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Magnesiummangel
/ Magnesiumüberschuss |
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| Kurzinfo:
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Magnesiummangel
/ Hypomagnesiämie |
Magnesiumüberschuss
/ Hypermagnesiämie |
| Symptome |
Muskelkrämpfe, Parästhesien, Tremor, Reflexsteigerung,
Erschöpfungszustände, Bewusstseinsstörungen, Depressionen, Psychosen, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Darmkrämpfe, Krämpfe der
Speiseröhre, Schluckstörungen |
Symptome treten erst auf, wenn die Normwerte weit überschritten
sind. Dann: Erschlaffung der Atemmuskulatur, Atemstillstand, Verstopfung, Inkontinenz. |
| Therapie |
Ausgleich
des Magnesiummangels über die Nahrung oder parenteral. |
Notfall:
Gabe von Kalzium. Schleifendiuretika, Dialyse. |
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Inhaltsübersicht:
Magnesiumhaushalt
Magnesiummangel
Magnesiumüberschuss |
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Magnesiumhaushalt
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| Magnesium
aktiviert Enzyme. |
Magnesium
wird als Aktivator von Enzymsystemen im Körper eingesetzt. Es beeinflusst eine Vielzahl
von zellsystematisch gesteuerten Reaktionen. Magnesium schwächt es die neuromuskuläre
Erregbarkeit. Es kann, bei hoher Konzentration, die Freisetzung von Hormonen hemmen. |
| Normwerte: |
- Magnesium im Urin: 0,6 bis 12 mmol im 24 Stunden Urin
- Magnesium im Serum: 0,66 bis 1,1 mmol/l
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Magnesiummangel
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| Hauptursache
ist die mangelnde Zufuhr mit der Nahrung. |
Magnesiummangel oder Hypomagnesiämie wird hauptsächlich durch Mangelernährung
verursacht. Es kann aber auch bei Schwangerschaften auftreten. Bei einer Therapie mit Diuretika kann ein Magnesiummangel auftreten. Auch
Stoffwechselstörungen und erhöhte Verluste von Magnesium über die Nieren können eine
Hypomagnesiämie auslösen. Zu den Erkrankungen gehören u. a.:
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| Die
Symptomatik reicht von gesteigerten Reflexe bis hin zu Herzrhythmusstörungen. |
Sinkt
die Konzentration des Magnesiums im Blut, steigert sich die neuromuskuläre Erregbarkeit.
Insgesamt können folgende Symptome auftreten:
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| Zufuhr
von Magnesium über Nahrung oder Tropf. |
Ein
Magnesiummangel muss ausgeglichen werden. Das geschieht meistens parenteral, wenn die
Mangelerscheinungen akut sind. Bei chronischen Beschwerden wird das Magnesiumdefizit oft
über die Nahrung ausgeglichen. |
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Magnesiumüberschuss
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| Ein
Überschuss von Magnesium ist selten. |
Hypermagnesiämie bzw. Magnesiumüberschuss kann als Ursache Fehlleistungen der Nierenausscheidung, eine zu hohe
Magnesiumzufuhr, akutes Nierenversagen und hormonellen Einflüsse (z. B. Morbus Addison) haben. Hypermagnesiämie kommt
nur selten vor. |
| Symptome
treten erst spät auf, können aber schwerwiegend sein. |
Ein
Magnesiumüberschuss führt zu einer erschwerten Erregung der Nerven. Reize können nicht
mehr so schnell übertragen werden. Symptome treten erst ein, wenn die Normwerte um das
zwei bis dreifache überschritten werden. Dann können sie aber schwerwiegend sein. Es
kann zur Erschlaffung der Atemmuskulatur und zum Atemstillstand kommen. Betroffen sind
auch die Darmmuskulatur (Darmträgheit) und Blasenmuskulatur. Das führt zu Verstopfungen und Inkontinenz. |
| Bei
Notfällen Reduktion durch die Gabe von Kalzium. |
In
Notfallsituationen wird der Magnesiumüberschuss durch die Gabe von Kalzium reduziert.
Kalzium ist ein Antagonist für Magnesium. Der Einsatz eines Schleifendiuretika,
z. B. Furosemid, erhöht die Ausscheidung von Magnesium. Eine Dialyse filtert Magnesium
aus. Top |
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