Vorkommen und Häufigkeit
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Der Diabetes mellitus ist eine häufige Erkrankung: Es handelt sich um die
häufigste chronische Stoffwechselstörung bei Kindern und Jugendlichen, und insgesamt
leiden in Deutschland etwa 7-8 Prozent der Bevölkerung daran. Jährlich werden pro
100.000 Menschen etwa 360 Neuerkrankungen registriert, bei den über
60-Jährigen sogar etwa 1200 Neuerkrankungen pro 100.000 Personen. |
Die Einteilung orientiert sich an der Einteilung der WHO
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Um die verschiedenen Arten dieser häufigen Erkrankung unterscheiden zu
können, orientiert man sich an folgender Einteilung der Weltgesundheitsorganisation
(World Health Organization, WHO), die auch der Einteilung der Deutschen
Diabetes-Gesellschaft (DDG) entspricht:
In einer Leitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft DDG werden Definition, Klassifikation
und Diagnostik des Diabetes mellitus dargestellt. Sie können diese Leitlinie hier ansehen.
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Diabetes mellitus Typ 1
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Beim Diabetes mellitus Typ 1
kommt es zur Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse durch eine
Fehlfunktion des Immunsystems. Der Diabetes mellitus Typ 1 kann in jedem Lebensalter
auftreten und bedingt die Notwendigkeit einer regelmäßigen Insulinzufuhr von außen
(z.B. durch eine Therapie mit mehrmals täglich
verabreichte Spritzen). |
Diabetes mellitus Typ 2
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Beim Diabetes mellitus Typ 2
besteht eine Unempfindlichkeit (Resistenz) verschiedener Gewebe gegenüber Insulin sowie ein Defizit der Insulinausscheidung
aus den B-Zellen der Bauchspeicheldrüse.
Die Insulinresistenz der Gewebe kann zur mangelnden Aufnahme von Glukose in die Leber, die
Muskulatur und das Fettgewebe führen. |
Andere Diabetestypen
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Andere Diabetestypen sind durch folgende Ursachen bedingt:
- genetische Defekte der B-Zellen der Bauchspeicheldrüse
- genetische Defekte der Wirkung des Insulin
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wie beispielsweise Bauchspeicheldrüsenentzündung
(Pankreatitis), Verletzung (z.B. nach
einer schweren Verletzung des Bauchraumes) oder Tumoren
- Störungen des Hormonhaushaltes wie Cushing-Syndrom
oder Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
- Vergiftungen, z.B. mit Rattengift
- Einnahme bestimmter Medikamente wie z.B. Kortisonpräparate,
Schilddrüsenhormone oder spezielle Medikamente zur Förderung der Wasserausscheidung aus
dem Körper (sogenannte Thiaziddiuretika)
- Infektionen, beispielsweise Rötelninfektion
des ungeborenen Kindes im Mutterleib oder Infektionen mit dem Zytomegalievirus (CMV)
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Schwangerschaft und Diabetes
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Informationen zum Schwangerschaftsdiabetes
(Gestationsdiabetes) sind hier aufgeführt. |
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Begriffe wie "jugendlicher Diabetes" und
"Alterszucker" sowie "insulinabhängiger Diabetes" und
"nichtinsulinabhängiger Diabetes" sind ungenau und veraltet. Sie sollten nicht
mehr verwendet werden.
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