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Herz-
und Gefäßchirurgie |
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Stents |
| Stents
und Ballondilatation werden oft gleichzeitig durchgeführt. |
Die
Ablagerungen der Arteriosklerose bilden harte Krusten.
Die Arterienwände, die eigentlich flexibel, geschmeidig und anpassungsfähig sind, werden
dadurch starr und hart. Oft ist die Gefäßwand so stark beeinträchtigt, dass sie starken
Verkrustungen den einzigen Halt für die Arterie bilden. Ist der Prozess so weit
fortgeschritten, dann ist eine Ballondilatation oft
nicht ausreichend. Die Gefäßwände würden bei der Dilatation zusammenbrechen und die
Arterie vollständig verstopfen. Ein Stent muss die Arterienwand stützen. Diese beiden
Eingriffe werden häufig gleichzeitig durchgeführt. |
| Ein
spinnwebenfeines Drahtgeflecht dehnt und festigt die Wand der Arterie. |
Ein
Stent ist ein Drahtgeflecht, dass so fein wie Spinnweben aussieht. Es wird über einen
Katheter (vgl. Ballondilatation) bis zu der Stelle
vorgeschoben, wo die Gefäßwand verkrustete und die Arterie verengt ist. Dort wird das
Drahtgeflecht mit Hilfe eines Ballons von innen an die Gefäßwand gedrückt. Die Wand
wird gedehnt und gleichzeitig gefestigt, weil sich der Stent direkt an die Wand
anschmiegt. Mit der Zeit wachen Zellen der Gefäßwand um den Stent herum, so dass er eine
Stütze innerhalb der Arterie ist. Der Stent bewirkt auch, dass sich die Arterie nicht
mehr zusammenziehen kann. So bleibt der Durchfluss offen und das Risiko, dass sich an
dieser Stelle wieder ein Engpass bildet, verringert sich. |
| Das
Thromboserisiko wird durch gerinnungshemmende Medikamente gesenkt. |
Nicht
an jeder Stelle der Herzkranzgefäße können Stents sinnvoll eingesetzt werden. Die
Stellen müssen gut erreichbar sein. An dem feinen Drahtgeflecht bleiben außerdem sehr
leicht Blutzellen hängen und bilden eine Thrombose. Aus diesem Grund muss ein Betroffener
noch mindestens drei Monate nach einer Stent-Operation gerinnungshemmende Medikamente
einnehmen, die das Blut dünnflüssiger machen. Später sinkt dieses Risiko ab, weil der
Stent in die Arterie eingewachsen ist. In den ersten Wochen nach dem Eingriff sollte das
Blutbild kontrolliert werden, um die medikamentöse Nachbehandlung zu überwachen. |
| Häufig
muss der Eingriff wiederholt werden. |
Nicht
immer ist eine Stent-Operation beim ersten mal erfolgreich. Bei ungefähr 25 - 30 Prozent
der Betroffenen tritt erneut eine Gefäßverengung auf. In diesem Fall muss eine erneute
Stent-Operation oder Ballondilatation durchgeführt werden. Top |
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