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Venensystem des Beins
Folgen schwacher Venenklappen

 

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Venensystem des Beins

 

Venöses System des Beins Das Bein des Menschen hat ein oberflächliches und ein tieferliegendes venöses System. Die oberflächlichen langen und kurzen Venen heißen Venae saphenae. In ihnen herrscht ein niedriger Blutdruck. Venenklappen verhindern den Rückfluß des Blutes. In der langen Vena saphena gibt es bis zu 20 Venenklappen, in der kurzen Vena saphena (unterhalb des Knies) kommen noch bis zu 12 Klappen vor. Die Venae saphenae liegen über der allgemeinen Körperfaszie, die die Muskulatur einhüllt. Darum nennt man sie oberflächlich. Man kann sie auch oft gut sehen, weil sie durch die Haut schimmern.

Die kleinen Venae perforantes reichen durch die Körperfaszie und verbinden das oberflächliche Venensystem mit den tieferliegenden Venen. Die tieferliegenden Venen haben sehr viel weniger Venenklappen. Die Vena femoralis z. B. hat nur 2 Klappen. Dafür herrscht in den tiefen Venen ein sehr viel höherer Druck. Die Muskulatur, die die tiefen Venen umgibt, sorgt durch Anspannung dafür, daß das venöse Blut zum Herzen transportiert wird. Diesen Vorgang nennt man auch Muskelpumpe.

 

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Folgen schwacher Venenklappen

 

Venöses System bei Klappeninsuffizienz Normalerweise verhindern die Venenklappen, daß venöses Blut in das Bein zurückfließt. Was aber geschieht, wenn die Venenklappen zu schwach sind?

Schwache oder insuffiziente Klappen können den Rückfluß des Blutes nicht verhindern. Dann fließt das venöse Blut aus den tieferliegenden Venen, die ja unter höherem Druck stehen, als die oberflächlichen Venen, in das oberflächliche Venensystem. Die Fließrichtung des Blutes kehrt sich um. Dadurch werden weitere Venenklappen angegriffen und zerstört. Es kommt zu einer Erweiterung der Venen.

Nahezu 10 Prozent der Menschen haben eine Klappeninsuffizienz. Diese Klappeninsuffizienz ist eine der Ursachen für einen chronisch-venösen Hochdruck. Der chronisch venöse Hochdruck wiederum führt zu einer venösen Stauung. Es bilden sich leicht Ödeme.

Um den Rückfluß des Blutes zu fördern, hilft Bewegung. Gehen unterstützt die Muskelpumpe, weil die Wadenmuskeln aktiv sind. Aus diesem Grunde sind Menschen, die lange Stehen müssen oder auch bettlägerige Patienten besonders anfällig für venöse Rückflußstörungen.

 

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