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Akromegalie
 

Akromegalie
im Internet

 

 
Kurzinfo: Akromegalie, hyperphysärer Riesenwuchs
Definition Folge eines chronischen Überangebots an Wachstumshormon nach Epihysenschluss, vor Epiphysenschluss  hyperphysärer Riesenwuchs.
Symptome Vergröberung der Gesichtszüge, Weichteilschwellungen an Händen, Füßen, Nase, Augenbrauen, Lippen, dickere Haut, raue, tiefe Stimme, vermehrtes Knorpelwachstum, Gelenkspaltvergrößerung, Knorpeldegeneration, Arthrose, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, vermehrtes Schwitzen, Schlafapnoe-SyndromHypertonie, Herzvergrößerung, Diabetes, erhöhte Triglyceridwerte, Zyklusstörungen bei der Frau, Potenz- und Libidoprobleme beim Mann
Therapie operative Entfernung des ursächlichen Hypophysenadenoms, Strahlentherapie, Medikamente (Somatostatin-Analoga, Dopamin-Agonisten, Wachstumshormon-Rezeptorantagonist)
Inhaltsübersicht:
Definition und Ursachen
Krankheitsbild
Diagnostik
Therapie
Top
Definition und Ursachen
Zu viel Wachstumshormon lässt die Akren überproportional wachsen Das Wachstum des Menschen wird durch das Wachstumshormon STH oder Somatotropin gesteuert.

Wird nach Abschluss des normalen physiologischen Wachstums vermehrt und chronisch Wachstumshormon ausgeschüttet, so entwickelt sich das Krankheitsbild der Akromegalie. Die Krankheit hat ihren Namen, weil die sichtbaren körperlichen Veränderungen sich vorwiegend im Bereich der Akren abspielen. Akren ist der medizinische Begriff für alle vom Rumpf abstehenden Körperteile wie Hände und Finger, Füße und Zehen und im Gesicht Nase, Kinn, Augenbrauen und Jochbögen.

 

Bei Kindern kann es zu hyperphysärem Riesenwuchs kommen Wird noch vor Abschluss des normalen Wachstums bei Kindern und Jugendlichen vermehrt STH ausgeschüttet, so spricht man auch von Gigantismus oder besser hyperphysärem Riesenwuchs. Dabei bleiben die normalen Körperproportionen erhalten. Erst später kann es dann zum Krankheitsbild der Akromegalie mit ihren typischen Veränderungen der Akren kommen. Bei einer verminderten Ausschüttung von STH im Kindesalter kommt es zum Minderwuchs.

 

Akromegalie ist selten Akromegalie ist eine seltene Erkrankung. In Deutschland erkranken daran vermutlich etwa 300 Menschen jährlich. Betroffen sind alle Altersstufen, am häufigsten aber das Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Allerdings wird in den meisten Fällen die Erkrankung schon weit vorher sichtbar. Vom Beginn der Erkrankung bis zur Stellung der richtigen Diagnose vergehen durchschnittlich 7 bis 10 Jahre.

 

Ursache ist in den meisten Fällen ein Hypophysenadenom Der Grund für die vermehrte Ausschüttung von STH ist in den meisten Fällen ein gutartiges Geschwulst in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), ein sogenanntes Hypophysenadenom. Nur in ganz seltenen Fällen ist ein bösartiges Karzinom die Ursache.

 

