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Pseudokrupp
/ Krupphusten |
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| Kurzinfo:
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Pseudokrupp
/ Krupphusten |
| Symptome |
Nachts
bellender Husten, pfeifende Atemgeräusche, heisere Stimme, Atemnot, Erstickungsangst,
Unruhe, Herzklopfen |
| Wann
zum Arzt? |
Bei
wiederkehrenden nächtlichen Anfällen möglichst bald. |
| Therapie |
Kortison-Zäpfchen,
evt. Sekrolytika |
| Vorbeugung |
Abwechslungsreiche,
vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung, feuchte Raumluft, nicht Rauchen, verordnete
Medikamente bereithalten. |
| Selbsthilfe |
Ruhe
bewahren. Nehmen sie Ihr Kind auf den Arm. Fenster öffnen, feuchte Luft einatmen, kleine
Schlückchen Mineralwasser trinken. |
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Inhaltsübersicht:
Symptome
Ursachen
Therapie
Selbsthilfe |
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Symptome
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| Kleinkinder sind wegen ihres engeren Kehlkopfes besonders
häufig betroffen. |
Pseudokrupp oder Krupphusten ist eine Erkrankung, die besonders
Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren betrifft. Bei ihnen ist der
Kehlkopf noch nicht voll ausgewachsen uns deshalb sehr eng. Beim Pseudokrupp entzündet
sich die Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfes und der Stimmbänder. Die Schleimhaut
schwillt an. Dadurch bekommen die Kinder nur sehr schlecht Luft, denn die Luft muss an
diesem Engpass vorbei in die Lungen. Zusätzlich kann zäher Schleim, die Atemwege weiter
verengen. |
| Nächtlicher bellender Husten ist typisch. |
Typisches Krankheitssymptom für Pseudokrupp ist der anfallsartig
auftretende bellende Husten. Der Husten setzt plötzlich ein und tritt vorwiegend nachts
auf. Das Einatmen ist stark erschwert. Das ist anders als beim Asthma, wo das Ausatmen
erschwert ist. Es sind pfeifende, fauchende und rasselnde Atemgeräusche zu hören. Die
Stimme ist heiser. Die Kinder leiden unter Atemnot, die bei einem Anfall sehr stark sein
kann. Sie wird begleitet von Erstickungsängsten, Herzklopfen und Unruhe. |
| Vorher oft Erkältung. |
Obwohl Pseudokrupp fast immer ohne Ankündigung auftritt, geht
meistens eine Erkältung voraus.
Die Kinder können auch Fieber haben. |
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Ursachen
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| Häufigste
Ursache sind Erkältungsviren. |
Pseudokrupp
wird meistens von Viren hervorgerufen. Voraus geht in der Regel eine Erkältung.
Häufigster Auslöser sind Parainfluenzaviren, selten auch RS-, Rhino oder Masernviren. Möglich, aber ebenfalls selten
ist auch eine allergisch oder bakteriell bedingte
Infektion. Pseudokrupp kann sich vom Kehlkopf auf die Schleimhaut der Luftröhre
ausbreiten. |
| Rauchen
begünstigt die Erkrankung. |
Luftschadstoffe
begünstigen die Entwicklung eines Pseudokrupp. Besonders häufig betroffen sind Kinder,
in deren Gegenwart geraucht wird. Untersuchungen haben belegt, dass Pseudokrupp in
Raucherfamilien gehäuft auftritt. |
| Pseudokrupp
ist etwas anderes als "echter" Krupp. |
Pseudokrupp
tritt häufig im Herbst und Winter auf, wenn die Erkältungskrankheiten häufiger sind.
Vom Pseudokrupp abzugrenzen ist der "echte Krupp" oder Diphtherie. Besonders die Kehlkopf-Diphtherie, die eine sehr ernst
zu nehmende Erkrankung ist, wird im engeren Sinne als echter Krupp bezeichnet. |
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Therapie
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| Kortisonzäpfchen
für 1 bis 2 Tage wirken schnell und zuverlässig. |
Ziel
der Behandlung ist es, besonders in einem Anfall, die stark geschwollenen Schleimhäute
abschwellen zu lassen. Das wird meistens durch die Gabe von Kortison-Zäpfchen erreicht.
