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Testosteron-Mangel-Syndrom / PADAM
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Kurzinfo:
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Testosteron-Mangel-Syndrom / PADAM
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Symptome
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Verminderung der Spermienproduktion, Abnahme des Hodenvolumens,
Nachlassen der Libido, Potenzstörungen, nachlassende Muskelkraft und Griffstärke,
Abnahme der Knochendichte (vgl. Osteoporose),
verminderter Bartwuchs, abnehmende Leistungsfähigkeit, trockene und spröde Haut, Anstieg des Körpergewichts mit Zunahme des
Körperfettanteils, verminderte Sauerstoffversorgung des Organismus durch Abnahme der
roten Blutkörperchen, chronische
Müdigkeit, Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Antriebsstörungen, depressive Verstimmung,
Konzentrationsschwäche, vermindertes Selbstwertgefühl, erhöhte Reizbarkeit
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Therapie
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Hormonsubstitution
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Testosteronspiegel
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Testosteron ist das wichtigste Androgen.
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Eine der wesentlichsten Ursachen für die Andropause des Mannes ist der
langsame Rückgang der Testosteronproduktion. Das Testosteron- Mangel- Syndrom fasst alle
Beschwerden zusammen, die durch einen Mangel an Testosteron entstehen können. Es wird in
der Fachsprache auch oft PADAM abgekürzt. Das ist der englische Fachbegriff: partial
androgen deficiency in the aging male (partielles Androgendefizit beim alternden Mann).
Testosteron ist das wichtigste Androgen (männliche Sexualhormone) des Mannes. |
Normwerte liegen zwischen 12 und 40 nmol/l.
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Der Testosteronspiegel bei einem erwachsenen Mann liegt zwischen 12 und 40
nmol/l. Der Blutspiegel unterliegt tageszeitlichen Schwankungen. Abends zwischen 18 und 22
Uhr sind die Werte am niedrigsten, am frühen Morgen liegen sie 35 Prozent über den
durchschnittlichen Werten. Anzeichen für die morgendlichen "Spitzenwerte" ist
z.B. die häufig auftretende morgendliche spontane Erektion. Beim alternden Mann werden
die morgendlichen Werte zunächst niedriger. Schließlich sinkt der Testosteronspiegel
langsam ab. Ein 70jähriger Mann erreicht nur noch 2/3 der Testosteronwerte eines jungen
Mannes. |
Viele Faktoren können die Hormonproduktion beeinflussen.
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Es gibt große individuelle Unterschiede. Manche Männer weisen mit 70
noch Testosteronspiegel im Normbereich auf. Sie sind auch im hohen Alter noch
zeugungsfähig. Andere Männer haben schon mit 50 deutliche Anzeichen für einen
Testosteronmangel. Diese Unterschiede sind zum Teil genetisch bedingt. Aber auch viele
äußere Faktoren wirken sich auf die Hormonproduktion aus. So können
eine Verminderung der Hormonproduktion begünstigen.
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Medikamente, die zu verminderten Testosteronwerten führen.
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Zu den Medikamenten, die die Hormonwerte beeinflussen, gehören u.a.
Bei einem festgestellten Androgenmangel kann es notwendig sein, eine bestehende
Medikation umzustellen.
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In der Regel fallen die Werte für den Testosteronspiegel am einem Alter
von 30 bis 40 Jahren allmählich ab. Sinkt der Wert unter 12 nmol/l, so gilt er als
behandlungsbedürftig. |
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Symptome
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Androgene sind Hormone mit vielfältigen Aufgaben.
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Männliche Sexualhormone erfüllen vielfältige Aufgaben. Sie sind
maßgeblich für den Körperbau, die Funktionen und den Aufbau der Geschlechtsorgane, die
Libido (sexuelles Interesse), die Potenz, Lebensfreude sowie, Stimm- und Bartentwicklung,
Schambehaarung (sekundäre Geschlechtsmerkmale). |
Sowohl die Stärke, als auch die Art der Beschwerden können
individuell sehr unterschiedlich sein.
