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Diabetes und Herz: Millionen Menschen sind betroffen
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Mehr als 75 Prozent aller Diabetiker sterben an Herzinfarkt oder
Schlaganfall.
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Nur selten sterben Diabetiker an den direkten Folgen der Zuckerkrankheit.
Der erhöhte Blutzuckerspiegel ist durch eine konsequente Behandlung meistens gut in den
Griff zu bekommen (vgl. Behandlung bei Diabetes).
Entgleisungen (Hyperglykämien
und Hypoglykämien) kommen bei einem
erkannten Diabetikers und entsprechender Behandlung nur selten vor. Anders sieht das bei
den Folgen des gestörten Stoffwechsels auf das Herz- und Gefäßsystem eines Diabetikers
aus. Diabetiker erleiden bis zu dreimal so häufig einen Herzinfarkt oder einen
Schlaganfall wie Nicht-Diabetiker und müssen mit schlimmeren Folgen rechnen. Mehr als 75
Prozent der Diabetiker sterben an einem Herzinfarkt
oder Schlaganfall. Diese Tatsachen veranlassten
die Deutsche
Diabetes-Gesellschaft zu der Aussage: "Diabetes ist eigentlich keine Krankheit,
sondern einfach der Vorbote des Herzinfarkts." |
Zur Zeit gibt es in der BRD etwa 5 Millionen Diabetiker.
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Von dieser Gefahr sind Millionen von Menschen betroffen. In den westlichen
Industrienationen nimmt insbesondere die Zahl der an Diabetes Typ 2 erkrankten
Menschen von Jahr zu Jahr dramatisch zu. In der Bundesrepublik Deutschland sind zur Zeit
etwa 5 Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Das sind ungefähr 6 Prozent der
Gesamtbevölkerung. Bei über einer Million dieser Diabetiker, das sind etwa 20 Prozent,
besteht bereits eine koronare Herzkrankheit mit Herzinfarktgefährdung, obwohl sie
überhaupt keine Herzbeschwerden haben. Das sind die bekannten Zahlen. |
Die Dunkelziffer ist sehr hoch.
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Die Dunkelziffer der Betroffenen aber ist außerordentlich hoch. Millionen
Bundesbürger wissen überhaupt nicht, dass sie zuckerkrank sind. Sie haben keinerlei
Beschwerden. Von diesen unerkannten Diabetikern wiederum sind Hunderttausende
herzinfarktgefährdet, ohne es zu ahnen. Insgesamt gehen Schätzungen davon aus, dass in
der Bundesrepublik Deutschland heute 7 bis 8 Millionen Diabetiker leben. |
Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahre 2030 die Zahl der
Diabetiker auf 40 Prozent gestiegen ist.
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Und das Problem entwickelt sich. Die Menschen werden immer älter. Dadurch
steigt das Risiko, einen Typ-2-Diabetes
zu entwickeln. Der Anteil alter Menschen in der Bevölkerung nimmt außerdem zu, der
Anteil der Jungen ab. Daraus kann sich, wenn die Erkrankungszahlen des Diabetes mit den
Zahlen der Bevölkerungsentwicklung Schritt halten, ein geradezu unglaublicher Anteil von
Betroffenen entwickeln. Modellrechnungen bzw. Schätzungen mit den "schlimmsten
anzunehmenden Erkrankungszahlen" gehen davon aus, dass im Jahr 2030 der Anteil der
Diabetiker (erkannter und unerkannter) an der Gesamtbevölkerung bis zu 40 Prozent
betragen könnte. Dadurch steigt die Zahl der möglichen Herztode bei Diabetikern
ebenfalls erheblich an.
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