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Einteilung der Anämien anhand der Ursache
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Blutverlust
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1. Blutverlust
- Akute Blutung. z. B. durch Verletzungen oder bei großen Operationen
- chronische Blutung z.B. bei einem langsam blutenden Magengeschwür
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Abbau von Erythrozyten
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2. Vermehrter Abbau von Erythrozyten
- Hämolytische Anämien (Hämolyse bedeutet Auflösung von Erythrozyten infolge
Zerstörung ihrer Zellwand)
- Ursache im Erythrozyten (z.B. Kugelzellenanämie)
- Ursache außerhalb des Erythrozyten (z.B. Autoantikörper, Medikamente)
- Vergrößerung der Milz (Hypersplenismus)
- Malaria
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Störung der Blutbildung
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3. Blutbildungsstörung durch:
- Eisenmangel
- Vitamin B12- oder Folsäuremangel (megaloblastäre
Anämie) Alkohol, Leberschaden
- Einbaustörung von Eisen in Protoporphyrin, der Vorstufe des Hämoglobin (sideroachrestische
Anämie)
- genetische Defekte des Hämoglobins
(Thalassämie, Sichelzellenanämie)
- Nierenbedingte (renale) Anämie durch Mangel an Erythropoetin. Erythropoetin ist ein
Hormon, das in der Niere gebildet wird. Es reguliert den Sauerstoffgehalt des Blutes und
regt die Bildung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) an (vgl. Erythrozyten - Blutbildung)
- Stammzelldefekt (aplastische Anämie), gemeint sind hier die pluripotenten blutbildenden
Stammzellen (vgl. Blutbildung - Hämatopoese)
- Anämie bei chronischen Erkrankungen (Tumor,
chronisch entzündliche oder nicht entzündliche Krankheiten)
- Knochenmarksschädigung durch Medikamente
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Einteilung der Anämien nach der Beschaffenheit der Erythrozyten
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MCV
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1. MCV: Die Abkürzung MCV steht für "mean corpuscular volume",
auf Deutsch "mittleres Zellvolumen". Gemeint ist das durchschnittliche Volumen
der roten Blutzellen.
- normozytär: Der Normwert liegt bei 84-98 fl, man spricht dann auch von normozytär.
- makrozytär: Erythrozyten mit erhöhtem Volumen werden als makrozytär bezeichnet. Eine
Makrozytose ("große Zellen") ist charakteristisch für perniziöse Anämie und
andere sogenannte megaloblastäre Anämien. Sie sind in der Regel auf einen Vitamin-B12-
und/oder Folsäuremangel zurückzuführen. Makrozytose kommt aber auch bei Alkoholkrankheit, Lebererkrankungen und Schilddrüsenunterfunktion
vor.
- mikrozytär: Zu kleine Erythrozyten (mikrozytär) kommen bei Eisenmangelanämie und
genetischen Störungen der Hämoglobinbildung (Thalassämie und sideroachrestischer
Anämie) vor. Man spricht dann auch von einer Mikrozytose ("kleine Zellen").
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MCH
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2. MCH: Das Kürzel MCH bezeichnet den Begriff "mean corpuscular
haemoglobin", auf Deutsch "mittlerer Zellhämoglobingehalt". Mit dieser
Bezeichnung wird der durchschnittliche Hämoglobingehalt der roten Blutkörperchen
wiedergegeben.
- normochrom: Der Normalwert (normochrom) liegt bei 26-34 pg.
- hypochrom: Bei einem Wert von weniger als 26 pg spricht man von Hypochromasie (Hypo
= unter). Hypochromasie findet sich bei Eisenmangel, Thalassämie und Anämien bei
chronischen Erkrankungen (z.B. Tumor)
- hyperchrom: Bei einem Wert über 34 spricht man von Hyperchromasie (Hyper = über).
Hyperchromasie findet sich bei Vit. B12- und Folsäuremangel
(megaloblastäre Anämie, Lebererkrankungen, Alkoholkrankheit)
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Erythrozyten
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MCV
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MCH
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Anämie
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Mikrozytär hypochrom
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unter 80 fl
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unter 26 pg
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Eisenmangel, Thalassämie
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Normozytär normochrom
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84-98
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26-34
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Akute Blutung, hämolytische Anämie, Nierenerkrankung, chronische Erkrankung
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Makrozytär hyperchrom
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über 98
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über 34
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