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Stoffwechselbedingter Basenüberschuss des Blutes- Metabolische Alkalose

Der Blut- pH-Wert steigt über 7,44

Bei einer Übersäuerung oder Azidose, sinkt der pH-Wert des Blutes auf Werte unter 7,36. Das Blut ist "zu sauer". Steigt dagegen der pH-Wert des Blutes auf Werte über 7,44, so spricht man von einer Alkalose. Bei dieser schwerwiegenden Störung des Säuren-Basen-Haushalts kommt es zu einem Übergewicht an Basen. Das Blut ist "zu alkalisch". Beruht eine Alkalose - ein Basenüberschuss - auf einer Störung des Stoffwechsels, so wird sie als metabolische Alkalose bezeichnet.

 

Häufigste Ursache ist langanhaltendes Erbrechen oder Durchfall

Es werden zwei Formen der metabolischen Alkalose unterschieden:

 

Sichtbares Zeichen ist eine verminderte Atmung

Der Körper versucht eine metabolische Alkalose durch eine verminderte Atmung und durch vermehrte Ausscheidung von Bikarbonat und Rückhaltung von H+ -Ionen durch die Nieren auszugleichen. Durch die verminderte Atmung werden mehr saure Valenzen im Körper zurück gehalten (vgl. Der Bikarbonatpuffer), die den pH-Wert des Blutes ausgleichen können. Allerdings darf die Atmung nicht so weit reduziert werden, dass der Betroffene erstickt.

 

Es gehen massiv Elektrolyte verloren

Das auffälligste Symptom einer metabolischen Alkalose ist eine verminderte Atmung. Dadurch kommt es zu einer Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff. Weitere Symptome sind der Verlust an Elektrolyten wie Kalium (Hypokaliämie) und Kalzium (Hypokalzämie) und eine Verminderung der zirkulierenden Blutmenge.

 

Eine akute Alkalose ist lebensbedrohlich

Die Diagnose der metabolischen Alkalose wird durch einer Blutgasanalyse und eine Untersuchung des Säuren-Basen-Status gesichert. Neben der verminderten Atmung, die bei leichten Formen der Alkalose ausreichend sein kann, werden bei schweren und akuten Formen Chlorid und Kalium zugeführt. Möglicherweise kann eine Gabe von z. B. Salzsäure den extremen Mangel an H+ -Ionen ausgleichen. Eine akute metabolische Alkalose muss stationär behandelt werden. Sie ist lebensbedrohlich.

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