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Operative Therapie bei Engpass-Syndromen

Operationen nicht zu lange hinauszögern.

Wenn mit anderen Therapiemethoden keine Heilung oder Linderung erreicht wurde oder die Erkrankung sich im fortgeschrittenen Stadium befindet, sollte operiert werden. Besonders wenn schon erste Lähmungserscheinungen aufgetreten sind, ist eine Operation notwendig und sollte nicht zu lange hinausgezögert werden. Die Funktionseinbußen des geschädigten Nervs bilden sich nur langsam zurück und können auch nach einer erfolgreichen Operation noch einige Zeit anhalten. Bei schweren Nervenschäden kann nicht immer eine vollständige Wiederherstellung der Nervenfunktion erreicht werden.

 

Fasziotomie:

Bei einer Fasziotomie wird die Muskelfaszie während einer Operation geöffnet und so der Druck auf Nerven und Gewebe genommen. Eine Faszie ist eine kollagen-bindegewebige Hülle eines Skelettmuskels. Man spricht auch von einer Muskelbinde (lat. Faszie = Binde).

 

Nervendurchtrennung:

Die Verlagerung oder eventuelle Durchtrennung der betroffenen Nerven sind weitere chirurgische Methoden.

 

Minimalinvasive Operationstechniken verkürzen den Heilungsprozess.

Die Operationen können, je nach Art des Engpass-Syndroms, in einer offenen Operation oder auch arthroskopisch erfolgen. Eine Arthroskopie ermöglicht die Betrachtung einer Gelenkhöhle mit Hilfe eines eingeführten speziellen Endoskops (Arthroskop). Dabei handelt es sich um eine Art Schlauch, durch den man dann verschiedenartige Geräte in den Körper einführen kann, z.B. chirurgische Instrumente. Die Einführung erfolgt über kleine Hauteinschnitte über dem geschädigten Bereich. Der Vorteil dieser Operationsmethode ist, dass die Betroffenen den nachfolgenden Heilungsverlauf im Vergleich zur herkömmlichen offenen Operationsmethode, als wesentlich angenehmer empfinden. Wegen der kleinen Operationsnarben ist die Heilung schnell und die Beweglichkeit rasch wieder hergestellt.

 

Eine Nachbehandlung ist erforderlich.

Nach einer Operation tritt in der Regel sofort eine Schmerzlinderung ein. Aufgetretene Sensibilitätsstörungen und Lähmungserscheinungen können aber noch Monate anhalten. Die Nachbehandlung besteht in Funktionsübungen der betroffenen Körperbereiche.

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