Auch in höherer Dosierung sind diese Medikamente nicht schädlich, weil sie nur über
einen kurzen Zeitraum angewandt werden. Nach ein bis zwei Tagen ist die Behandlung
normalerweise abgeschlossen. In dieser Zeit ist nicht mit störenden Nebenwirkungen zu
rechnen. Nur bei langfristiger dauerhafter Anwendung von Kortisonpräparaten sind
Nebenwirkungen zu befürchten. Die Behandlung in einem Notfall, wie das bei einem
Pseudokrupp-Anfall vorkommt, ist nicht schädigend. |
| Kortison
ist ein natürliches Hormon. |
Kortison
ist auch der Grund dafür, dass Pseudokrupp-Anfälle vorwiegend nachts auftreten. Kortison ist ein
natürliches Hormon, das in der Nebenniere
produziert wird. Es wirkt u.a. entzündungshemmend. Die Produktion ist aber nicht zu jeder
Tageszeit gleich. Am meisten Kortison wird tagsüber produziert, am wenigen um
Mitternacht. Deshalb treten Pseudokrupp-Anfälle vorwiegend in dieser Zeit auf. |
| Nicht
immer werden Medikamente gebraucht. |
Weitere
Behandlungsmöglichkeit ist evtl. die Verordnung von Sekrolytika, die den zähen Schleim
lösen und das Abhusten erleichtern. Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der
Erkrankung. Nicht immer sind Kortisonpräparate erforderlich. Oft greifen schon die Selbsthilfemaßnahmen. In schweren Fällen kann aber auch eine
Krankenhauseinweisung notwendig werden. |
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Selbsthilfe
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| Bewahren
Sie Ruhe. |
Erste
Maßnahme bei einem Anfall ist es, das Kind zu beruhigen. Es bekommt keine Luft und hat
Angst. Bewahren Sie Ruhe. Nehmen Sie Ihr Kind auf den Arm, beruhigen und streicheln Sie
es. |
| Kalte,
feuchte Luft einatmen. |
Bei
einem Pseudokrupp-Anfall wirkt das Einatmen von kalter, feuchter Luft abschwellend. Im
Anfall sollten Sie mit ihrem Kind auf dem Arm vor ein geöffnetes Fenster treten. Manchmal
hilft auch ein kurzer Spaziergang oder Wasserdampf. Lassen Sie im Bad heißes Wasser
laufen. Dabei sollten Sie aber gleichzeitig das Fenster öffnen. Die Atemluft sollte kalt
und feucht sein. |
| Kleine
Schlucke trinken. |
Auch
das Trinken von leicht gesüßtem Mineralwasser kann hilfreich sein. Achten Sie darauf,
dass Ihr Kind nur kleine Schlückchen trinkt. |
| Unterstützen
Sie die Bildung einen leistungsfähigen Immunsystems. |
Zur
Vorbeugung können Sie z. B. Wäsche oder feuchte Tücher im Kinderzimmer aufhängen.
Wichtig ist ein feuchtes Raumklima. Rauchen Sie nicht in Gegenwart eines Kindes. Durch
Rauch wird die empfindliche Schleimhaut von Säuglingen und Kleinkindern besonders
gereizt. Gut ist es, wenn Sie Ihr Kind abwechslungsreich und vitaminreich ernähren. Viel
Bewegung in der frischen Luft härtet ihr Kind zusätzlich ab. So unterstützen Sie die
Entwicklung eines leistungsfähigen Immunsystems.
Das ist der beste Schutz gegen eine Erkrankung. |
| Medikamente
für den Notfall bereithalten. |
Alle
diese Maßnahmen sind keine Gewähr dafür, dass Ihr Kind nicht an Pseudokrupp erkrankt.
Sie sind aber eine Möglichkeit, schädigende Einflüsse so gering wie möglich zu halten.
Ist Ihr Kind bereits an Pseudokrupp erkrankt, sollten Sie für den Notfall immer ein von
Ihrem Arzt verordnetes Medikament bereithalten. Top |
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