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Lokale Therapie der Psoriasis:
Kortikoide

Kortison ist weitaus besser, als sein Ruf.

Kortikoide sind die weltweit am häufigsten erfolgreich eingesetzten Medikamente zur Behandlung der Psoriasis. Bei sachgerechter Anwendung sind sie gut verträglich und zeigen kaum Nebenwirkungen. Es gibt viele unterschiedliche Kortikoide, die nach ihrer Stärke in vier Klassen eingeteilt werden:
  • Klasse I sind die schwach wirksamen Kortikoide. Der Wirkstoff ist Hydrocortison.
  • Klasse II sind mittelstark wirksame Kortikoide mit den Wirkstoffen Methylprednisolonaceponat, Triamcinolonacetonid, Presnicarbat.
  • Klasse III sind stark wirksame Kortikoide mit den Wirkstoffen Mometasonfuroat, Betamethasonvalerat, Fluocinoid
  • Klasse IV sind sehr stark wirksame Kortikoide mit dem Wirkstoff Clobestasol.

 

Unerwünschte Nebenwirkungen entstehen hauptsächlich aufgrund unsachgemäßer Anwendung.

Kortikoide durchdringen die Haut fast vollständig. Sie wirken stark entzündungshemmend und sind deshalb auch besonders erfolgreich gegen Juckreiz. Eine lokale Anwendung kann bei allen Formen der Psoriasis durchgeführt werden. Lediglich bei einer bestehenden Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff und bei schon bestehendem Kortisonschaden sollte keine Behandlung mit Kortikoiden durchgeführt werden. Unerwünschte Nebenwirkungen entstehen hauptsächlich aufgrund unsachgemäßer Anwendung. Deswegen ist es bei einer Kortikoidbehandlung unbedingt notwendig, den Anweisungen des Arztes Folge zu leisten. Wir die Therapie zu lange durchgeführt (ein Zeitraum von 6 Wochen gilt als sicherer Anwendungszeitraum), kann es zu Hautverdünnungen und zu einer Neigung zu oberflächlichen Hautblutungen kommen.

 

Behandlung ist auch in der Schwangerschaft möglich.

Eine zeitlich begrenzte Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit ist möglich. Während der Stillzeit sollten allerdings keine lokalen Anwendungen im Brustbereich erfolgen. Für die Behandlung von Kindern sind ebenfalls, mit einer entsprechenden zeitlichen Begrenzung, keine Bedenken vorhanden.

 

Kombinationspräparate sind sehr erfolgreich.

Kortikoide können mit allen anderen, gebräuchlichen Behandlungsmethoden der Psoriasis kombiniert werden. Häufig werden auch Kombinationspräparate sehr erfolgreich eingesetzt, das gilt insbesondere für Kombinationspräparate von Kortikoiden und Vitamin-D-Analogen. Nach der Akutphase kann dann auf eine Monotherapie mit Vitamin-D-Analogen umgestellt werden. Dieses Vorgehen verringert das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen.

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