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AnnaSusanna

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Behandlung von PMS
Die Behandlung richtet sich nach den Ursachen. Das prämenstruelle Syndrom kann vielfältige Ursachen haben. Davon ist auch die Behandlung abhängig. Häufig wird aber auch kein konkreter Auslöser gefunden. Dann kann die Behandlung nicht ursächlich erfolgen. Sie richtet sich nach den Symptomen. Dabei gibt es kein einheitliches therapeutisches Schema.

 

Das umfangreiche Spektrum der Symptome ermöglicht den Einsatz unterschiedlichster Medikamente. Eine individuelle Therapie ist notwendig.

 

Das Spektrum der medikamentösen Therapie kann folgende Medikamentengruppen umfassen:
  • Analgetika (Schmerzmittel)
  • Diuretika zur Entwässerung (Wird nur in Ausnahmefällen bei schweren Ödemen angewendet.)
  • Ovulationshemmer (hormonelle Verhütungsmittel, Pille). Eine Linderung der Beschwerden kann bei manchen Frauen auch die Einnahme von der Pille bewirken. Gerade bei Frauen mit Symptomen wie Brustspannen, Krämpfen und Heißhunger kann die Pille eine Verminderung oder eine vollkommene Verbesserung der Beschwerden bewirken. Allerdings kommt es bei einem Drittel der von PMS betroffenen Frauen unter der Einnahme der Pille zu einer Verschlechterung der psychischen Beschwerden.
  • Gestagene
  • Psychopharmaka: Häufig steht die psychische Problematik im Vordergrund. Dann kann eine neue Generation von Antidepressiva, die sogenannten SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) schnell Linderung bringen. Diese neue Medikamentengeneration hat deutlich weniger Nebenwirkungen, die außerdem nur zu Beginn einer Behandlung auftreten. Das sind z. B. leichte Übelkeit und Kopfschmerzen. SSRI können außerdem gezielt in der zweiten Zyklushälfte angewandt werden, wenn die Beschwerden auftreten. Nur in sehr schweren Fällen muss das Medikament dauerhaft eingenommen werden.
  • GnRH-Analoga. GnRH ist ein Hormon des Hypothalamus, das die Hypophyse zur Ausschüttung der Sexualhormonen FSH und LH anregt. Durch die Gabe von GnRH-Analoga wird die Ausschüttung der Hormone reduziert.
  • Vitamin B6

 

Vorsicht ist bei Schmerzmittel geboten. Es muss das richtige sein und darf nicht zu lange angewandt werden. Kopf-, Rücken- und Brustschmerzen können so stark sein, dass Schmerzmitteln notwendig sind. Die Schmerzmittel haben aber keine Wirkung auf psychische Beschwerden. Außerdem ist ein zu langer und zu intensiver Gebrauch von Schmerzmitteln häufig die Ursache für die Entstehung chronischer Schmerzen. Der medikamenteninduzierte chronische Kopfschmerz ist dafür ein Beispiel. Bewährt hat sich auch die Kombination aus Schmerzmittel und einem entkrampfenden Wirkstoff. Frauen, die während ihrer Periode unter starken Blutungen leiden, sollten darauf achten, dass sie kein Schmerzmittel einnehmen, das Acetylsalicylsäure (ASS) enthält. ASS wirkt blutverdünnend. Deshalb kann es den Blutverlust noch steigern. Auch Koffein sollte nicht enthalten sein. Es wirkt anregend und verstärkt PMS-Symptome wie Nervosität und Angst.

 

Mit dem PMS- Kalender lernt Frau sich besser kennen. Ein Patentrezept, um PMS zu behandeln gibt es nicht. Für die betroffene Frau ist es wichtig, die eigenen individuellen Beschwerden zu kennen. Aus diesem Grunde bietet sich die Hilfe eines PMS-Kalenders an. Das konsequente Führen und Auswerten des PMS-Kalenders bringt oft die Möglichkeit mit sich, ganz auf eine medikamentöse Behandlung zu verzichten.

 

Pflanzliche und homöopathische Arzneimittel helfen auf sanfte Weise. Beim prämenstruellen Syndrom werden außerdem oft pflanzliche und homöopathische Arzneimittel angewandt. Gerade in der Gynäkologie haben sich bestimmte Heilpflanzen besonders bewährt. Ihre Wirksamkeit ist eine echte Alternative zu chemischen Medikamenten. Sie helfen auf sanfte Weise. Dabei ist der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) hervorzuheben. Er wird vorwiegend bei Hyperprolaktinämie und Mastodynie angewandt.

 

Lassen Sie sich fachkundig beraten. Auch pflanzliche Arzneimittel sind Medikamente und sollten wie solche behandelt werden. Unsachgemäße Anwendung kann zu unerwünschten und sogar schädigenden Wirkungen führen. Z. B. dürfen Zubereitungen mit Mönchspfeffer während einer Schwangerschaft nicht angewandt werden. Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker beraten, auch wenn das Arzneimittel frei verkäuflich ist. Wer gerne mehr über pflanzliche Arzneimittel, die sogenannten Phytopharmaka, wissen möchte, kann hier (Beispiel Depression) nachlesen.

 

Beim prämenstruellen Syndrom kann die Zusammenarbeit des Gynäkologen mit anderen Fachärzten sinnvoll sein. Das kommt auf die Symptome an. Bei Frauen, die unter einer starken psychischen Symptomatik leiden, sollte z. B. ein Psychiater hinzugezogen werden. Leider geschieht dies immer noch zu selten, obwohl heute gerade diese Beschwerden gezielt behandelt werden können.

 

Selbsthilfetipps Weitere Aspekte der Behandlung beim prämenstruellen Syndrom sind:

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