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Anatomie und Physiologie des Blutes
Unser Blut sieht nur mit dem bloßen Auge wie eine einfache rote Flüssigkeit aus.
Betrachtet man es genauer, so stellt sich heraus, dass es ein komplexes Gemisch aus festen
und flüssigen Bestandteilen ist, das jedes Organ und jedes Gewebe in unserem Körper
erreicht. Als besonderen Bestandteil unseres Körpers könnte man das Blut auch als
flüssiges Körpergewebe bezeichnen. |
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Diagnostik in der Hämatologie
Die Hämatologie ist ein Spezialgebiet der Inneren Medizin. Sie beschäftigt sich mit der
Diagnostik und Therapie von Bluterkrankungen und untersucht die dazugehörenden
physiologischen Abläufe. Aber die dazu erhobenen Blutwerte wie z. B. Blutbild oder
Hämatokrit dienen nicht nur der Feststellung von Blutkrankheiten, sie ermöglichen auch
eine Beurteilung über mögliche Fehlfunktionen des Körpers und geben Einblick in diverse
Erkrankungen anderer Organe. |
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Anämie - Blutarmut
Blutarmut oder Anämie, wie sie in der Fachsprache genannt wird, ist eigentlich ein
Symptom, denn Blutarmut kommt bei verschiedene Erkrankungen als Folge oder
Begleiterscheinung vor. Allen gemeinsam ist die Unterversorgung der Organe mit Sauerstoff,
der vom Blut nicht in ausreichender Menge von der Lunge zu den Zellen transportiert werden
kann. Klassische Beschwerden sind Blässe der Haut und mehr noch der Schleimhäute,
schnelle Ermüdbarkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Herzenge und Atemnot. In Europa
ist Eisenmangel die häufigste Ursache für eine Anämie. Es gibt aber noch viele andere
Gründe für eine Anämie. |
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Leukämie
Leukämie ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die auch als
"Blutkrebs" bezeichnet werden. Es gibt akute, schneller verlaufende
Leukämieformen und chronische, langsamer verlaufende Typen. Immer besser
werdende technische Möglichkeiten erlauben heute eine eindeutige Zuordnung
der Leukämieformen. Das ist für die Therapie und die Prognose der Erkrankung
entscheidend. |
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Milzveränderungen
Die Milz spielt in der Hämatologie, bei den Bluterkrankungen eine bedeutsame
Rolle. Milzveränderungen können daher Auswirkungen auf die Beschaffenheit des
Blutes haben. Umgekehrt wirken sich auch Erkrankungen des Knochenmarks und
Blutes auf die Funktion und Größe der Milz aus. |
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Polyglobulie
Unter Polyglobulie versteht man eine Zunahme der roten
Blutkörperchen (Erythrozytose). Durch die erhöhte Anzahl der roten
Blutkörperchen erhöht sich auch der Hämoglobinwert. Außerdem ist auch der
zelluläre Anteil des Blutes (Hämatokrit) höher, als normal.
Infolgedessen wird das Blut insgesamt dickflüssiger. |
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