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Körperliche Untersuchung bei Herzrhythmusstörungen

Der Pulsschlag kann auf eine bestimmte Form der Herzrhythmusstörung hinweisen.

Bei bestehendem Verdacht auf Herzrhythmusstörungen fühlt der Arzt in der Regel zuerst den Puls. Der Puls kann, zusammen mit den Aussagen aus der Anamnese, schon einiges über die mögliche Form der Herzrhythmusstörung verraten:
  • kräftiger Puls: z. B. bei Sinustachykardie eines gesunden Menschen
  • schwacher Puls:  z.B. bei Kammerflattern
  • schwacher und regelmäßiger Puls: z.B. bei Sinustachykardie
  • schwacher und unregelmäßiger Puls: z.B. bei Vorhofflattern mit unregelmäßiger Weiterleitung der Vorhofbewegungen an die Herzkammern

 

Die Pulsfrequenz erlaubt eine Einordnung in tachykarde oder bradykarde Störungen.

Gleichzeitig kann die Herzfrequenz festgestellt werden, die in der Regel der Pulsfrequenz in einer Minute entspricht. Auf diese Weise lässt sich eine erste Einordnung in eine tachykarde oder eine bradykarde Herzrhythmusstörung vornehmen. Es ist sogar möglich, dass im Rahmen eines Kreislaufschocks (insbesondere bei Kammerflimmern) gar kein Puls zu tasten ist. Beim Kammerflimmern schlägt das Herz zwar rasen schnell, jedoch reicht der Druck nicht aus, um das Blut durch die Arterien des Körpers zu bewegen und auf diese Weise auch eine Pulswelle zu erzeugen.

 

Mit dem Stethoskop kann der Arzt Herzklappenfehler hören.

Als nächster Schritt nach Tasten des Pulses wird das Herz mit dem Stethoskop abgehört. Auch auf diese Weise lassen sich ein regelmäßiger oder unregelmäßiger sowie ein zu schneller oder zu langsamer Herzschlag feststellen. Außerdem kann der Arzt an den speziellen Geräuschen des Herzschlags auch auf Herzklappenfehler aufmerksam werden. Diese sind ein möglicher Grund für eine Herzrhythmusstörung.

 

Der Blutdruck wird gemessen.

Auch die Messung des Blutdrucks gehört zu den grundlegenden diagnostischen Maßnahmen. Hierbei wird festgestellt, mit welchem Druck das Blut durch den Kreislauf transportiert wird. Der Blutdruck kann durch die Herzrhythmusstörung zu hoch (z.B. bei Sinustachykardie) oder zu niedrig (z.B. bei Kammerflattern) sein. Ist der Blutdruck zu niedrig, drohen eine Minderdurchblutung der einzelnen Organe sowie ein (unter Umständen lebensbedrohlicher) Kreislaufschock.

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