Zu viel oder zu wenig - die hormonellen Prozesse der Hypophyse können durcheinander geraten Adenome sind gutartige Gewebewucherungen, die z. B. von den Innenwänden von Drüsen ausgehen. Deshalb werden sie auch häufig als Drüsengeschwulst bezeichnet. Sie bilden keine Tochtergeschwulste aus. Adenome wölben sich vor und können wie an einem Stiel an ihrem Ausgangsgewebe hängen. Mit zunehmendem Wachstum wird es in der betroffenen Drüse eng. Es finden Verdrängungsprozesse statt. Der Druck auf das umliegende Gewebe nimmt immer mehr zu und es kann zu Fehlfunktionen kommen. Die Hypophyse liegt im so genannten "Türkensattel", einer knöchernen Nische im Schädel. Durch diese räumliche Enge übt ein Hypophysenadenom schnell Druck auf das umliegende Gewebe aus. Es kann zu Unterfunktionen hormoneller Steuerungsprozesse, aber auch zu Überfunktionen kommen. Außerdem drückt der Tumor auf die Sehnervenkreuzung, die sich in unmittelbarer Nähre der Hypophyse befindet. Das kann zu einer Verschlechterung des Sehens und zu einer Einschränkung des Gesichtsfeldes führen.

 

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Krankheitsbild
Die Erkrankung zeigt sich in verschiedenen Bereichen Die Symptome der Akromegalie entstehen durch:
  • systemisch durch die vermehrte Ausschüttung von Wachstumshormon
  • lokale durch den raumfordernden Prozess in der Hypophyse

 

Hüte, Schuhe und Ringe werden zu klein Die lokalen Symptome hängen von der jeweiligen Größe des Tumors ab. Im Laufe seines Wachstums nimmt das Tumorgewebe immer mehr Platz ein und setzt das Drüsengewebe der Hypophyse und die umliegenden Strukturen zunehmend unter Druck. Die Beschwerden, die dadurch entstehen sind insbesondere Kopfschmerzen und Sehstörungen. In seltenen Fällen können sich Doppelbilder, Schmerzen oder Sensibilitätsstörungen im Bereich der Gesichtsnerven entwickeln.

 

Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und vermehrtes Schwitzen sind typisch Der Druck des Tumors stört auch die hormonellen Regelkreise, die der Regelung durch das Hypothalamus-Hypophysen-Systems unterliegen und führt meistens zu einer Unterfunktion von geschlechtsspezifisch wirkenden Hormonen. Dadurch kommt es bei Männern und Frauen zu verminderter sexueller Erregbarkeit (Libido). Frauen sind zusätzlich von Zyklusstörungen betroffen.

 

Das vermehrte Wachstum und seine Auswirkungen können viele Bereiche des Körpers und seine Organsysteme betreffen Durch die Überproduktion von Wachstumshormon ergeben sich folgende Veränderungen:
  • Vergröberung der Gesichtszüge durch vermehrtes Wachstum von Nase, Ohren, Jochbeinen, Oberkiefer und Unterkiefer, Lippen und Zunge.
  • Fehlbiss (Ober- und Unterkiefer passen nicht mehr so gut aufeinander)
  • Vergrößerung der Akren der Extremitäten. Akren ist der medizinische Begriff für alle vom Rumpf abstehenden Körperteile wie Hände und Finger, Füße und Zehen und im Gesicht Nase, Kinn, Augenbrauen und Jochbögen. Ein Anzeichen kann sein, dass Fingerringe, Hüte und Schuhe nicht mehr richtig passen.
  • Vergrößerung des Kehlkopfes und dadurch tiefe, raue Stimme
  • Durch das vermehrte Wachstum von Lippen, Zunge, Kiefer, Kehlkopf und Strukturen der Nase kommt es auch zu einer erschwerten Atmung. Sehr häufig tritt das Schlafapnoe-Syndrom auf. Die Betroffen leiden unter nächtlichen Atemstillständen, die länger als 10 Sekunden andauern. Das macht sich durch Schnarchen bemerkbar. Diese Atemaussetzer können bis zu 300 mal in einer Nacht auftreten. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Müdigkeit tagsüber.
  • Gelenkbeschwerden und Gelenkschmerzen hervorgerufen durch Gelenkknorpelwucherungen und später Knorpeldegeneration mit Ausbildung von Arthrosen
  • Vergrößerung innerer Organe (Viszeromegalie). Besonders betroffen ist das Herz. Häufig zeigen sich Symptome einer koronaren Herzerkrankung, Herzrhythmusstörungen oder Herzinsuffizienz sowie Bluthochdruck.
  • Zunahme der Hautdicke
  • Vermehrte Körperbehaarung (Hypertrichose)
  • Vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)
  • Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) bei  normaler Schilddrüsenfunktion (eurhyreote Struma diffusa)
  • verminderte Glukosetoleranz mit Ausbildung eines Diabetes mellitus
  • Fettstoffwechselstörungen mit Erhöhung der Blutfette