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So vielfältig die Aufgaben sind, so vielfältig können auch die Symptome
und Beschwerden sein, die durch einen Mangel an Androgenen und speziell an Testosteron
entstehen bzw. unterstützt werden. Dazu gehören:
- Verminderung der Spermienproduktion
- Abnahme des Hodenvolumens
- Nachlassen der Libido
- Potenzstörungen
- nachlassende Muskelkraft und Griffstärke
- Abnahme der Knochendichte (vgl. Osteoporose)
- verminderter Bartwuchs
- abnehmende Leistungsfähigkeit
- trockene und spröde Haut
- Anstieg des Körpergewichts mit Zunahme des Körperfettanteils
- verminderte Sauerstoffversorgung des Organismus durch Abnahme der roten Blutkörperchen
- chronische Müdigkeit
- Hitzewallungen und Schweißausbrüche
- Schlafstörungen
- Antriebsstörungen
- depressive Verstimmung
- Konzentrationsschwäche
- vermindertes Selbstwertgefühl
- erhöhte Reizbarkeit
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Behandlung
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Die Frauen sind Vorbild.
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Viele Männer glauben, dass ihre Beschwerden allein dem Alter oder
zugeschrieben werden müssen. Allenfalls werden sie noch als stressbedingt angesehen. Das
bedeutet für sie, sie finden sich damit ab. Aber diese Erklärung ist nach dem heutigen
Stand des Wissens nicht mehr ausreichend. Frauen haben schon lange erkannt, dass viele
ihrer Beschwerden in der zweiten Lebenshälfte auf ein Hormondefizit zurückgeführt
werden können. Die Wechseljahre
und ihre Beschwerden werden nicht einfach akzeptiert. Das sollten auch die Männer
erkennen. |
Der Hormonmangel kann ausgeglichen werden.
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Hormonmangel ist durch die Substitution von Testosteron heute gut
behandelbar. Testosteron kann über die Haut, als Medikament zum Einnehmen oder als
Spritze intramuskulär verabreicht werden. Tabletten haben das Problem, dass die Menge des
Wirkstoffs, der tatsächlich vom Körper aufgenommen wird, sehr stark vom Zeitpunkt der
Einnahme nach dem Essen und vom Fettgehalt des Essens abhängig ist. Deshalb ist eine
korrekte Dosierung nicht ganz einfach. Vielfach wird heute Testosteron über eine
Injektion verabreicht. Die Wirkung hält dann etwa 2 bis 3 Wochen an. Das bedeutet, dass
Mann nach dieser Zeit erneut zum Arzt muss, für die nächste Spritze. Das empfinden viele
als lästig. Im Moment laufen die Forschungen für eine Depotinjektion. Die müsste dann
nur alle drei Monate injiziert werden. |
Neue Entwicklungen ermöglichen eine leichte Verabreichung.
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Über die Haut werden zur Zeit nur leichte Hormonmangelzustände mit Hilfe
eines Hormonpflasters behandelt. Leider führt das Pflaster bei vielen zu
Hautirritationen. Eine neue Entwicklung kommt im März 2003 auf den deutschen Markt. Ein
Testosteron-haltiges Gel, das täglich einmal auf Oberarme, Schulter und/oder den Bauch
aufgetragen wird, enthält eine tägliche Einzeldosis Testosteron. Es werden Einzeldosen
von 25mg oder 50 mg Testosteron angeboten. Mit dem hautfreundlicheren Gel ist eine bequeme
und einfache Form, einen Hormonmangel auszugleichen. Die Hautirritationen, die bei der
Pflasterapplikation häufig auftraten, sind beim Gel nur noch selten. |
Die Beschwerden verschwinden schnell.
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Die Therapie ist nicht immer erfolgreich. Wenn sie anschlägt, sind die
Beschwerden schnell verschwunden. Libido und Potenz werden verbessert, die Muskelmasse
nimmt auf Kosten des Fettanteils wieder zu und die Knochendichte steigt ebenfalls. |
Regelmäßige Kontrollen sind wichtig.
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Eine absolute Kontraindikation für die Verabreichung von Testosteron ist
das Prostatakarzinom, das durch eine Gabe von Testosteron schneller wachsen würde.
Deshalb ist vor der Verordnung eine gründliche Untersuchung und diagnostische Abklärung
erforderlich. Männer, die mit Hormonen behandelt werden, sollten unbedingt regelmäßige
ärztliche Kontrollen in Anspruch nehmen. Empfehlenswert wären zweimal jährlich
durchgeführte Kontrolluntersuchungen. Frauen mit Hormonersatztherapie werden in der
gleichen Weise behandelt.
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