phosphat aufgenommen, so wird dadurch die Einlagerung von Kalzium in die Knochen
vermindert bzw. wird Kalzium den Knochen entzogen. Ein Verhältnis von Kalzium zu
Phosphaten von 1 : 2 in der Nahrung wäre für unseren Organismus noch zu verarbeiten. Die
Realität zeigt aber ein Verhältnis von 1 : 4. |
| Oxalsäure verhindert die Aufnahme von Kalzium. |
Oxalsäure
ist ein Kalziumräuber. Es verhindert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm ins Blut.
Beispielsweise macht die Oxalsäure im Spinat die doppelte Menge an Kalzium in der Milch
wertlos machen. Eine oxalatarme Kost sollte nicht mehr als 50 mg/Tag beinhalten. |
| Zu geringe tägliche Aufnahme knochenaktiver Vitalstoffe bei
Veganern. |
Veganer
essen nichts, was vom Tier kommt. Sie meiden Fleisch, Fisch, Milch, Eier und evt. sogar
Honig. Aus diesem Grund ist die Nahrung insbesondere strenger Veganer nicht mit allen
erforderlichen Nährstoffen ausgestattet. Aufgrund des fehlenden Milchkonsums sind diese
Menschen meistens mit Kalzium unterversorgt. Allerdings ist durch die fehlende Zufuhr an
tierischem Eiweiß die Kazliumbilanz aufgrund einer Übersäuerung (s.o.) weniger
kritisch. Weitere kritische Nährstoffe sind essentielle Aminosäuren, die Vitamine A, D,
B12, B2 und die Spurenelemente Eisen, Zink, Kupfer und Selen. |
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