 

Späte Diagnose trotz deutlicher Anzeichen Diese Veränderungen treten nicht plötzlich auf. Sie entwickeln sich allmählich. Deshalb wird die Diagnose Akromegalie oft auch erst später gestellt, obwohl schon typische Veränderungen erkennbar sind. Manchmal dauert dieser Prozess bis zu 10 Jahre.

 

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Diagnostik
Anamnese und körperliche Untersuchung Zu Beginn einer jeden Diagnostik steht das ausführliche Gespräch mit dem Arzt. Im Idealfall handelt es sich dabei um einen Endokrinologen, der ein Spezialist für Hormonkrankheiten und Stoffwechselstörungen ist. Die Krankengeschichte (Anamnese) gibt oft schon einige Hinweise auf typische Veränderungen durch Akromegalie. Daran schließt sich eine gründliche vollständige körperliche Untersuchung an. Aber erst die nachfolgenden Bluttest und evtl. bildgebende gerätegestützte Verfahren sichern die Diagnose.

 

Glukose- Toleranztest Akromegalie kann mit Hilfe des oralen Glukosetoleranztests (oGTT) nachgewiesen werden. Dieser Test wird durchgeführt, um die Funktionsfähigkeit des Hypothalamus- Hypophysen- Nebennierenrinden- Systems zu überprüfen. Normalerweise führt der Test zu einer völligen Hemmung des Wachstumshormons. Bei Akromegalie wird durch den Test das Wachstumshormon nicht vollständig gehemmt. Es kann sogar stimuliert werden. Der oGTT zeigt außerdem eine Störung im Kohlenhydratstoffwechsel an. Meistens ist der Insulinspiegel erhöht. Dadurch ist die Wirkung des Wachstumshormons als Gegenspieler des Insulins belegt. Weil der oGTT aber auch bei Diabetes mellitus, Leber- und Nierenerkrankungen sowie bei Magersucht positiv sein kann, ist dieser Test als alleiniger Nachweis einer Akromegalie nicht ausreichend.

 

Der STH- Basalspiegel gibt wichtige Hinweise Die Bestimmung des STH- Basalspiegels kann einen Hinweis auf Akromegalie geben. Bei Werten zwischen 5 bis 10 ng\ml ist Akromegalie selten. Meistens haben die Betroffenen Werte zwischen 10 und mehreren 100 ng\ml. Dabei ist aber zu beachten, dass erhöhte STH-Basalwerte auch bei Diabetikern mit stark schwankenden Blutzuckerspiegeln, bei Niereninsuffizienz, Anorexia nervosa, Hepatitis, Leberzirrhose und sogar bei gesunden Menschen in bestimmten Situationen vorkommen können. Deshalb ist der Test als alleiniges diagnostisches Mittel nicht ausreichend.

 

Der IGF I ist deutlich erhöht Die Aktivität der Akromegalie lässt sich anhand der Bestimmung des IGF I (Insuline like growth factor) zeigen. IGF I ist ein Hormon, das in der Leber unter Mitwirkung des Wachstumshormons gebildet wird. Der IGF I ist bei einer aktiven Akromegalie deutlich erhöht. Als alleiniges diagnostisches Mittel ist aber auch dieser Test nicht aussagefähig genug, da IGF I auch unter anderen Bedingungen erhöht sein kann, z. B. in der Schwangerschaft, bei Magersucht oder bei Leber- und Nierenerkrankungen.

