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Was kann ich gegen chronische Übersäuerung tun? - Gesund durch Säure-Basen-Balance

Die chronische Übersäuerung entwickelt sich in der Regel über mehrere Jahre durch eine ungesunde und unausgeglichene Lebensweise. Vor allem durch den hohen Fleischkonsum und reichlich Genussmittel nehmen wir viel zu viel säurebildende Nahrungsmittel zu uns. Stress, mangelnde Bewegung und geringe Flüssigkeitszufuhr tun ein übriges.

 

Ein ausgewogenes Gleichgewicht bei der Ernährung

Aus den Entstehungsmechanismen (vgl. Wie entsteht chronische Übersäuerung?) ist leicht ersichtlich, welche Maßnahmen wiederum eine Übersäuerung abbauen können. An erster Stelle ist hier die Ernährungsumstellung wichtig. Nehmen Sie weniger säurespendende Nahrungsmittel und dafür mehr neutrale und basenbildende Lebensmittel zu sich (vgl. Tabellen). Allerdings sollten Sie nicht ganz auf säurenspendende Lebensmittel verzichten, denn sie enthalten auch andere, lebenswichtige Bestandteile z. B. Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiße. Wichtig ist ein ausgewogenes Gleichgewicht.

 

Die Pyramide stellt anschaulich die Mengenverhältnisse für eine ausgewogene Ernährung dar

Um sich ausgewogen zu ernähren, ist nicht nur die Art der Lebensmittel und ihre Qualität und Frische von Bedeutung. Wichtig ist auch, in welcher Menge Produkte der einzelnen Nahrungsmittelgruppen aufgenommen werden sollten, damit eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen gewährleistet ist. Dieses Mengenverhältnis wird anschaulich durch die nachfolgende Nahrungspyramide dargestellt.

Nahrungsmittelpyramide

 

Bleiben Sie konsequent

In vielen Fällen wird dadurch eine Übersäuerung nur langsam abgebaut. Das liegt daran, dass Fleisch z. B. sehr viel mehr Säure "liefert", als durch eine normale Portion basischen Gemüses ausgeglichen wird. Ein Beispiel: 200 g Rindfleisch liefert so viel Säure, dass 400 g Blumenkohl oder 1,6 kg frischen Erbsen für den Ausgleich aufgenommen werden müssten. Ein ausgeglichener Säuren-Basen-Haushalt kann über eine konsequente Ernährungsumstellung erreicht werden. Diese muss dann aber auch kontinuierlich beibehalten werden. Das fällt vielen Menschen auf Dauer schwer.

 

 

Aus diesem Grund werden beim Abbau einer chronischen Übersäuerung häufig zusätzlich Basenpräparate, z.B. in Form kleiner Tabletten angewandt. Sie sollten beim Kauf in der Apotheke hochwertige Produkte verlangen, die sich durch eine hohe Säure-Bindungskapazität auszeichnen und eine ausgewogene "Basenmischung (Hydrogencarbonat, Phosphate) nach Sander" enthalten (Friedrich Sander ist ein Pionier der Säure/Basenforschung). Einen zusätzlichen positiven Nutzen liefern solche Basentabs, die neben Basen unserem Körper ein ideales 3:1 Kalzium-/Magnesiumverhältnis liefern. Achten Sie darauf, das bei den Basenprodukten auf Aromen oder Farb- und Konservierungsstoffe verzichtet wurde; auch gibt es diese Produkte zucker-, lactose-, und glutenfrei. Kontrollieren Sie außerdem den "entsäurenden" Effekt in Ihrem Körper durch pH-Teststreifen aus der Apotheke (vgl. Wie erkenne ich eine chronische Übersäuerung?).

pH-Teststreifen

 

Weitere Tipps

Weitere Möglichkeiten, der Übersäuerung entgegenzuwirken sind:
  • viel Bewegung: Bei Bewegung und Sport atmen wir tiefer und fördern so die Abatmung von Kohlendioxid (vgl. Bikarbonatpuffer)
  • Schwitzen z. B. beim Sport, aber auch in der Sauna fördert die Säureausscheidung über die Haut
  • Stress und Ärger vermeiden, denn "Ärgern macht sauer"
  • viel Trinken: Viel Flüssigkeit führt zu einer vermehrten Säureausscheidung über die Nieren. Aber nur neutrale Flüssigkeiten wie Wasser ohne Kohlensäure oder Fruchtsaftschorlen trinken (vgl. Wie entsteht chronische Übersäuerung?)

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