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AnnaSusanna

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Geburtsprobleme:
Beckenendlage

Die Ausrichtung erfolgt in der 34. bis 36. Woche

Die günstigste und häufigste Position des Kindes für die Geburt ist die Kopflage. Diese Ausrichtung des Kindes für die Geburt erfolgt meist in der 34. bis 36. Schwangerschaftswoche. Dabei ist der Kopf des Kindes zum Ausgang der Gebärmutter hin gerichtet und wird bei der Geburt als erstes sichtbar.

 

Gesäß oder Füße zeigen zum Ausgang der Gebärmutter

Einige Kinder nehmen diese Position im Mutterleib jedoch nicht ein, sondern sind mit dem Kopf nach oben hin ausgerichtet. Das Gesäß (oder auch die Füße) des Kindes ist dann derjenige Teil, der dem Ausgang der Gebärmutter am nächsten liegt. Daher spricht man bei einer derartigen Ausrichtung des Kindes im Mutterleib von einer Beckenendlage.

 

3 bis 5 Prozent sind betroffen

Die Häufigkeit einer Beckenendlage beträgt etwa 3 bis 5 Prozent. Da die Ausrichtung des Kindes in die Kopflage erst gegen Ende der Schwangerschaft erfolgt, befinden sich Frühgeborene meistens in einer Beckenendlage.

 

Mögliche Gründe

Gründe für eine Beckenendlage können sein:

  • Fehlbildungen des Kindes, die zu einer verminderten Bewegung des Kindes im Mutterleib führen (z.B. Sauerstoffmangel bei Schädigung der Plazenta)
  • straffe Gebärmutterwand, wie sie bei Frauen auftreten kann, die erst ein einem höheren Lebensalter das erste mal schwanger werden
  • Verminderung der Fruchtwassermenge, beispielsweise bei Störungen der Plazentafunktion
  • ungünstige Positionierung der Plazenta, z.B. am Übergang eines Eileiters in die Gebärmutter
  • gutartige Tumoren der Muskelschicht der Gebärmutterwand (Myome)
  • sehr großes Kind, z.B. bei Zuckererkrankung (Diabetes mellitus) der Schwangeren
  • sehr schlaffe Gebärmutterwand, wie sie bei mehreren, rasch aufeinander folgenden Schwangerschaften entstehen kann

 

Risiken für das Kind

Die Beckenendlage birgt für die betroffenen Kinder einige Risiken. So wurde festgestellt, dass diese Kinder im späteren Leben gehäuft unter Bewegungsstörungen leiden. Bei der Geburt kann es zu einer Auskugelung im Hüftgelenk kommen (Hüftluxation). Außerdem sind diese Kinder gefährdet, durch eine Einschränkung der Sauerstoffversorgung bereits im Mutterleib zu versterben.

 

Diagnostik

Eine Beckenendlage wird im Rahmen der normalen Schwangerschafts- und Geburtsvorbereitungsuntersuchungen festgestellt. Dies kann durch eine Tastuntersuchung erfolgen, meist jedoch mittels Ultraschalldiagnostik.

 

Kaiserschnitt oder normale Geburt

Um das Kind durch einen erschwerten Geburtsvorgang nicht unnötig zu belasten und um der Mutter eine lange und schwere Geburt zu ersparen, kann eine Entbindung mittels Kaiserschnitt geplant werden. In einigen Fällen ist jedoch auch eine "normale" Entbindung relativ problemlos möglich. Dabei kommen meist spezielle geburtshilfliche Handgriffe zur Anwendung, welche die Entbindung des Kindes erleichtern. Gelegentlich kann auch ein Dammschnitt erforderlich sein.

 

Kriterien für die richtige Entscheidung

Die Entscheidung für eine normale oder eine Kaiserschnittentbindung hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem:

  • Entwicklungszustand des Kindes im Mutterleib
  • geschätztes Gewicht des Kindes
  • genaue Lage des Kinde im Mutterleib, z.B. Positionierung der Knie und der Füße
  • Stellung des Kopfes (z.B. gebeugt, gerade oder überstreckt)
  • Erkrankungen der Mutter, beispielsweise Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Wunsch der Mutter

Allerdings ist es auch möglich, nach Beginn einer normalen Entbindung auf eine Kaiserschnittentbindung überzuwechseln, wenn sich Probleme ergeben.

 

Kind im Mutterleib wenden

Vor Einsetzen der Wehen kann zudem eine so genannte äußere Wendung versucht werden. Das Ziel besteht darin, das Kind durch sanften Druck von außen im Mutterleib in die Kopflage zu drehen. Während dieser Maßnahme werden Medikamente verabreicht, welche die Muskulatur der Gebärmutter entspannen und die Entstehung von Wehen unterdrücken.

 

 

Voraussetzungen für eine äußere Wendung sind:

  • Schwangerschaftsdauer von mindestens 37 Wochen
  • Möglichkeit einer Kaiserschnittentbindung bei Auftreten von Komplikationen sowie Einverständnis der Schwangeren für diese Maßnahme
  • guter gesundheitlicher Zustand des Kindes im Mutterleib

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