 

Bildgebende Verfahren Zur sicheren Diagnose, zur Darstellung der Größe und Lage, aber auch zum Ausschluss eines Tumors, z. B. eines Hypophysenadenoms, sind bildgebende Verfahren sinnvoll. Dazu können eine Röntgenuntersuchung und\oder ein Computertomografie herangezogen werden. Das aussagefähigste bildgebende Verfahren ist aber die Magnetresonanztomografie (MRT). Bei dieser Untersuchung, bei der mit Hilfe von starken Magnetfeldern, Radiowellen und Computer ein detailiertes Bild erzeugt wird, entstehen keine Strahlenbelastungen.

 

Weiterführende Diagnostik Neben diesen unmittelbar ursächlichen Untersuchungen werden verschiedene Organsysteme überprüft. Dazu gehören die Augen, das Herz und die Lunge. Zu diesem Zweck kann es erforderlich sein, einen entsprechenden Facharzt aufzusuchen.

 

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Therapie
Operationen sind die Therapie der ersten Wahl Die Therapieoption der ersten Wahl ist eine operative Entfernung des Adenoms in der Hypophyse, das die Ursache der Akromegalie ist. Früher war diese Operation meistens schwer und ein vollständiger Erfolg nicht immer gegeben.

 

Operationen sind meistens erfolgreich Heute hat man Methoden entwickelt, wie das Gehirn nicht schädigt. Durch einen Zugang durch die Nase, durch das Munddach oder durch einen feinen Schnitt am Augenrand gelangt man direkt zur Hypophyse und kann so sehr viel schonender und erfolgreicher operieren. Durch die deutlich bessere Überwachung und Überprüfung der Operationsergebnisse noch während der Operation kann oft auch noch Resttumorgewebe entfernt werden. Ausgeführt werden sollte diese Operation von einem erfahrenen Neurochirurgen. Wichtig ist es auch noch zu wissen, dass ein Hypophysenadenom kein Gehirntumor ist. Eine Schädigung von Gehirnfunktionen ist deshalb nicht zu befürchten.

 

Frühe Diagnose erhöht die Heilungschance Bei einem kleinen Tumor unter 5 mm Durchmesser besteht bei 80 bis 90 Prozent der Betroffenen eine vollständige Heilungschance. Auch bei größeren Tumoren ist die Heilungschance noch sehr hoch. Weil bei größeren Tumoren aber das Adenom oft nicht vollständig entfernt werden kann, ist hier die Heilung nicht immer vollständig. Aus diesem Grund ist ein frühes Feststellen der Erkrankung wichtig.

 

Komplikationen sind selten Schwere Komplikationen treten bei dieser Operation nur sehr selten (weniger als 1 Prozent) auf, sie können aber vorkommen. Zu diesen Komplikationen gehören z. B. Nachblutungen oder die Ausbildung einer Hirnhautentzündung. In manchen Fällen, die aber auch selten auftreten, erlangt die Hypophyse nach der Operation nicht mehr ihre volle Funktionsfähigkeit zurück. Dann müssen die Hypophysenhormone vorübergehend oder sogar ein Leben lang eingenommen werden.

 

Strahlentherapie Als Therapie der zweiten Wahl wird die Strahlentherapie angesehen. Weil die Hypophyse nur langsam auf die Strahlentherapie reagiert wird noch jahrelang zu viel Wachstumshormon ausgeschüttet. Außerdem besteht die Gefahr, dass auch andere Funktionen der Hypophyse geschädigt werden. Deshalb wird die Strahlentherapie nur angewandt, wenn durch die Operation der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte und weiterhin zu viel Wachstumshormon ausgeschüttet wird. Auch bei einem erneuten Auftreten eines Adenoms (Rezidiv) kommt die Strahlentherapie zum Einsatz. In manchen Fällen können Tumore nicht chirurgisch entfernt werden, weil das für den Betroffenen ein zu großes Risiko beinhaltet. Auch in diesen Fällen kann die Strahlentherapie angewandt werden.

