Meist sind ältere Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 betroffen.
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Ein hyperosmolares Koma betrifft in der Regel ältere Patienten mit Typ-2-Diabetes, wenn die
Erkrankung nicht ausreichend behandelt wurde oder unter Umständen noch gar nicht bekannt
war. |
Beim hyperosmolarem Koma kommt es zur Austrocknung.
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Das hyperosmolare Koma entwickelt sich häufig langsam über mehrere Tage.
Es ist ursächlich auf stark erhöhte Blutzuckerspiegel zurückzuführen. Diese bewirken
eine vermehrte Glukoseausscheidung mit dem Urin. Da die Glukose im Urin gelöst sein muss,
wird parallel eine große Menge an Flüssigkeit mit ausgeschieden, sodass der Patient
austrocknet. Durch die Kombination aus Flüssigkeitsverlust und hohen Blutzuckerspiegeln
tritt der Zustand der Hyperosmolarität ein; darunter versteht man das Vorhandensein
großer Mengen fester Stoffe (hier Glukose) in relativ wenig Flüssigkeit (hier das Blut). |
Es kann zu Bewusstseinseintrübung, Koma und Krämpfen führen.
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Die Hyperosmolarität betrifft jedoch nicht nur das Blut, sondern auch das
Nervenwasser (Liquor), welches unter anderem das Gehirn umgibt. Der Körper ist in diesem
Zustand bestrebt, wieder ein Gleichgewicht zwischen flüssigen und festen Substanzen
herzustellen. Dazu geben die Nervenzellen des Gehirns Flüssigkeit in das Nervenwasser ab.
Zusammen mit der Flüssigkeit treten auch Natrium-Ionen aus den Gehirnzellen aus. Damit
wiederum innerhalb der Nervenzellen kein Mangel an Mineralstoffen entsteht, nehmen die
Gehirnzellen vermehrt Kalium-Ionen auf. Unter diesem Austausch von Natrium gegen Kalium
leidet die Funktion der Gehirnzellen allerdings erheblich, sodass es zur
Bewusstseinseintrübung bis hin zum Koma sowie oft auch zu Krampfanfällen kommt. |
Weitere Symptome
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Häufig finden sich neben der eigentlichen Bewusstseinseintrübung bis hin
zum Koma zusätzlich folgende Krankheitszeichen:
- massive Austrocknung mit Schwindel, Gewichtsverlust, Durst und trockenen Schleimhäuten,
z.B. Gefühl des trockenen Mundes
- Müdigkeit
- Sehstörungen
- Konzentrationsstörungen
- Fieber
- Nackensteifigkeit durch Reizung der Hirnhäute
- Kreislaufregulationsstörungen bis hin zum Schock
- Thrombosen
- Lungenetzündung (Pneumonie)
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Sterblichkeitsrate
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Das hyperosmolare Koma weist eine Sterblichkeit von 5-30 Prozent auf, das
heißt etwa jeder dritte bis zwanzigste Betroffene stirbt daran.
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