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Hormoninaktive Hypophysenadenome
 

 

 
Kurzinfo: Hormoninaktive Hypophysenadenome
Symptome Gesichtsfeldausfälle, Insuffizienz des Hypophysenvorderlappens mit entsprechenden Störungen, insbesondere: Hypogonadismus, Hypothyreose, Hyperthyreose
Therapie Bei entsprechender Größe muß das Adenom operativ entfernt werden. Eventuell ist eine Strahlentherapie erforderlich. Bei Ausfall von Hormonen des Hypophysenvorderlappens müssen diese medikamentös ersetzt werden.
Inhaltsübersicht:
Definition
Krankheitsbild
Diagnostik
Therapie
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Definition
Adenome können gutartig oder bösartig sein. Adenome sind Tumore in endokrinen Drüsen, die sowohl gutartig, als auch bösartig sein können. Im Bereich der Hypophyse und des Hypothalamus wird unterschieden zwischen Adenomen die Hormone produzieren und solchen, die hormoninaktiv sind. Ein hormonaktives Hypophysenadenom kann z. B. für das Cushing Syndrom verantwortlich sein.

 

Hormoninaktive Adenomen sind durch ihre Größe oft problematisch. Bei den hormoninaktiven Hypophysenadenomen ist das Problem die Raumforderung. Durch das Wachstum der Adenome kann es sogar zu einer Verlagerung des dritten Ventrikels (Hirnkammer) kommen. Dann wird auch die Hypothalamusregion "verschoben". Durch den Druck auf die Sehnervenkreuzung, die ebenfalls in diesem Bereich liegt, kommt es oft zu Sehbeeinträchtigungen. Insgesamt können die Folgen eines hormoninaktiven Hypophysenadenoms sehr weitreichend sein. Grund dafür ist, daß sie zu einer vollständigen oder teilweisen Insuffizienz des Hypophysenvorderlappens führen können.

 

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Krankheitsbild
Gesichtsfeldausfälle sind ein typisches Zeichen. Charakteristisch sind Gesichtsfeldausfälle bei Adenomen und Tumoren, die über den Bereich der Sella (Türkensattel in dem die Hypophyse liegt) hinauswachsen. Kleinere Adenome, die im Bereich der Sella liegen, rufen keine Gesichtsfeldausfälle hervor.

 

Keimdrüsen und Schilddrüse können betroffen sein. Ein weiter Symptomenkomplex wird durch eine Insuffizienz des Hypophysenvorderlappens begründet. Dabei steht der Hypogonadismus, eine hormonale Unterfunktion der Keimdrüsen, im Vordergrund. Auch Hypothyreose und Hyperthyreose sind möglich.

 

Störungen im Regelkreis verschiedener HVL-Hormone können auftreten. Zusätzlich können Störungen der Sekretionsleistung für andere Hypophysenvorderlappen-Hormone auftreten, z. B. eine eingeschränkte Wachstumshormonsekretion und/oder eine eingeschränkte ACTH- bzw. TSH-Sekretion nach entsprechender Stimulation.

 

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Diagnostik
Die Funktionsfähigkeit aller hormonellen Regelkreise des HVL muß getestet werden. Zur Abklärung ist oft das gesamte Spektrum der Hypophysenvorderlappendiagnostik erforderlich. Wichtig ist es festzustellen, welche hormonellen Regelkreise gestört sind. Außerdem ist eine umfangreiche Augenuntersuchung wichtig. Mit Hilfe der Computertomographie bzw. Kernspintomographie wird die Tumorausdehnung erfasst.

 

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Therapie
Operative Entfernung bei entsprechender Tumorgröße. Ziel einer Therapie ist die Entfernung bzw. Verkleinerung des Adenoms. Bei nicht vollständig entfernten Tumoren ist eine Strahlentherapie unerläßlich. Die Indikation für eine Operation hängt ab von der Größe des Adenoms und von den Krankheitssymptomen. Der Ausfall von Funktionen des Hypophysenvorderlappens allein ist keine Indikation für eine Operation.

 

Hormonersatztherapie Ein Hormonmangel, der durch den Ausfall des Hypophysenvorderlappens entsteht, kann durch Hormonmedikamente ausgeglichen werden.

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