 

Es gibt verschiedene Verfahren Für die Strahlentherapie stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, deren Anwendung sich an den individuellen Gegebenheiten orientiert. In allen Fällen sollten vor der tatsächlichen Durchführung eine Simulation im Computer stattfinden, um den Erfolg realistisch einschätzen zu können. In den meisten Fällen wird durch die Strahlentherapie ein Wachstumsstopp des Tumors erreicht. Bei 20 bis 80 Prozent der Betroffenen wird innerhalb von 2 Jahren eine Normalisierung der Hormonausschüttung erreicht.

 

Nebenwirkungen sind möglich Bei der Bestrahlung können Nebenwirkungen auftreten. Am häufigsten ist dabei eine Schädigung der normalen Funktion der Hypophyse. Selten kommt es dagegen zu Einschränkungen des Sehens und sehr selten zu Verletzungen gesunden Gehirngewebes.

 

Medikamente Ziel eine medikamentösen Behandlung ist die Normalisierung der Wachstumshormonausschüttung. Da die Therapie der ersten Wahl die Operation ist, kommen Medikamente vor allem in folgenden Situationen zum Einsatz:
  • vor und während der Operation, um die Operation zu erleichtern und so die Erfolgschancen zu steigern.
  • nach der Operation z. B. wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte und weiterhin zu viel Wachstumshormon ausgeschüttet wird.
  • begleitend zu Strahlentherapie, um den Zeitraum, bis diese wirksam wird zu überbrücken.

 

Somatostatin- Analoga Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Behandlung der Akromegalie eingesetzt werden können. Am erfolgversprechendsten ist die Anwendung von Somatostatin-Analoga oder Somatostatin-Agonisten. Somatostatin oder Growth Hormon-Inhibitinghormon ist ein natürliches Hormon des Hypothalamus, das die Ausschüttung des Wachstumshormons hemmt (vgl. Funktion von Hypothalamus und Hypophyse). Somatostatin-Analoga z. B. die Wirkstoffe Octreotid und Lanreotid besitzen die gleiche Wirkung, sind aber synthetisch hergestellte Wirkstoffe. Heute gibt es Depotspritzen, die in Abständen von 2 bis 4 Wochen in den Muskel gespritzt werden. Die Anwendung führt bei bis zu 95 Prozent der Betroffenen zu einer Senkung der Wachstumshormonkonzentration. Es kommt schon sehr bald zur Besserung von Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schwellungen im Weichteilbereich. Als Nebenwirkung können Magen-Darm-Beschwerden auftreten, die aber in der Regel nach einigen Tagen zurückgehen.

 

Dopamin- Agonisten Auch Dopamin-Agonisten wie Bromocriptin, Cabergolin und Quinagolid senken die Ausschüttung von Wachstumshormon. Allerdings liegt die "Erfolgsquote" hier nur bei etwa 30 bis 50 Prozent der Betroffenen. Eine Besserung von Beschwerden wird aber bei 70 Prozent erreicht.

 

Wachstumshormon- Rezeptorantagonist Eine noch neue Entwicklung ist ein Wachstumshormon- Rezeptorantagonist (Pegvisomant). Dieser Wirkstoff  unterdrückt nicht die Ausschüttung von Wachstumshormon. Er belegt die gleichen Rezeptoren wie das Wachstumshormon und blockiert so dessen Wirkung. Auf diese Weise wird, das zeigen bisherige Studien, bei fast allen Betroffenen eine Normalisierung der IGF-I Konzentration erreicht. Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Weichteilschwellungen und vermehrtes Schwitzen gehen zurück. Angewandt wird diese Therapieoption bei Betroffenen, bei denen andere therapeutische Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Tumorgröße und Tumorwachstum werden durch dieses Medikament nicht beeinflusst.

 

Kontrollen sind notwendig In allen Fällen muss die Therapie und der Verlauf ständig kontrolliert werden. Auch wenn die Therapie erfolgreich war, ist eine Kontrolle sinnvoll, um ein mögliches Wiederauftreten der Erkrankung frühzeitig zu entdecken.

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