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Diabetes und Herz:
Warum ist das Herz besonders gefährdet?
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Das Herz bleibt nicht verschont.
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Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel
entgleist. Erhöhte Blutzuckerspiegel wirken sich auf die Blutgefäße aus. Besonders
betroffen sind dabei auch die Herzkranzgefäße,
die den Herzmuskel mit Blut versorgen. |
Hyperkoagulabilität führt zu einer verstärkten Thrombosebildung.
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Schon bei der allmählichen Entwicklung des Diabetes (Typ 2) kommt es zu
einer Schädigung der Blutgefäße. Das Blut wird "dickflüssiger", weil sich
die Blutgerinnungsneigung erhöht. Die Thrombozyten (Blutplättchen) schließen sich eher
zu einem Geflecht zusammen, das sich an den Gefäßwänden ablagert. Diese verstärkte
Gerinnungsneigung des Blutes, die zu Thrombosen in den Blutgefäßen führt, nennt sich
auch Hyperkoagulabilität. Aus diesem Grunde sprechen Mediziner
bei Diabetes häufig von einem präthrombotischen Zustand. |
Gefäße - Nervensystem - Schmerzwahrnehmung: Das Herz wird von allen
Seiten geschädigt.
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Insgesamt kommt es durch den Diabetes zu 3 Hauptwirkungen am Herzen:
- Durch den ständigen präthrombotischen Zustand kommt es zu Herzinfarkten, weil die Herzkranzgefäße
plötzlich durch einen gelösten Thrombus verschlossen werden.
- Das Herznervensystem ist in seiner Funktion gestört. Das Herz verliert seine
Leistungsfähigkeit und seine Anpassungsfähigkeit. Ausführlicher im Text "Diabetes: Auswirkungen auf das Nervensystem des Herzens"
- Die Schmerzwahrnehmung des Herzmuskels ist ebenfalls gestört. Dadurch werden die
typischen Schmerzen einer Angina pectoris
und eines Herzinfarktes nicht bemerkt. Der Herzinfarkt
bleibt "stumm" und wird oft nicht erkannt.

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Behandlungsrisiko und Erfolgsaussichten verschlechtern sich.
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Die typischen Risikofaktoren für eine
Herzerkrankung wie Übergewicht, Hypertonie, Arteriosklerose und Fettstoffwechselstörungen werden durch den
Diabetes verstärkt. Deshalb sind Diabetiker in der Regel sehr viel frühzeitiger von den
Auswirkungen der Gefäßschädigung betroffen. Die normalerweise durchgeführte
Behandlung, z. B. die Ballondilatation,
ist bei Diabetikern mit einem erhöhten Risiko behaftet, weil Blutgefäße und Herzmuskel
nicht so flexibel sind. Auch die Erfolgsaussichten sind weniger gut. |
Behandlung sollte gerinnungshemmende und lipidsenkende Maßnahmen
beinhalten.
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Je frühzeitiger es gelingt, einen Diabetes zu diagnostizieren, desto
frühzeitiger kann eine gezielte Behandlung einsetzten. Dabei sollte nicht nur Wert auf
eine gesunde Lebensführung und die Normalisierung des Blutzuckerspiegels gelegt werden.
Wichtig sind auch eine gerinnungshemmende Therapie und Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte.
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