MedizInfo®Klinikbewertungen
Klinikdatenbank mit individuellen Erfahrungsberichten
Geben Sie jetzt Ihre Klinik-Bewertung ab!

Endokrinologie

Bücher zum Thema aussuchenBücherliste: Endokrinologie

Anatomie und Physiologie
Bauchspeicheldrüse und Diabetes
Erkrankungen von Hypothalamus und Hypophyse
Hormonübersicht
Nebennierenerkrankungen
Schilddrüsenserkrankungen
Stoffwechsel und Stoffwechselstörungen
Wechseljahre des Mannes
Wechseljahre der Frau

Natriummangel / Hyponatriämie
 

Natrium im Internet

 
Kurzinfo: Natriummangel / Hyponatriämie
Symptome Abnahme des Herzschlagvolumens, Abnahme der Koronar- und Organdurchblutung, Abnahme des Urinvolumens und der Natriumausscheidung, starkes Durstempfinden, Anorexie, Störungen des Geschmacksempfindens, Muskelkrämpfe, Oberbauchkrämpfe, Krampfanfälle, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Bewußtseinsstörungen, Schockzustände, Koma, neurologische und zerebrale Störungen
Therapie Natriumsubstitution, Diuretika
Inhaltsübersicht:
Ursachen
Krankheitsbild
Therapie
Top
Ursachen
Hyponatriämie: Serumnatrium unter 135 mmol/l. Sinkt der Anteil des Serumnatriums unter den Wert von 135 mmol/l, so spricht man von einer Hyponatriämie. Die Hyponatriämie ist die häufigste Elektrolytstörung, die oft bei einer stationären Behandlung auftritt. Verminderter Natriumbestand entsteht zum Beispiel, wenn der Natriumverlust größer ist, als der Wasserverlust. Die Ursachen sind vielfältig und können durch Nierenerkrankungen oder Magen-Darm-Erkrankungen und verschiedene andere Störungen hervorgerufen werden.

 

Buch dazu anzeigenThiemes Innere Medizin. TIM Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Ursachen der Hyponatriämie zusammen:
Quelle: TIM
Gesamtkörpernatrium vermindert:
Natriumverlust größer als Wasserverlust, Volumenkontraktion
renal extrarenal
  • Mineralokortikoidmangel
  • Salzverlustniere bei Pyelonephritis (obere Harnwegsinfektion)
  • Entlastung nach einer Verstopfung der Harnwege
  • Nierenversagen mit Salzverlust
  • Phase hoher Harnausscheidung bei akutem Nierenversagen
  • Tubulopathien (Störung der Filterfunktion der Nieren)
  • diabetische Ketoazidose
  • Diuretika
Gesamtkörpernatrium normal:
Wasserretention, keine Ödeme, mäßige Volumenretention
Gesamtkörpernatrium erhöht:
Hypervolämie, Ödeme
  • schwere akute und chronische Lungenerkrankungen
  • SIADH (unangepasste ADH- Sekretion)
  • erhöhte Empfindlichkeit des Osmorezeptors
  • Glukokortikoidmangel
  • Hypothyreose, Wasserintoxikation, zu viel hypotone Infusionslösung (intraoperativ)
  • Medikamente, z. B. Cabamazepin, Clofibrat, Cyclophosphamid, Furosemid, Lithium

 

Top
Krankheitsbild
Nicht immer treten die Symptome dramatisch auf. Das Krankheitsbild kann sich auch ganz allmählich entwickeln. Folgen dieses Natriumverlusts sind abhängig von der Höhe des Natriummangels und von der Schnelligkeit, mit der die Störung auftritt. Zusammenfassend können folgende Symptome auftreten:
  • Abnahme des Herzschlagvolumens
  • Abnahme der Koronar- und Organdurchblutung
  • Abnahme des Urinvolumens und der Natriumausscheidung
  • starkes Durstempfinden
  • Anorexie
  • Störungen des Geschmacksempfindens
  • Muskelkrämpfe, Oberbauchkrämpfe, Krampfanfälle
  • Kopfschmerzen
  • Erschöpfung
  • Bewußtseinsstörungen
  • Schockzustände
  • Koma
  • neurologische und zerebrale Störungen

 

Top
Therapie
Die Natriumsubstitution muß genau berechnet werden. Die Therapie richtet sich nach den auftretenden Symptomen. Außerdem ist entscheidend, mit welcher Schnelligkeit und Ausprägung die Hyponatriämie auftritt. Grundlegend bei Wasser- und Natriumverlusten über die Niere ist, besonders bei Verlusten, die nicht kurzfristig behoben werden können, eine konsequente Natriumzufuhr. Die Menge der Substitution sollte vom Arzt berechnet werden. Außerdem muß der Serumnatriumspiegel unbedingt regelmäßig kontrolliert werden.

 

Diuretika Je nach Ursache der Hyponatriämie können verschiedene Diuretika zum Einsatz kommen. Wirkungsweise und Angriffspunkte der verschiedenen Diuretika werden hier genauer erklärt.

Top

Zur Übersicht:
Stoffwechsel und
Stoffwechselstörungen

 


MedizInfo®Homepage
zur Homepage
Zur Startseite
Endokrinologie

MedizInfo®Shop