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Infizierte Wunde
Inhaltsübersicht
Problem
Therapieziel
Therapie

 

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Problem

 

Infektionen behindern die Wundheilung und belasten den gesamten Organismus. Wundinfektionen können durch verschiedene Infektionen ausgelöst werden. Am häufigsten sind Infektionen mit Bakterien. Oft sind Wundinfektionen mit einem grünlich gelb verfärbten Belag überzogen, der eine Mischung aus toten Zellen, Bakterien, Wundsekret und Fibrin enthält. Dieser Belag ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Durch die Absonderung von Toxinen (Gifte) sorgen Bakterien zusätzlich für eine Verzögerung der Wundheilung, weil das Immunsystem vorrangig mit der Bekämpfung der Infektion beschäftigt ist. Einige bakterielle Toxine sind so stark, daß sie lebensbedrohend sein können. Das ist z. B. bei Gasbrand oder bei Tetanus der Fall.

 

Sekundär heilende Wunden sind häufig betroffen. Infizierte Wunden treten häufig bei sekundärer Wundheilung und bei chronischen Wunden des Dekubitus, Ulcus cruris und des diabetischen Fußes auf.

 

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Therapieziel

 

Die Wunde muß gereinigt werden. Der Belag behindert die Wundheilung und die Toxine bakterieller Erreger belasten den Organismus zusätzlich. Darum ist das vorrangige Ziel der Wundversorgung, die Wunde von dem Belag zu säubern und so die Herstellung eines physiologischen Wundheilungsmilieus zu unterstützen.

Genaue Informationen zur Pflege bei Wundinfektionen im Pflegekolleg.

 

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Therapie

 

Silber-Aktivkohle-Auflagen ziehen Bakterien an, wie ein Magnet. Die Wunde kann chirurgisch von dem Belag gereinigt werden. Allerdings ist diese Methode nicht überall anwendbar. Daher empfiehlt sich entweder ausschließlich, oder zusätzlich nach chirurgischem Debridement, die Anwendung von wundreinigenden und physikalisch wirksamen Silber-Aktivkohle-Auflagen, z. B. ACTISORB* SILVER 220.

 

Keine lokalen Antibiotika anwenden. Zusätzlich ist unter Umständen die systemische Gabe von Antibiotika zu empfehlen. Eine lokale Antibiotikaanwendung wird heute meistens nicht mehr empfohlen. Grund dafür ist die vermehrte Bildung von Resistenzen und die sehr hohe Zahl allergischer Reaktionen. Lokale Antibiotika wirken so oft wundheilungshemmend.

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